SPD attackierte CDU
Hitzige Debatte im Freudenberger Rat

cs Freudenberg.Die Freudenberger CDU brachte zuletzt eine wahre Flut von Anfragen und Anträgen in die politische Diskussion ein (die SZ berichtete) – entsprechend viele Punkte enthielt der Tagesordnungspunkt „Anfragen und Anträge“ in der jüngsten Sitzung des Stadtparlamentes. Dass die Schreiben der Christdemokraten für teils hitzige Debatten und harte Auseinandersetzungen sorgten, war so nicht unbedingt absehbar – der Wahlkampf scheint Einzug zu halten im Freudenberger Rat.

Sanierung der sanitären Anlagen

Die CDU wünschte sich etwa eine baldige (in den Jahren 2019 und 2020) Sanierung der sanitären Anlagen in der Aula des Schulzentrums Büschergrund. Ein Vorstoß, den Arno Krämer (SPD) für einen Rundumschlag nutzte. Er sei „überrascht“ von dieser Forderung und fragte: „Wie groß muss die Not der CDU sein?“, der Antrag sei „voll daneben“. Schließlich sei die Thematik bereits besprochen und hinsichtlich des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ aufgegriffen worden. Arno Krämer wandte sich direkt an Christoph Reifenberger: „Wenn Sie schon Bürgermeister werden wollen“, attackierte der SPD-Mann den CDU-Fraktionsvorsitzenden, „sollten Sie die Vorgänge in einer Verwaltung kennen“.

"Glaskugel-Wissen"

Der Angesprochene konterte umgehend: „Ich bin massiv erstaunt über Ihr Glaskugel-Wissen“, meinte Reifenberger, der die Aufregung nicht nachvollziehen konnte. Schließlich habe man lediglich darauf hinweisen wollen, dass die Sache zu erledigen sei. Während Bürgermeisterin Nicole Reschke darauf hinwies, dass die „Gute Schule“-Mittel bereits beschlossen seien, appellierte Johannes Werthenbach (CDU) als Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses an die SPD, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen, den Antrag an das Fachgremium zur weiteren Erörterung zu verweisen. Hier gehe es um ein Signal, dass die Schultoiletten wichtig seien. Ohne Erfolg: Bei 13 Ja- und 18 Nein-Stimmen wurde der Antrag der CDU verworfen.

Keine Beschwerden zum Busverkehr

Die Anfrage der Christdemokraten, wie es um den Busverkehr in Freudenberg bestellt sei, beantwortete Nicole Reschke: Es seien keine Beschwerden bei der Stadt eingegangen, im Schulsbusverkehr seien keine Fahrten ausgefallen. „Die Verkehrsbetriebe meldeten, dass im Zeitraum vom 29. April bis 30. Juni 39 Busverbindungen aufgrund fehlenden Personals ausgefallen sind, ausschließlich auf den Linien R 38 und 39“, führte das Stadtoberhaupt aus. Alexander Held (CDU) stelle infrage, dass keine Schulsbusverbindungen ausgefallen sein sollen. Ihm seien aus dem Heuslingtal andere Meldungen zugetragen worden.
Die übrigen Anfragen und Anträge seitens der CDU – als Stichworte seien an dieser Stelle Parkboxen für E-Bikes, kulturelle Angebote, die Nutzung von Abwärme aus Abwässern, die Regionale 2025, das E-Government oder das Raumangebot an Freudenberger Schulen genannt – wurden jeweils an die Fachausschüsse verwiesen und dürften im nächsten Sitzungsblock zum Thema werden. Eine ausführliche Berichterstattung über den gemeinsamen Antrag von SPD und FDP, die Ampelregelung im Bereich der Bahnhofstraße abzuschaffen, folgt.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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