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Drei geplante Windräder am Kuhlenberg
Naturschützer haben Klärungsbedarf

Wann werden im Dirlenbachtal Windräder errichtet? Nach den jüngsten Ereignissen wird das wohl noch eine ganze Zeit lang dauern (Archivbild).
  • Wann werden im Dirlenbachtal Windräder errichtet? Nach den jüngsten Ereignissen wird das wohl noch eine ganze Zeit lang dauern (Archivbild).
  • Foto: Christian Schwermer
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

ihm Freudenberg/Dirlenbach. Bis die drei 230 Meter hohen Windräder am Kuhlenberg zwischen Freudenberg und den Stadtteilen Dirlenbach, Oberheuslingen, Niederheuslingen und Bottenberg stehen, wird wohl noch geraume Zeit vergehen. Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde hat erheblichen Nachbesserungsbedarf angemeldet. Umfangreiche weitere Untersuchungen müssten erfolgen. Der Antrag der EnBW Windkraftprojekte GmbH liegt derzeit zur Prüfung beim Kreis Siegen-Wittgenstein. 
Die Stellungnahme des Beirats hat noch die frühere Vorsitzende Helga Düben formuliert. Im nach der Kommunalwahl neu konstituierten Gremium ist sie nicht mehr vertreten. Zur neuen Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Klaudia Witte gewählt.

ihm Freudenberg/Dirlenbach. Bis die drei 230 Meter hohen Windräder am Kuhlenberg zwischen Freudenberg und den Stadtteilen Dirlenbach, Oberheuslingen, Niederheuslingen und Bottenberg stehen, wird wohl noch geraume Zeit vergehen. Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde hat erheblichen Nachbesserungsbedarf angemeldet. Umfangreiche weitere Untersuchungen müssten erfolgen. Der Antrag der EnBW Windkraftprojekte GmbH liegt derzeit zur Prüfung beim Kreis Siegen-Wittgenstein. 
Die Stellungnahme des Beirats hat noch die frühere Vorsitzende Helga Düben formuliert. Im nach der Kommunalwahl neu konstituierten Gremium ist sie nicht mehr vertreten. Zur neuen Vorsitzenden wurde Prof. Dr. Klaudia Witte gewählt.

Beeinträchtigung geschützter Arten möglich

Obwohl die Windräder in einer Vorrangzone für Windkraft gebaut werden sollen, die die Stadt Freudenberg ausgewiesen hat, hält der Beirat eine Beeinträchtigung streng geschützter Arten für möglich. Das habe die Artenschutzprüfung ergeben. Wenn man dennoch bauen wolle, seien Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. „Die Maßnahmen müssen allerdings strikt beachtet werden und dürfen nicht, wie in den Unterlagen angeführt, durch kaum nachvollziehbare Ausnahmen unterlaufen werden.“ Den Naturschützern geht es um Fledermäuse, um den Waldkauz, die Waldschnepfe, den Baumpieper, den Raufußkauz und die Haselmaus – ganz zu schweigen vom Haselhuhn, dessen Vorkommen in dem Waldgebiet höchst umstritten ist.

Beirat: Bauzeitenbeschränkung zumutbar

Fäll- und Rodungsarbeiten, so die Forderung des Beirats, dürften wegen der Fledermäuse nur zwischen dem 1. Oktober und Ende Februar durchgeführt werden. Der Waldkauz beschränkt das Zeitfenster weiter, seinetwegen müsse man schon bis zum 20. Januar eines Jahres fertig sein. „Das muss eindeutig festgeschrieben werden.“ Die Bauzeitenbeschränkung sei für den Investor durchaus zumutbar. Dieser hatte Rodungsarbeiten während der Brutzeit der Waldschnepfe erledigen wollen – auch das muss nach Ansicht des Beirats verboten werden. Eine „aktive Vergrämung“ der Tiere, wie vom Gutachter vorgeschlagen, verstoße gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

Unter Umständen jahrelange Verzögerung

Eine womöglich jahrelange Verzögerung der Baugenehmigung könnte die Forderung nach vorgezogenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) für die Waldschnepfe, begleitet durch ein Monitoring, bedeuten. Wenn die CEF-Maßnahmen noch nicht begonnen hätten, könne keine Genehmigung erteilt werden. Ebenso müsse das Vorkommen der Haselmaus vorab untersucht werden. „Laufen diese Untersuchungen jetzt? Wenn nicht, verzögern sich die Baumaßnahmen bei Vorhandensein der Haselmäuse um mindestens ein Jahr“, heißt es in der Stellungnahme.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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