Klangerlebnis in St. Marien

Der Mainzer Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft war in der Pfarrkirche St. Marien Freudenberg zu Gast.  Foto: jea
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jea Freudenberg. Die Begeisterung in der kath. Pfarrkirche St. Marien in Freudenberg kannte keine Grenzen. Ausgelöst wurde sie durch ein sicher unvergessliches Gemeinschaftskonzert des Freudenberger Kirchenchores St. Marien unter der Leitung von Gerhard Engel, dem Mainzer Domchor, geleitet vom Domkapellmeister Professor Mathias Breitschaft, sowie dem Domkantor am Hohen Dom zu Mainz, Karsten Storck, an der Orgel. Das Ansinnen: ein Benefizkonzert zu Gunsten der St.-Marien-Kirche Freudenberg, bei dem am Schluss eine Kollekte erbeten wurde. Verwendet werden soll der Erlös für die Renovierung des modernsten sakralen Rundbaus im Bistum Paderborn.

„Es ist uns eine ganz besondere Ehre, den Mainzer Domchor zu Gast zu haben“, dankte Pfarrer Reinhard Lenz den Sängern. Dieses besondere Erlebnis verdanken die Freudenberger der Idee und dem persönlichen Einsatz ihres Vorsitzenden, Hubert Fuß, Rentner im Unruhestand. Viele seiner Ideen wurden schon mit großartiger Unterstützung der Chormitglieder in die Tat umgesetzt. So holte er unter anderem das Kammerorchester der Bundeswehr Siegburg für einen Auftritt nach Freudenberg, arrangierte einen Gesangsauftritt seines Chores im Salzburger Dom und vieles mehr – und knüpfte eben die Kontakte zum Mainzer Domchor. Das Ergebnis: eine Konzertzusage von Professor Breitschaft. Für den Schirmherrn des Konzertes, Landrat Paul Breuer, überreichte dessen Stellvertreter Jürgen Althaus eine Ehrengabe und sagte dazu: „Der Kirchenchor St. Marien ist ein tragendes Element im Freudenberger Kulturleben.“

Mit dem vierstimmigen Chor „Hebe deine Augen auf“ von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffneten die 44 Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors St. Marien unter dem einfühlsamen Dirigat seines seit zehn Jahren engagierten Chorleiters Gerhard Engel das Konzert und stellten ihr vorzügliches Können in der proppenvollen Kirche unter Beweis. Dem Vorsitzenden Fuß ist es binnen seines dreijährigen Ehrenamts gelungen, die Chorstärke von 26 auf 44 Mitglieder zu erhöhen. Sein Rezept: persönliche Ansprache von potenziellen Sängern und eine Flasche Wein als Willkommensgruß in der Chorgemeinschaft. Auch evangelische Christen sind inzwischen im Chor zu Hause. Ein Beitrag zur Ökumene, sagt Vorsitzender Fuß. Der vierstimmige Chorsatz „Dank sei Dir, Herr“ von Georg Friedrich Händel (1685–1759), ausgefeilt vorgetragen vom Kirchenchor, leitete zum Konzertteil mit dem Mainzer Domchor über.

Mit großer Klangfülle überzeugten die rund 55 Sänger des Mainzer Domchores unter der musikalischen Leitung von Professor Breitschaft bei „Dextera Domini“ von Orlando di Lasso. In ihrem vielfältigen und hochkarätigen Programm präsentierten die jungen, hochmotivierten Sänger des international renommierten Dom-Chores unter anderem „Lauda Sion Salvatorem“ und den achtstimmigen Chorgesang „Laudate Dominum“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina sowie Werke von Felice Anerio und Claudio Casciolini.

Ebenfalls große Begeisterung riefen die brillant vorgetragenen sechsstimmigen Chorgesänge „Ich bin ein rechter Weinstock“ und „Die Himmel erzählen“ von Heinrich Schütz hervor. Auch die vierstimmigen Motetten „Wahrlich, ich sage euch“ und „Wenn ich Dich anrufe“ von Günther Raphael verdeutlichten das hochkarätige Niveau des Mainzer Domchores.Als ein Meister an der Orgel erwies sich Domkantor Karsten Storck mit Choralvorspielen von Johann Sebastian Bach und Orgelsonaten von Mendelssohn Bartholdy.Unvergesslich bleiben werden auch das mit viel Herzblut vorgetragene „Ave Maria“ von Anton Bruckner und die Zugabe „Goldene Abendsonne“. Mit „Locus iste“ von Bruckner ließen beide Chöre gemeinsam das besondere musikalische Ereignis ausklingen. Den Dirigentenstab führte hier Gerhard Engel. Das gute Miteinander würdigte Professor Breitschaft mit einer Einladung an den Kirchenchor zu einem Auftritt in Mainz.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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