Politik wich der Kunst

Die Schauspielerin Barbara Kratz, gekonnt und furios, schlüpfte beim Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ in alle 28 Rollen, die das Stück in der Bearbeitung von F. K. Waechter zu bieten hat.  Foto: ole
  • Die Schauspielerin Barbara Kratz, gekonnt und furios, schlüpfte beim Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ in alle 28 Rollen, die das Stück in der Bearbeitung von F. K. Waechter zu bieten hat. Foto: ole
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ole Freudenberg. „Wir sind zur Zeit noch am Experimentieren, aber es soll eine ganze Veranstaltungsreihe im Ratssaal geben.“ Mit diesen Worten begrüßte Hausherr und Bürgermeister Eckhard Günther die zahlreichen Gäste am vergangenen Freitag im neuen Ratssaal der Stadt Freudenberg zu einer kulturellen Veranstaltung des KulturFleckens Silberstern. Der Ratssaal selbst war nicht wiederzuerkennen, wie in einem kleinen Theater oder Kino standen die Stuhlreihen, und kräftige Scheinwerfer beleuchteten eine kleine Improvisationsbühne mit gewollter Minimalausstattung. Auch der Eingangsbereich mit Garderobe erinnerte an diesem Abend ebenfalls eher an Theater als an den Eingang zum Ratssaal.

Dort, wo sonst, fast ist man geneigt zu sagen, die politischen Märchen erzählt und diskutiert werden, stand an diesem Abend ein Märchen der Brüder Grimm auf dem Programm.

Der KulturFlecken Silberstern hatte die Schauspielerin Barbara Kratz engagiert: „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ als ein Furioso für eine Schauspielerin stand auf dem Programm. Ein Stück für Menschen im Alter von acht bis 99 Jahren, wie Bürgermeister Günther mit Blick auf die älteste Anwesende im Raum noch besonders feststellte. Barbara Kratz spielt in diesem Stück von F. K. Waechter nach dem Märchen der Brüder Grimm im rasanten Wechsel alle 28 Rollen (26 Leute und zwei Tiere) der Geschichte und macht die Bühne zum Weltall, zur Räuberhütte, zu Königsschloss, Himmel und Hölle. Offene und verdeckte Umzüge, Maskenspiel, Verwandlungen, Musik und Tanz ließen den Abend zum Augen- und Ohrenschmaus werden.

Zum Inhalt: „Es ist schon ein paar Tage her, da schlurfte des Teufels Großmutter über die Erde. Plötzlich tanzte ihr einer auf dem Kopf herum, das war der Bauersknecht. Wie es dem wackeren Manne ergeht, was er anstellt, um die Königstochter und ein ganzes Königreich zu erlangen“, das erzählten die guten alten Brüder Grimm in ihrem Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“.

Friedrich Karl Waechter, der als Meister des hintergründigen Humors gilt, hat sich der fantastischen Geschichte angenommen und sie für die Bühne bearbeitet. Herausgekommen ist dabei unter der Regie von Juliane Koren ein temperamentvoller Theaterspaß für alle Generationen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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