SZ

Anwohner ärgern sich über Lärm und Müll
"Partymeile" am Gambachsweiher

Freitagabend, 20 Uhr: Die ersten Jugendlichen treffen am Gambachsweiher ein. Sie reden, trinken, rauchen und hören laut Musik. Davon fühlen sich die Anwohner zunehmend gestört.
  • Freitagabend, 20 Uhr: Die ersten Jugendlichen treffen am Gambachsweiher ein. Sie reden, trinken, rauchen und hören laut Musik. Davon fühlen sich die Anwohner zunehmend gestört.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sp Freudenberg. Der Gambachsweiher ist ein idyllischer Ort in Freudenberg. Spaziergänger laufen ihre Runden um das Gewässer, Fahrradfahrer pausieren auf den aufgestellten Bänken, Kinder beobachten die Enten und Fische. Wenn es aber auf die späten Abendstunden zugeht, dann werden Ruhe und Idylle häufig unterbrochen. Der Bass dröhnt, die Flaschen klirren, laut wird geredet und gelacht – manchmal auch geschrien. Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich dort und bleiben auch bis in die frühen Morgenstunden. Anwohner fühlen sich zunehmend von der Lautstärke gestört. Im Gespräch mit der SZ sprechen sie über ihren Unmut.
Lärm und unerlaubtes Baden im WeiherAls „Partymeile“ bezeichnet Stephanie Stockschläder das Gelände.

sp Freudenberg. Der Gambachsweiher ist ein idyllischer Ort in Freudenberg. Spaziergänger laufen ihre Runden um das Gewässer, Fahrradfahrer pausieren auf den aufgestellten Bänken, Kinder beobachten die Enten und Fische. Wenn es aber auf die späten Abendstunden zugeht, dann werden Ruhe und Idylle häufig unterbrochen. Der Bass dröhnt, die Flaschen klirren, laut wird geredet und gelacht – manchmal auch geschrien. Jugendliche und junge Erwachsene treffen sich dort und bleiben auch bis in die frühen Morgenstunden. Anwohner fühlen sich zunehmend von der Lautstärke gestört. Im Gespräch mit der SZ sprechen sie über ihren Unmut.

Lärm und unerlaubtes Baden im Weiher

Als „Partymeile“ bezeichnet Stephanie Stockschläder das Gelände. Sie wohnt mit ihrem Mann seit 2017 in einer Wohnung der neu gebauten Häuser in nächster Nähe zum Weiher. Sie berichtet, dass die jungen Leute sich nicht nur laut unterhielten und Musik hörten, sondern auch in dem Weiher baden würden (das ist nicht erlaubt), und sie beobachte „Wildpinkler“, die häufig den Fluchtweg nah an den Häusern nutzten, um ihr Geschäft zu verrichten. Und Bewohner Harald Thamm sagt, dass er schon mehrfach Drogenkonsum beobachtet habe.

"Ich komme nicht zur Ruhe"

Er leide unter Schlafmangel: „Das Schlimmste ist, dass ich nachts nicht zur Ruhe komme.“ Wenn er abends Lärm höre, „dann ist der Puls hoch, weil man nicht weiß, wie lange das geht“. Auch seinen Balkon nutze er in den Abendstunden ungern, er ist in Richtung Weiher gebaut worden und fast darunter befindet sich eine Sitzgruppe, an der sich die Menschen sammeln. „Früher habe ich gedacht, warum entscheiden sich Leute für eine Wohnung Richtung Straße, jetzt wünschte ich, ich hätte dort eine.“

Müll landet nicht in den Eimern

„Die Wohnungen waren gut und teuer“, sagt Rolf Stegmaier. Als Vermieter habe er ein Problem, wenn die Mieter dort nicht mehr leben wollten. Er ärgert sich auch über den vielen Müll, der oft nicht in den aufgestellten Eimern lande. Eine Menge Kronkorken und Zigarettenstummel am Boden weisen daraufhin, wie am Weiher „gefeiert“ wird.
Sowohl Mieter als auch Eigentümer der Wohnungen haben sich bereits an die Polizei, das Ordnungsamt und die Bürgermeisterin gewandt. Zum Teil habe er nicht Mal eine Antwort erhalten, sagt Stegmeier. Die Forderung: Maßnahmen wie ein Alkohol- oder Versammlungsverbot. „Es passiert nichts“, sagt Stegmeier.

Polizei: Keine Häufung von Einsätzen

Überall in Freudenberg gebe es Plätze, an denen sich Jugendliche versammelten, sagt Kersten Martin, Leiter des Ordnungsamt in Freudenberg. Am Gambachsweiher werde mehrfach wöchentlich gemeinsam mit der Polizei kontrolliert. Es habe schon Verwarnungen und auch Platzverweise gegeben. Eine Sperrstunde oder Ähnliches, wie es jetzt in Siegen angeordnet wurde, sei nicht verhältnismäßig, sagt Martin. Hier gehe es nur um kleine Gruppen, und die Plätze sollten von der Allgemeinheit genutzt werden können. Außerdem: „Irgendwo müssen sich die jungen Leute treffen.“
Die Kreispolizeibehörde teilte mit, dass es dort keine Häufung von Einsätzen und auch „kein Problem mit Drogen“ gebe.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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