Heuslinger »Backeseiche« erhält »eine Chance«

Anlieger erwarb Grundstück mit blitzgeschädigtem Baum

Oberheuslingen. »Alte Eiche ist vorerst gerettet – Nach Blitzeinschlag: 42 Unterschriften zum Erhalt des Naturdenkmals gesammelt«, titelte die SZ im Oktober vergangenen Jahres einen Artikel über die Zukunft der so genannten »Backeseiche« in Oberheuslingen. Unter anderem war damals für Mai dieses Jahres noch einmal ein Ortstermin mit einem Vertreter der Unteren Landschaftsbehörde vereinbart worden, um festzustellen, ob der durch einen Blitzschlag schwer geschädigte Baum austreiben würde. Dann sollte über das Schicksal des Naturdenkmals im alten Ortskern entschieden werden.

Die »Galgenfrist« ist vorüber, der Ortstermin mit Vertretern der Stadt und der Unteren Landschaftsbehörde hat mittlerweile stattgefunden. Wie Ortsvorsteher und Ortsheimatpfleger Willi Weiß auf Anfrage der SZ erläuterte, sei festgestellt worden, dass fünf dicke Äste aufgrund des Blitzeinschlags nicht mehr ausschlagen. Der Kreis habe daraufhin die Eiche als Denkmal aus dem Naturschutz herausnehmen wollen, eine Fällung dadurch möglich sei. Die Eigentümerin habe angeboten, das Grundstück mit der Eiche aus Haftungsgründen zu verkaufen. Die Anlieger hätten dann den Vorschlag gemacht, eine Interessengemeinschaft zu gründen und das Grundstück mitsamt dem Ortsbild prägenden Baum zu kaufen. Er habe erfahren, dass der Initiator Andreas Rothenpieler angeblich plane, die Eiche auch alleine zu übernehmen. Seines Wissens nach solle der Kreis die fünf maroden Äste beseitigen, dann gehe der Baum in sein Eigentum über. Im Grundsatz bestätigte Andreas Rothenpieler diese Ausführungen im Gespräch mit der SZ, allerdings wurden die Pläne bereits in die Realität umgesetzt: »Es musste ganz schnell und unbürokratisch gehen, so habe ich letztlich das Grundstück mit der Eiche erworben.« Gemeinsam mit den Nachbarn habe man dann beraten, wie weit die Eiche zurückgeschnitten werden solle. Voraussichtlich in der kommenden Woche werde der Kreis auf Grundlage dieser Überlegungen den Baum »zurechtstutzen«.

Man sei in der Zeitenbach – auch nach Gesprächen mit Experten – der Meinung, die »Backeseiche« verdiene »eine Chance«. Rothenpieler: »Auf alle Fälle ist es einen Versuch wert, sonst wäre sie nicht so gut ausgetrieben. Es könnte ja sein, dass der Baum in einigen Jahren in der Krone wieder zuwächst.«

fr

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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