Jugendliche suchen Freizeittreffpunkt

Bürgermeister Eckhard Günther äußerte Verständnis – Kiosk soll Kosten decken

Freudenberg. Die räumlichen Möglichkeiten und Freizeitangebote für Jugendliche in der Stadt Freudenberg sind rar. Das weiß auch Bürgermeister Eckhard Günther. Erst vor einigen Tagen war eine kleinere Gruppe von Jugendlichen in seinem Büro zusammengekommen und hatte die Problematik angesprochen. Man brachte den dringlichen Wunsch nach einer passenden Räumlichkeit als Freizeittreffpunkt vor. Der Bürgermeister hörte sich ihr Anliegen an und machte dann den Vorschlag, nicht alleine eine Absichtserklärung an die Politik heranzutragen, sondern Wünsche und Vorstellungen einfach publik zu machen. Diesen Ratschlag befolgten nun zahlreiche Jugendliche der Stadt Freudenberg, als sie gestern Nachmittag mit einem offenen Brief vor dem Freudenberger Rathaus erneut auf Bürgermeister Günther zugingen. Darin heißt es: „Wir Jugendlichen wünschen uns einen Raum in Freudenberg, der möglicherweise ganztags geöffnet werden sollte. Es wäre gut, wenn in dem Raum Tische und Stühle zur Verfügung stehen würden. Über einige Unterhaltungsspiele würden wir uns auch freuen.” Weiterhin wünsche man sich eine Aufsichtsperson, die auch als Ansprechpartner zur Verfügung steht, und Sponsoren zur Finanzierung der Unterkünfte. Mit einem im Freizeittreff eingerichteten Kiosk wolle man die übrigen anfallenden Kosten decken, gleichzeitig für Essen und Getränke sorgen. Man habe einen Raum vor Augen, in dem es genügend Möglichkeiten für Spiele, Musik und Kommunikation geben sein sollte. Bürgermeister Günther betonte, dass das Thema „Jugendtreff” im Allgemeinen für viele benachbarte Städte und Regionen ein Problem darstelle, dass es nun aber für Freudenberg „angedacht” werden müsse. Bisher finden hier nämlich vor allem diejenigen Jugendlichen, die sich zu keinem der vielen örtlichen Vereine zugehörig fühlen, nur die Möglichkeit, sich draußen an bestimmten Orten der Stadt in ihrer Freizeit zu treffen. Die Plätze vor dem Globus-Kaufhaus und der Sparkasse gelten seit langem schon als Treffpunkt, wie auch die Umgebung des Kinderspielplatzes beim Busbahnhof. Ebenso trifft man sich auf dem Gelände rund um das Rathaus. Diese Treffpunkte bringen auch Konflikte mit sich. Bürger werden oder fühlen sich über Gebühr gestört. Was die Jugendlichen wollen, ist ein Freiraum, in dem man ungestört „unter sich” sein kann. Der Freudenberger „Backes” könne diesen Anforderungen auch nicht gerecht werden, da er nur montags als Jugendtreff geöffnet ist. Die Kritik der Jugendlichen schloss bei der Unterschriftenübergabe das als „unbefriedigend” eingestufte Freizeitangebot der Stadt ein. Außer dem Schwimmbad und der Minigolfanlage, so hieß es, sei man in der Freizeitgestaltung völlig auf sich selbst angewiesen. Ein erster Schritt zum Ausgleich dieses Defizits scheint eingeleitet: Gestern Abend beriet nämlich die Kommunalpolitik über die Geräte, die für eine „Skater-Anlage” zwischen Freibad und Tennisplätzen angeschafft werden sollen. Die Ebene für die Anlage selbst, so hofft der Bürgermeister, könne vielleicht schon dieses Jahr fertiggestellt werden. Vor allem sei es an der Zeit, so Günther, die Öffentlichkeit und die Politik für die Anliegen und Wünsche der Jugendlichen zu „sensibilisieren”. vg

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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