Insektenschutz in Freudenberg
Grüne forderten mehr Maßnahmen

Die Grünen fordern, dass die Stadt Freudenberg sich für eine verstärkte Vermittlung der Bedeutung von Insekten - unser Bild zeigt eine Schwebfliege - einsetzen soll.
  • Die Grünen fordern, dass die Stadt Freudenberg sich für eine verstärkte Vermittlung der Bedeutung von Insekten - unser Bild zeigt eine Schwebfliege - einsetzen soll.
  • Foto: Dirk Manderbach
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

cs Oberfischbach/Freudenberg. Die Stadt Freudenberg soll sich für eine verstärkte Vermittlung der Bedeutung von Insekten und ihrer Lebensräume einsetzen – das forderten die Grünen in einem Antrag, der in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie, Natur und Feuerschutz auf der Tagesordnung stand. „Hierzu sollen im öffentlichen Raum sowie an Schulen und Kindergärten exemplarisch Blühangebote, charakteristische Lebensraumstrukturen sowie Nisthabitate geschaffen und gefördert werden“, heißt es in dem Schreiben. Außerdem solle die Verwaltung eine „insektenfreundliche Bepflanzung mit heimischen, standortgerechten Arten“ fördern und die lokalen Umwelt- und Naturschutzverbände in das Gesamtprojekt einbinden.

"Nett gemeint, aber fleischlos"

Die Stadtverwaltung formulierte einen entsprechenden Beschlussvorschlag und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten zum Insekten- und Artenschutz, die im Stadtgebiet von Privatpersonen, Heimatvereinen, Schulen und Kitas bereits initiiert worden seien.  „Das ist nett gemeint, aber fleischlos“, stellte Christiane Berlin (Grüne) in der Ausschusssitzung, die in den Räumlichkeiten des Feuerwehrgerätehauses in Oberfischbach stattfand, fest. Berlin weiter: „Da sind viele Dinge aufgezählt, die von anderen gemacht wurden, aber eben nicht von der Stadt.“ Ihr fehlten konkrete Vorschläge. Nicole Reschke entgegnete, dass bei vielen der aufgelisteten Aktivitäten die Stadt mit im Boot sei. „Auch bei der Neugestaltung des Kurparks haben wir einen großen Schwerpunkt auf dieses Thema gelegt“, stellte die Bürgermeisterin weiter fest. Wie  berichtet, soll bei der Neugestaltung des Areals etwa eine bunte Staudenbepflanzung für Abwechslung und Vielfalt unter ökologischen Aspekten sorgen.

Uwe Saßmannshausen warb um Geduld

In seiner Funktion als Leiter des Bauhofes warb Uwe Saßmannshausen um Geduld: Aktuell suche man in den Ortsteilen nach geeigneten Flächen für Blühwiesen, „aber wir können nicht einfach umgraben und einsäen“, meinte Saßmannshausen. Für ein stimmiges Konzept benötige man anderthalb bis zwei Jahre Vorlaufzeit. Thomas Bertelmann (CDU) schlug vor, die Beschlussvorlage um den Auftrag zu erweitern, die Stadtverwaltung möge eine Auflistung der Flächen liefern, die für eine insektenfreundliche Bewirtschaftung infrage kommen. Arno Krämer (SPD) mahnte zwar, dass man die Verwaltung „nicht nur auf dem Papier ans arbeiten bringen“ solle – letztlich folgte das Gremium jedoch Bertelmanns Vorschlag und winkte die geänderte Vorlage ohne Gegenstimme oder Enthaltung durch.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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