SZ

Wanderweg „Märchenhaftes Freudenberg“
Grenzgang mit Ausblick und Geschichte

Oberhalb von Mausbach, auf dem Grenzweg, reicht der Blick weit ins Wildenburger Land. Der Rundwanderweg „Märchenhaftes Freudenberg“ führt über Hohenhain kurz durch das AK-Land und zurück in den Alten Flecken.
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  • Oberhalb von Mausbach, auf dem Grenzweg, reicht der Blick weit ins Wildenburger Land. Der Rundwanderweg „Märchenhaftes Freudenberg“ führt über Hohenhain kurz durch das AK-Land und zurück in den Alten Flecken.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nja Freudenberg. Genaues Hinschauen lohnt sich auf diesen rund 13 Kilometern in vielerlei Hinsicht: „Märchenhaftes Freudenberg“, der Name dieses Rundwanderwegs, der über das Freudenberger Gambachtal hinauf nach Hohenhain, via Friesenhagen an Mausbach vorbei zurück in den Alten Flecken führt, hat viel zu bieten: Wunderbare Laubwald-Wege, die mal in familienkompatibler Breite, mal fast „verwunschen“ schmal daher kommen, Einblicke in die Geschichte (nicht nur) des Fachwerkbaus, Ausblicke auf die facettenreiche Mittelgebirgslandschaft und auch die eine oder andere Gelegenheit, sich bewirten zu lassen oder selbst zu bewirten warten links und rechts des Pfads. Genaues Hinsehen erfordert aber hier und dort auch das Markierungszeichen: Der grüne Kreis samt Richtungspfeil fällt recht klein aus.

nja Freudenberg. Genaues Hinschauen lohnt sich auf diesen rund 13 Kilometern in vielerlei Hinsicht: „Märchenhaftes Freudenberg“, der Name dieses Rundwanderwegs, der über das Freudenberger Gambachtal hinauf nach Hohenhain, via Friesenhagen an Mausbach vorbei zurück in den Alten Flecken führt, hat viel zu bieten: Wunderbare Laubwald-Wege, die mal in familienkompatibler Breite, mal fast „verwunschen“ schmal daher kommen, Einblicke in die Geschichte (nicht nur) des Fachwerkbaus, Ausblicke auf die facettenreiche Mittelgebirgslandschaft und auch die eine oder andere Gelegenheit, sich bewirten zu lassen oder selbst zu bewirten warten links und rechts des Pfads. Genaues Hinsehen erfordert aber hier und dort auch das Markierungszeichen: Der grüne Kreis samt Richtungspfeil fällt recht klein aus. Über weite Strecken aber ist die Tour im Einklang mit dem Fachwerkweg.

Dreieinhalb Stunden Zeit sollten auf alle Fälle eingeplant werden; wer mit Kindern unterwegs ist, kann vielleicht mit einem abschließenden Sprung ins Nass des Freudenberger Freibads locken. Auf den ersten Kilometern im Gambachtal sorgen ein paar Mitmachaktionen der Freudenberger Kinderfeuerwehren für Kurzweil. „Lasst eurer Kreativität freien Lauf und gestaltet die Notrufnummer aus Naturmaterialien“, lautet eine Einladung.

Blick auf den Alten Flecken Freudenberg als ein Highlight

Start und Ziel sind offiziell die Esso-Tankstelle an der Bahnhofstraße, teilt Guido Schröder, Vorsitzender der Wanderfreunde Niederndorf, mit. Dort gibt es den IVV-Wertungsstempel. Man kann aber natürlich theoretisch überall entlang der Route einsteigen. Zum Beispiel hinter dem Freibad. Zu Schröders persönlichen Höhepunkten während der 13 Kilometer zählen „der weltberühmte Altstadtblick vom Kurpark, der Hohenhainer Tunnel, der Nachbau des Latèneofens und der Alte Flecken“. Die rund 400 Meter Tunnel – hier sind auch Radler unterwegs – verschaffen an heißen Sommertagen Kühlung. Das Dunkel ist beleuchtet. Kurz dahinter beginnt „Klein Tirol“, wie dieses Fleckchen Erde genannt wird. Die Kleintirolstraße führt, vorbei am „Englischen Garten“, der auch „Getränke to go“ mit einer interessanten Bedienungsanleitung parat hält, in den Ort an der Grenze zum Kreis Altenkirchen.

"Hopfenhöhle" bietet eine kühlende Erfrischung

Durch das Naturschutzgebiet „Magerwiese“ geht es weiter. Hier trifft die SZ auf Hannelore Hofmann. Die 86-jährige Hohenhainerin ist mit dem E-Bike unterwegs und pflückt Himbeeren am Wegesrand. Kindheitserinnerungen werden wach. Kurz wird Friesenhagen-Hammerhöhe gestreift, bevor es durch den Wald Richtung Mausbach geht. Wunderbare Weitblicke auf das Wildenburger Land laden zum Ausruhen ein. Und wer jetzt erst Durst bekommen hat, der dürfte sich über die „Hopfenhöhle“ freuen: Im Erdboden versenkt, warten für 1 Euro Radler oder Wasser. Eine schöne Idee!

Eine nette Idee nahe Mausbach: Gegen einen Obolus darf der Wanderer sich in der „Hopfen-Höhle“ bedienen.
  • Eine nette Idee nahe Mausbach: Gegen einen Obolus darf der Wanderer sich in der „Hopfen-Höhle“ bedienen.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Langsam rückt Freudenberg wieder in den Blick: Oberhalb des Friedhofs ist der Fokus ein anderer als vom neu gestalteten Kurpark aus, der natürlich auch durchquert wird (entweder zu Beginn oder als krönender Abschluss: Aber Freudenberg ist ja auch viel mehr als der Alte Flecken. Die Kirchen fallen von hier oben ins Auge, und auch die Freilichtbühne ist zu erkennen. Durch die Altstadt führt der Weg ans Ziel.

Kurpark ein Highlight für jedermann

Es ist eine lohnenswerte Tour, die vom Deutschen Volkssportverband DVV im Vorjahr in der Kategorie „Land und Natur“ auch ausgezeichnet wurde, als der Themenschwerpunkt „Fachwerk am Wanderweg“ lautete. Woher aber rührt das Attribut „märchenhaft“? „Als der Weg 2007 eröffnet wurde, war dies gerade ein Veranstaltungsmotto in Freudenberg“, klärt Guido Schröder auf. Ist der Name heute irreführend? Keineswegs. Schaut man im Duden nach der Bedeutung, so wird ein (Wander-)Schuh draus. Märchenhaft, so ist dort zu lesen, das steht auch für „zauberhaft schön“.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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