Mundart, Musik und vieles mehr

Traditioneller Freudenberger Heimatabend sorgte für eine volle Aula

aku Büschergrund. Die Heimatverbundenheit zu festigen und die Stadt Freudenberg für alle lebens- und liebenswert zu machen, das sei die Aufgabe der Heimatvereine. Daran ließ Hermann Vomhof, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der 14 Freudenberger Heimatvereine (ARGE Heimatvereine), bei der Eröffnung des Heimatabends am Samstag keinen Zweifel. Um dazu beizutragen, hatte die ARGE auch dieses Jahr wieder in die Aula des Schulzentrums Büschergrund zum schon traditionellen Heimatabend eingeladen. Er findet regelmäßig alle zwei Jahre statt und wird von den Mitgliedern und Gruppen der örtlichen Heimatvereine im Stadtgebiet Freudenberg organisiert und gestaltet.

Schon bei der Begrüßung bedankte sich Hermann Vomhof bei den zahlreichen Mitwirkenden für ihren Einsatz und betonte die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements der Heimatvereine für das gemeinschaftliche Leben. Dabei verwies er auch auf die zahlreichen Jubiläen in einigen Orten, wie 675 Jahre Bühl, 600 Jahre Heuslingen, 925 Jahre Oberholzklau und 50 Jahre Freilichtbühne Freudenberg, die 2004 von den Heimatvereinen mit organisiert würden.

Karl-Dieter Uebach vom HuV Niederndorf, der am Samstagabend durch das Programm führte, hob ebenfalls hervor, dass es notwendig sei, gerade den jungen Menschen Heimatverbundenheit mit auf den Weg zu geben und sie in die Arbeit der Vereine einzubinden. Dazu gehöre nicht zuletzt die Vermittlung der Siegerländer Mundart.

Dass dies Erfolg haben kann, bewies die Siegerin des Mundartlesewettbewerbs der Hauptschule Büschergrund, Rebekka Hirsch aus Niederfischbach, mit ihrem Gedichtvortrag in bestem »Föschba Platt«. Heimatgefühle weckte auch die Musikgruppe des HuV Büschergrund unter Leitung von Wolfgang Grimm mit ihren Liedern über das Siegerland begleitet von Gitarren, Zither und Mandoline.

Wer richtig lachen wollte, kam beim Bottenberger Haubergs-Duo voll auf seine Kosten. Nach Manier des Colonia-Duetts unterhielten Günther Loos und Karl Friedrich das Publikum mit Anekdoten über die Unwägbarkeiten bäuerlichen Lebens oder – anders gesagt – über den Versuch eines Bottenberger Bauern, seine Sau mit Hilfe unkonventioneller Mittel decken zu lassen. Oder über Kurabenteuer in Bad Kissingen nach dem Motto »morgens Fango, abends Tango…«. Dabei mussten auch einige anwesende Freudenberger Kommunalpolitiker das ein oder andere Mal für einen Witz herhalten, was das Publikum nicht minder begeisterte. Günther Loos blieb dabei immer in der Rolle des zurückhaltenden, vernünftigen Mannes vom Dorf, der von seinem Bekannten, einem gewitzten Bottenberger Bauern (dargestellt von Karl Friedrich) des Öfteren ins Bockshorn gejagt wurde und dann versuchte, dies schnell mit einem Liedchen auf der Gitarre zu überspielen.

Neben dieser unterhaltsamen Mundart-Comedy und einigen Sketchen präsentierten sich der Ev. Gemischte Chor Plittershagen mit volkstümlichen Melodien, sowie der Büschergrunder Stefan Schulz mit einigen Solovorträgen. Die Akkordeon-Gruppe des Heimatvereins Mausbach mit Jana und Christoph Kulczycki und Michael Klein brachte einige im Publikum sogar dazu, die Melodien mitzusummen.

Etwas rustikaler ging es bei der Darbietung der Trachten- und Schuhplattlergruppe des HuV Niederndorf/Dirlenbach zu, die bewies, dass Siegerländer den Österreichern und Bayern im »Platteln« in nichts nachstehen. Zum Abschluss stimmten die rund 400 Besucher gemeinsam das Lied »Kein schöner Land« an, das vom Posaunenchor des CVJM Büschergrund unter Leitung von Jens Gebhardt begleitet wurde, der schon zum Auftakt der Veranstaltung gespielt hatte. Damit fand der Heimatabend 2003 einen besinnlichen Ausklang.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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