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Sommerfrische mit Blick auf den Alten Flecken
"Neuer" Kurpark kommt trotz Wermutstropfen gut an

Inge Schäfer und ihr Patenkind Ben sind für fünf Tage aus Neuss angereist und begeistert vom Blick auf den Alten Flecken, der den Auf- und Abstieg versüßt.
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  • Inge Schäfer und ihr Patenkind Ben sind für fünf Tage aus Neuss angereist und begeistert vom Blick auf den Alten Flecken, der den Auf- und Abstieg versüßt.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

nja Freudenberg. Die Sonne strahlt über dem Alten Flecken, es ist ein wunderbarer Sommertag, der dazu einlädt, die Sorgen über Unwetterkatastrophen und weltweit tobende Virusvarianten zumindest kurze Zeit einmal zu vergessen. Abstand vom Alltag – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn – suchen und finden an diesem Nachmittag zahlreiche Freudenberger und ihre Gäste von „außerhalb“ im neugestalteten Kurpark, hoch oben auf dem Schieferhügel. Auf den Bänken, in der Wiese, auf dem Rundgang. So schön der zuletzt rar gewordene Sonnenschein auch ist – froh sind sie über die großen Schatten spendenden Bäume. Die Stimmung: entspannt, ruhig.

Die SZ sucht das Gespräch mit Freudenbergern und Touristen und fragt: Wie kommt der neue Park an? Tenor: Schön ist er geworden.

nja Freudenberg. Die Sonne strahlt über dem Alten Flecken, es ist ein wunderbarer Sommertag, der dazu einlädt, die Sorgen über Unwetterkatastrophen und weltweit tobende Virusvarianten zumindest kurze Zeit einmal zu vergessen. Abstand vom Alltag – im übertragenen wie im wörtlichen Sinn – suchen und finden an diesem Nachmittag zahlreiche Freudenberger und ihre Gäste von „außerhalb“ im neugestalteten Kurpark, hoch oben auf dem Schieferhügel. Auf den Bänken, in der Wiese, auf dem Rundgang. So schön der zuletzt rar gewordene Sonnenschein auch ist – froh sind sie über die großen Schatten spendenden Bäume. Die Stimmung: entspannt, ruhig.

Die SZ sucht das Gespräch mit Freudenbergern und Touristen und fragt: Wie kommt der neue Park an? Tenor: Schön ist er geworden. Einziger Wermutstropfen: Familien wünschen sich mehr Spielmöglichkeiten für ihre kleinen Kinder. Die Stadt setzt vor allem auf folgende Schwerpunkte: Naherholung, Sport, Kultur, Musik.

Weniger Spielmöglichkeiten

Die Höhenmeter zwischen dem Alten Flecken und dem Kurpark, der 1983 erstmals eröffnet wurde, sind die selben geblieben. Ob der Name „Asthmahügel“ nun in Vergessenheit gerät, wird sich zeigen. Außer Puste kommen muss nun aber niemand mehr, der die Treppe erklimmt: Zusätzliche Stufen und vor allem in schöner Regelmäßigkeit einladende Plateaus mit Sitzbank laden nicht nur den Puls ein, wieder runterzukommen, sondern eröffnen die weltweit bekannten Fotoblicke auf die Fachwerkaltstadt. „Früher war hier alles mit Gestrüpp zugewachsen“, sagen Renate und Uli aus Siegen, die ihre Tour durch den Park schon hinter sich haben und das neue Ambiente loben. Doch auch ihnen ist – in fortgeschrittenem Alter – aufgefallen: „Früher, als wir mit unserer Tochter hier waren, gab es mehr Spielmöglichkeiten.“

Vom Kurpark aus kann man weit blicken.

Ein Plateau näher am Ziel zückt Inge Schäfer ihre Kamera. Die 63-Jährige ist mit ihrem Patenkind Ben unterwegs, das vor der Fachwerkkulisse in die Linse strahlt. Toll finden sie den Ausflug in den Alten Flecken. Aus Neuss sind sie für fünf Tage angereist. Den Park haben sie umrundet, schön sei er. Besonders cool aber findet der Zwölfjährige, dass im Bühler Blockhaus-Feriendomizil Bisons zu seinen Nachbarn zählen.

Barrierefreier Zugang

Wildblumen sprießen entlang des Wegs, immer wieder werden Handys gezückt, um den Moment festzuhalten. „Der Park gefällt mir viel besser als zuvor“, sagt die Freudenbergerin Ingrid Behner die ihren Besuch aus dem Norden der Republik herumgeführt hat. „Steigungen kennen wir nicht“, bekennen Annette und Günther Busmann lachend – und schicken sich an, Vierbeiner Bruno in seinem „Kinderwagen“ die Treppe hinunterzutragen. Ja, sie wissen, dass der Park über den Ausgang Richtung „Am Schieferacker“ barrierefrei erschlossen ist. Dort kann man aber den Ausblick nicht genießen ...

