Kater-Theater

Das Figurentheater Petit Bec faszinierte am Freitagnachmittag viele Kinder in der Stadtbücherei in Freudenberg.  Foto: vaf
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vaf Freudenberg. Ein Müller hatte drei Söhne. Als er starb, schenkte er dem ältesten die Mühle, dem zweiten den Esel und dem jüngsten den Kater. Der fragte sich: „Mich hat es doch am allerschlimmsten getroffen, mein ältester Bruder kann mahlen, mein zweiter kann auf seinem Esel reiten, aber was kann ich mit dem Kater bloß anfangen?“ Er war sehr traurig. „Lass mich doch einfach ein paar Pelzhandschuhe aus seinem Fell machen, und dann ist es vorbei“, so der Müllersohn. Doch der Kater sagte zu ihm: „Hör, du brauchst mich nicht zu töten, lass mir einfach beim Schuster ein paar neue Stiefel machen, dass ich dann unter die Leute gehen kann und dir helfe.“ Der Müllersohn tat dies, und ein paar Tage später konnte der Kater seine neuen Stiefel anprobieren: Er packte nun sein Säckchen und zog auf zwei Beinen, wie ein Mensch, in die Welt hinaus, um dem Müllersohn zu helfen … Das Märchen „Der gestiefelte Kater“ von den Gebrüdern Grimm präsentierte am Freitag Hiltrud Vorberg-Beck (Petit-Bec-Figurentheater) in der Stadtbücherei in Freudenberg als Puppentheater für Kindergarten- und Grundschulkinder. Organisiert wurde diese Vorführung von Kulturamt und Stadtjugendpflege Freudenberg. Das Stück wurde mit vielen selbst genähten und teilweise lebensgroßen Figuren und vielen unterschiedlichen Requisiten gezeigt. Schnelle Wechsel brachten die Kinder immer wieder zu einem neuen Schauplatz der Geschichte. Die Aufführung wurde wie ein lebendiges Bilderbuch gestaltet, da die Kinder mit ihren Eltern in einem Halbkreis um die Bühne saßen und somit Teil des Geschehens waren. Durch die Figuren wurden sie in die Handlung einbezogen, entweder durch das Abtrocknen des Katers nach dem Baden oder durch kleine hüpfende Mäuse, die wieder eingefangen werden mussten. Ein abwechslungsreiches, lustig gestaltetes Theater. Schön, dass Vorberg-Beck mit ihrem Spiel auch spontan auf die Reaktionen der Kinder einging. Außerdem zeigten die lächelnden und begeisterten Kindergesichter, dass auch die Kleinsten in der voll besetzten Bücherei sehr viel Freude an der Inszenierung der Geschichte hatten, die die meisten wohl nur aus dem guten alten Märchenbuch kannten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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