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Hygienekonzept greift
Neustart im Technikmuseum Freudenberg

Endlich geht es im Technikmuseum Freudenberg wieder zur Sache - dem Hygienekonzept sei Dank.
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nja Freudenberg. Die voluminösen Belüftungssysteme hängen unter der Decke und fallen eigentlich gar nicht weiter auf: Sie passen ins Ambiente. Moderne Hightech ermöglicht es den Aktiven des Technikmuseums Freudenberg seit Sonntag, wieder gemeinschaftlich ihre Faible für alte Maschinen, Werkzeuge und Handwerkskunst auszuleben – und Besucher zu empfangen. Vor rund 17 Monaten ließ das Coronavirus das Schmiedefeuer dauerhaft erkalten, den Dampfmaschinen nahm es die Puste. Nun, da die Infektionszahlen es zulassen und das ehrenamtliche Team Grips und Geld in ein modernes Hygienekonzept investiert hat, freuen sich die Technikfreunde auf ein Wiedersehen.
Technikmuseum Freudenberg hat sich auf Corona-Neustart gut vorbereitetDer Neustart am Sonntag lief gut an.

nja Freudenberg. Die voluminösen Belüftungssysteme hängen unter der Decke und fallen eigentlich gar nicht weiter auf: Sie passen ins Ambiente. Moderne Hightech ermöglicht es den Aktiven des Technikmuseums Freudenberg seit Sonntag, wieder gemeinschaftlich ihre Faible für alte Maschinen, Werkzeuge und Handwerkskunst auszuleben – und Besucher zu empfangen. Vor rund 17 Monaten ließ das Coronavirus das Schmiedefeuer dauerhaft erkalten, den Dampfmaschinen nahm es die Puste. Nun, da die Infektionszahlen es zulassen und das ehrenamtliche Team Grips und Geld in ein modernes Hygienekonzept investiert hat, freuen sich die Technikfreunde auf ein Wiedersehen.

Technikmuseum Freudenberg hat sich auf Corona-Neustart gut vorbereitet

Der Neustart am Sonntag lief gut an. Neben Desinfektionsspender, Maskenpflicht und Abstandsregeln wird nun penibel darauf geachtet, dass sich nicht mehr als 120 Leute zur gleichen Zeit auf den Etagen tummeln, für die nun zudem eine Einbahnregel gilt. Doris und Günter Klöckner an der Kasse erhalten vom elektronischen Zähler ein Signal, wenn das Limit erreicht wird. Sonntag, um die Mittagszeit, sind die ersten wissbegierigen Besucher schon wieder unterwegs, die Spinngruppe zeigt Fingerspitzengefühl, eine handvoll Kinder hat soeben mit Gudrun Denker Dampfschiffe gebastelt. Styropor, eine Kerze und ein mit Wasser gefülltes ausgeblasenes Ei sind die Herzstücke dieses pfiffigen Boots, das dem Nachwuchs spielerisch zeigt, wie Dampf-„Maschinen“ funktionieren: Dampf hat Kraft!

„Nachwuchsarbeit ist uns sehr wichtig“; sagt Alexander Fischbach. Die Jugendgruppe sei geschrumpft – schon vor der Pandemie, räumt er ein. Junge Mitstreiter sind ebenso willkommen wie ein neuer Jugendleiter. Dieses Amt hat seit Jahrzehnten Alfred Bode inne. Mit seinen 93 Jahren freut er sich auf eine Ablösung.
Im Café haben sich die nun schmucklosen Tischreihen gelichtet, neue Luftfiltertechnik ist auch hier im Einsatz. Auf die Bewirtung möchte das Team nicht verzichten. Abgesehen davon, dass jeder Cent an Einnahmen wichtig ist, „gehört es einfach dazu“, sagt Fischbach. Ja, der Waffelduft ist verführerisch. Wir gelangen in die erste große Maschinenhalle, wo sich die Schmiede Bernd Peleikis und Bernd Scharrenberg schon akustisch bemerkbar machen. Die nächste Neuheit inmitten der alten Technik verschafft den Besuchern einen Überblick über das Museum: Auf mehreren Touch–screen-Bildschirmen erscheinen per „Klick“ Fotos, Filme, aber auch Informationstexte. Hier bekommt der Besucher mehr als einen ersten Überblick. Pressesprecher Alexander Fischbach: „Es laufen ja auch nicht immer alle Maschinen. Daher haben wir Videos mit künstlerischem Anspruch gedreht.“ Infos gibt es auch über frühere Ausstellungen und Feste. Besondere Events sind vorerst nicht geplant. Tausende Besucher pro Wochenende zogen sie in der Vergangenheit schon an. Das ist nun leider nicht zeitgemäß. 2022 aber wird das Museum 20 Jahre alt.

Technikmuseum Freudenberg plant Bau einer "Feuermaschine"

Und das soll gefeiert werden. Ob bis dahin das neueste Projekt Vorführungsreife erlangt hat? Zu wünschen wäre es den Aktiven. Sie realisieren derzeit den Bau einer „Feuermaschine“. „Das war der Vorläufer der Dampfmaschine und ist das Symbol der industriellen Revolution“, erklärt Fischbach. „Ist sie funktionsfähig, besitzen wir die einzige auf dem europäischen Festland. In England und Neuseeland sind welche im Einsatz. Mit Neuseeland stehen wir auch schon in Kontakt.“
Im Erdgeschoss wurde bereits ein Bereich geklinkert, auf dem das Unikat – sechs Meter hoch und vier Meter breit – stehen soll. Während der Pandemie wurde „ausgemistet“ und geräumt. Auf der Empore soll der Schwerpunkt auf die Industriegeschichte gesetzt werden, unten wird Freiraum für Veranstaltungen benötigt. „Wir sind schließlich ein Eventmuseum“, sagt Fischbach. Verlässliche Mitstreiter sind sehr willkommen. Wer Interesse hat, darf sich gern an ihn wenden – a.fischbach@technikmuseum-freudenberg.de.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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