Beete und Wildblumenwiesen

Ein Radler kommt des Wegs, zwei Damen tauschen auf einer Bank sitzend Neuigkeiten aus. Der Konzertpavillon ist verwaist. Noch. Christa Diehl ist Freudenbergerin und lebt mit ihrem Mann Bernhard nur wenige Gehminuten vom Kurpark entfernt. In den vergangenen zehn Tagen drehte sie schon zweimal dort oben ihre Runden – wann sie zuvor das letzte Mal hier war, das weiß sie gar nicht mehr.

Der Aufstieg wird erleichtert.

„Wahrscheinlich sonntags mal, zu einem Konzert.“ Es sei ja nicht mehr schön gewesen. Die Beete und Wildblumenwiesen haben es ihr nun besonders angetan. Tochter Juliane Heinbach ist mit Mann Daniel und den Söhnen Felix und Michel auf den Spuren ihrer Jugend unterwegs. „Das ist richtig schön geworden“, sagt die Seelbacherin. „Hoffentlich bleibt es auch so!“ Zum Spielplatz wollen die Jungs. Die Familie zieht weiter – und ist ein paar Minuten später ein wenig ernüchtert. „Da hätte ich mir jetzt mehr vorgestellt“, sagt auch ein weiteres Elternpaar.

Warten aufs Café

Die beiden Schaukeln sind besetzt, der Nachwuchs steuert flugs zwei Minitrampoline an, ein weiteres ist zerrissen und per Flatterband gesperrt. Ein Trio im Kita-Alter schaukelt fröhlich in einer Hängematte. Der Seerosenteich ist vom Erdboden verschwunden; die neu entstandene Freifläche dient nun sportlichen Zwecken. Zwei Jungs spielen dort Fußball.

Ein schöner Flecken Erde...

Über Spielplatzgeräte müssen sich Vanessa Becker, Theresa und Rebecca Leidig noch keine Gedanken machen. Im Schatten hoher Bäume haben die drei Friesenhagenerinnen Decken ausgebreitet und genießen mit ihren jeweils (!) acht Monate alten Töchtern Frieda, Elise und Emma die Ruhe mit einem entspannten Schwätzchen. Die Freundinnen frohlocken: „Wenn jetzt das Café noch aufmacht: perfekt!“

Stadt: Sportgeräte werden noch ergänzt

„Da wir auf dem Marktplatz einen attraktiven und gut angenommenen Spielplatz haben, war die Ausrichtung Spiel und Sport auf dem Kurpark generationenübergreifend ausgerichtet“, teilt Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke auf SZ-Anfrage mit Blick auf die Spielplatzwünsche mit. 
Das bisher vorhandene Gerät sei für die eher kleineren Kinder gedacht. „Hinzu kommen noch eine Slackline, ein Basketballkorb (für Kinder und Jugendliche) sowie eine „Callisthenic“-Anlage und Trainingsgeräte für Muskulatur und Gleichgewichtssinn für alle.“ Ein von der Baufirma zur Verfügung gestellter Bauwagen soll in Zusammenarbeit mit der „Werkpädagogischen Jugendwerkstatt Siegen“ für die Nutzung für Heranwachsende hergerichtet werden und später im Sportbereich stehen. Darin werden dann zudem Spielgeräte wie Basketbälle, Frisbeescheiben und Badmintonschläger hinterlegt.

Sportgeräte werden ergänzt „Da wir auf dem Marktplatz einen attraktiven und gut angenommenen Spielplatz haben, war die Ausrichtung Spiel und Sport auf dem Kurpark generationenübergreifend ausgerichtet“, teilt Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke mit. Das bisher vorhandene Gerät sei für die eher kleineren Kinder gedacht. „Hinzu kommen noch eine Slackline, ein Basketballkorb (für Kinder und Jugendliche) sowie eine „Callisthenic“-Anlage und Trainingsgeräte für Muskulatur und Gleichgewichtssinn für alle.“ Ein von der Baufirma zur Verfügung gestellter Bauwagen soll in Zusammenarbeit mit der „Werkpädagogischen Jugendwerkstatt Siegen“ für die Nutzung für Heranwachsende hergerichtet werden und später im Sportbereich stehen. Darin werden dann zudem Spielgeräte wie Basketbälle, Frisbeescheiben und Badmintonschläger hinterlegt.
Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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