Schulentwicklungsplanung eingefordert

pebe Freudenberg. Zu seiner ersten Sitzung trat gestern der nach der Kommunalwahl neu gebildete Schul- und Sportausschuss der Stadt Freudenberg zusammen. Der Ausschuss setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen, je fünf von CDU und SPD und je eines von FDP, Grünen und Alternativer Liste. Dazu kommen zwei beratende Mitglieder in Schulangelegenheiten sowie ein Vertreter der Stadtsportverbands.

Unter anderem mussten die Ausschussmitglieder gestern die Zügigkeit für die Eingangsklassen der Grundschulen im kommenden Schuljahr festlegen. Schulrätin Ingrid Walder (Kreis Siegen-Wittgenstein) erläuterte aus Perspektive der Schulaufsicht die Berechnungsgrundlagen für die Eingangszügigkeit der Grundschulen. Vom Land, so Walder, werde klar festgelegt, wie viele Kinder auf eine Lehrerstelle kämen. Dies seien derzeit 23,42 pro Lehrerstelle mit 28 Unterrichtsstunden, aufgerundet 24 als „Klassenfrequenzrichtwert“. Die Bandbreite im Primarbereich betrage 18 bis 30 Schüler.

Die Schulträger, so hieß es in der Vorlage der Verwaltung, seien verpflichtet, durch schulorganisatorische Maßnahmen angemessene Schul- und Klassengrößen zu gewährleisten. In den vergangenen Jahren seien in Freudenberg bereits mehr Eingangsklassen gebildet worden als nach den Regelungen vorgesehen. Aufgrund der Anmeldungen für das kommende Schuljahr seien nun insgesamt sieben Eingangsklassen an den vier Freudenberger Grundschulen (GS) vorgesehen, zwei Eingangsklassen in der GS Alchen, eine in der GS Büschergrund und je zwei Klassen in Freudenberg und Oberfischbach.

Die Prognose, so die Verwaltungsvorlage weiter, werde nach Aufhebung der Schulbezirke schwieriger, wenngleich auch kein ausgeprägter „Schultourismus“ zu erwarten sei. Aufgrund der der „negativen Bevölkerungsentwicklung“ könnten auch in den kommenden Jahren voraussichtlich nur noch sieben bzw. sechs Eingangsklassen gebildet werden.

Der Ausschuss beschloss einstimmig die vorgeschlagenen sieben Eingangsklassen. Gegen drei Neinstimmen und zwei Enthaltungen beauftragte das Gremium zudem die Verwaltung, im Rahmen der anstehenden Schulentwicklungsplanung auch den Primarbereich zu untersuchen, „mit dem Ziel, auch künftig eine wohnortnahe Beschulung an vier Standorten unter Berücksichtigung angemessener Klassen- und Schulgrößen zu gewährleisten“. Dies, so der Ausschussvorsitzende, Horst Fischer (SPD), sei „ein klares Bekenntnis zu den Standorten“. Kornelia Busch-Pfaffe (CDU) mochte dem jedoch nicht zustimmen, weil es für sie noch nicht ausgemacht sei, dass alle Standorte erhalten blieben.Busch-Pfaffe wollte zudem in der Sitzung von der Verwaltung Aussagen über den Schulentwicklungsplan „vor den Sommerferien“ einfordern. Horst Fischer verwies in diesem Zusammenhang auf einen gemeinsamen Antrag seiner Fraktion mit Grünen und AL, „für eine der kommenden Sitzungen“ eine Schulentwicklungsplanung aufgrund der aktuellen Schülerzahlen und ihrer Entwicklungsprognosen vorzulegen. Dabei sei auch „auf Basis des Elternwillens“ abzufragen, ob ein „Bedarf für eine Gesamtschule/gymnasiale Oberstufe“ bestehe. Er schlug vor, einen entsprechenden Auftrag an die Verwaltung in der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss am 17. März zu beraten. Grundsätzlich, so hieß es seitens der Verwaltung, werde es möglich sein, die Planung bis zu den Sommerferien vorzustellen. An zwei Terminen im März wollen sich die Ausschussmitglieder die Freudenberger Schulen anschauen, zunächst die Osterbergschule, das Schulzentrum und die Grundschule Büschergrund, später folgen die Grundschulen Freudenberg, Oberfischbach und Alchen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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