Anwohner griffen zur Trillerpfeife
"Straßen saniert, Bürger ruiniert"

Die Grundstückseigentümer des Nüssebergwegs wünschen sich eine bessere Regelung wenn es um die Finanzierung von Straßensanierungen geht. Am Dienstagabend demonstrierten sie vor dem Freudenberger Rathaus.
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  • Die Grundstückseigentümer des Nüssebergwegs wünschen sich eine bessere Regelung wenn es um die Finanzierung von Straßensanierungen geht. Am Dienstagabend demonstrierten sie vor dem Freudenberger Rathaus.
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sos Freudenberg. Er glaubt zwar nicht, dass die Straßenbaubeiträge nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG) abgeschafft werden, kampflos aufgeben will er aber auch nicht: Tobias Bröcker wohnt am Freudenberger Nüssebergweg, der für rund 920 000 Euro saniert werden soll. Nicht nur er, sondern auch seine Nachbarn fürchten die hohen Kosten, die auf sie zukommen. Deswegen haben sie sich am Dienstagabend gemeinsam auf den Weg zum Rathaus gemacht. Dort hatte der SPD-Ortsverein Freudenberg zu einer Infoveranstaltung eingeladen.

Eigenanteil der Grundstückseigentümer senken

Nur 14 Häuser stehen am Nüssebergweg; rund 40 000 Euro müsse ein Haushalt für die Maßnahme zahlen, rechnete Bröcker vor, wobei die genauen Kosten von der Grundstücksgröße abhängen. Wenn der Eigenanteil der Grundstückseigentümer doch wenigstens „nur“ bei 50 Prozent liegen würde – in Freudenberg liegt er bei 80 Prozent –, „dann könnte man ruhiger schlafen“.

Anlieger demonstrierten vor dem Rathaus

Mit Trillerpfeifen „bewaffnet“ und Schildern in der Hand zogen die Nüssebergweg-Anwohner mit Freunden und Bekannten in Richtung Rathaus. Bis zum Beginn der Infoveranstaltung machten sie in glühender Hitze weiterhin auf sich aufmerksam und riefen: „Straßen saniert, Bürger ruiniert!“ Irgendwann brachte Henrik Irle, Vorsitzender der Freudenberger SPD, ihnen eine Kiste Wasser. „Setzen Sie sich doch mal mit den Bürgern auseinander“, forderte ein Anwohner gleich. Erst mal müsse man abwarten, was das Land sagt, so Irle. Bezüglich des Eigenanteils in Freudenberg machte er immerhin ein bisschen Hoffnung: „Die 80 Prozent sind damals im Nothaushalt entstanden. Da müssen wir drüber sprechen.“ Für die Anlieger des Nüssebergweges wäre das ein kleiner Gewinn: Sie könnten wieder ruhig schlafen.

Autor:

Sonja Schweisfurth (Redakteurin) aus Siegen

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