Kleinere Gewerbeflächen sollen in den Fokus
SPD sagt Nein zu Wilhelmshöhe-Nord

Die SPD verabschiedet sich vom geplanten Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-Nord am Ischeroth.
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nja Freudenberg. Die SPD verabschiedet sich vom geplanten Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-Nord am Ischeroth. Das sagte Fraktionssprecher Henrik Irle am Donnerstag im Rat und kündigte einen entsprechenden Antrag an. Das nicht unumstrittene Gewerbegebiet dürfte damit vom Tisch sein. Bühler und Büschergrunder können ihre langsam vergilbenden Protestschilder abbauen. Naturschützer hatten immer wieder protestiert, der Verein „Augen auf“ gründete sich mit dem Hauptziel, den Ischeroth als Naturrefugium zu erhalten.
Die SPD argumentiert nun: Ziel müsse es vielmehr sein, kleinere Gewerbeflächen zu entwickeln und auch über das Umnutzen bestehender, aber nicht mehr entsprechend genutzter Areale dem Entwicklungswunsch heimischer Unternehmen nachzukommen. Die bisherige Strategie, „immer wieder neue große Gewerbegebiete mit einhergehender massiver Versiegelung großer zusammenhängender Areale zu erschließen“, erscheine unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit nicht mehr zeitgemäß.

Naturschutz und Regionalplanung

Die Natur zeige in den vergangenen zwei Jahren in besonders alarmierender Weise „direkt vor unserer Haustür, dass ein Umdenken dringend geboten ist“. Hinzu komme, so die SPD: Das Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-Nord sollte als Mischgebiet entwickelt werden. „Diese mit den Bürgern kommunizierte Nutzung kann nun nicht mehr erfolgen“, sagte er mit Blick auf den Entwurf des Regionalplans: Nicht emittierendes Gewerbe solle künftig schließlich dem allgemeinen Siedlungsbereich zugerechnet werden. Ein Festhalten an den Plänen für Wilhelmshöhe-Nord sei auch aus diesem Grund nicht mehr vertretbar.

Grüne: Ist denn schon Weihnachten?

„Wir freuen uns riesig über die Entscheidung", erklärt Daniel Bugge, Vorsitzender des Stadtverbandes von Bündnis 90 / Die Grünen,  in einem Pressepapier und fragt sich: "Ist denn schon Weihnachten?" Dass nun auch die Sozialdemokraten immer wieder neue große Gewerbegebiete "mit einhergehender massiver Versiegelung großer zusammenhängender Areale zu erschließen als nicht zeitgemäß erachten", sei zu begrüßen.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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