250 Jahre Wattsches Dampfmaschinen-Patent
Im Technikmuseum ging es rund

Erich Bodewig aus Neuss zum Beispiel zeigte sein Modell eines Maschinenraums eines Seitenraddampfers: Die Bismarck, 1913 erbaut, fuhr bis 1974 auf dem Rhein.
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  • Erich Bodewig aus Neuss zum Beispiel zeigte sein Modell eines Maschinenraums eines Seitenraddampfers: Die Bismarck, 1913 erbaut, fuhr bis 1974 auf dem Rhein.
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ch Freudenberg. Die Frage tauchte in dem Filmklassiker in einer markanten Szene auf und machte sie damit berühmt: „Heute krieje mer de Dampfmaschin. Wat is en Dampfmaschin?“ Antworten lieferte einst Lehrer Prof. Bömmel in der „Feuerzangenbowle“ („stelle mer uns mal ganz dumm, dat isne großer schwarzer Raum, der hat hinten und vorne en Loch…) – am Wochenende gab es vertiefende Informationen im Freudenberger Technikmuseum. Zwei Tage lang feierte das Museum, das rund 40 große und kleine Dampfmaschinen im Bestand hat, den 250. Geburtstag der Patentanmeldung des berühmten Briten James Watt: 1769 hatte er seinen Typ Dampfmaschine schützen lassen. Aus diesem Anlass ist ein Dutzend Modelldampf-Liebhaber vor allem von Rhein und Ruhr angereist und hat seine Schiffsdampfmaschinen, Dampfhämmer, Stirlingmotoren und „Flammenfresser“ gezeigt.

Dampfmaschine Nr. 817 in Gang gesetzt

Diverse Bauarten in unterschiedlichen Größen wurden bei der Sonderausstellung vorgeführt. Die zahlreichen kleinen und großen Besucher bekamen mittels der technischen Meisterwerke, die vor sich hin surrten, stampften und dampften, einen guten Einblick in das Ingenieurwissen. Selbstverständlich wurde auch das Herzstück des Museums, die große Dampfmaschine Nr. 817, im Jahr 1904 gebaut von der Firma Möller in Brackwede, in Gang gesetzt. Mit ihren 90 PS ein tolles Industriedenkmal, das immerhin zwei weitere Dutzend Maschinen antreibt und im Livebetrieb ein Stück Wirtschaftsgeschichte anschaulich erzählt.

Die hält um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert ein spannendes Kapitel vor. Damals tüftelten bereits der Franzose Denis Papin und der Engländer Thomas Savery an Maschinen, die mit Hilfe von Feuer Wasser befördern sollten. Jedoch war das Niveau der Maschinenbautechnik noch recht niedrig, beide Maschinen hatten keinen Erfolg.

Weiter entwickelt, nicht erfunden

Erst 1712 verbesserte der Engländer Thomas Newcomen die beiden Modelle, so dass sie im Produktionsalltag eingesetzt werden konnten. Obwohl die Dampf- bzw. Feuermaschine von Newcomen nicht sehr leistungsstark war, wurde sie doch recht häufig eingesetzt. James Watt entwickelte sie schließlich weiter und ließ eben am 5. Januar 1769 das Patent für seine Dampfmaschine eintragen. Damit legte er den Grundstein für die industrielle Revolution – nicht mehr und nicht weniger.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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