Top-Wetter zum CHIOP-Auftakt

Irischer Doppelsieg im Erzquell-Springen / Deutsche in der Dressur Klasse für sich

geo Niederndorf. »Wenn wir den Top-Reitern immer so ein Wetter versprechen könnten, wie wir es heute haben, könnten wir bei den ganz Großen im Reitsportgeschehen mitmischen!« Gerd Burgmanns Zitat zum Auftakttag des CHIOP Deutschlands drückte Freude und Betrübnis zugleich aus. Besser hätte nämlich auch für den 1. Vorsitzenden des Reitvereins Giebelwald der gestrige Tag kaum laufen können, bei dem sich Reiter und Pferde aus 13 Nationen in den verschiedenen Prüfungen auf die Hauptereignisse dieses bedeutendsten Pony-Reitturniers Deutschlands heute und morgen auf der Hube einstellen konnten. Die Kümmernis in den Gedanken des Niederndorfer Reiterbosses drückte freilich auch aus, dass man bei dem immensen Aufwand schon für dieses Großereignis einfach an den Grenzen des Machbaren angelangt ist.

Knapp 100 internationale Ponyreiter von Irland bis Italien, dazu 140 deutsche Nachwuchsreiter mit rund 200 Pferden - das erfordert größte logistische Anstrengungen vor allem bei der Unterbringung der Gäste, die überwiegend schon seit Dienstag das Reitgelände »Auf der Hube« in Beschlag genommen haben. Rund um das Reitgelände bietet sich gleichwohl ein eindrucksvolles Bild des technisch Machbarem im Automobilbau, reihen sich millionenschwere Großtransporter aus England und Skandinavien Meter um Meter aneinander.

Und doch ist das CHIOP in erster Linie ein Treffen der Jugend Europas. Englisch ist die Turniersprache, und wenn einem nicht gerade breites Oxford-Englisch in bester britischer Tradition entgegenschallt, so lernen sich doch die vielen jungen Reiter aus Skandinavien oder den Benelux-Staaten bei den Gesprächen in den Stallungen oder am Rande der Reitplätze via Schul-Englisch näher kennen.

Starke Dänen im Springparcours

Anders sieht es freilich aus, wenn der Sport in den Vordergrund rückt. Die gestrigen Prüfungen waren zwar in erster Linie als Test-Wettbewerbe für die internationalen Preise heute und Morgen vorgesehen, doch den Zuschauern »Auf der Hube« wurde bereits perfekter Reitsport serviert. Im international ausgeschriebenen M-Springen der Erzquell-Brauerei dominierten die irischen Nachwuchsreiter, die auch für den morgigen »Preis der Nationen« zu den Favoriten gehören. Mark McAuley legte auf »Shalom Outlaw« den schnellsten Null-Fehler-Ritt hin, sein Landsmann Anthony Condon (»Mr. Polo Bear«) belegte Platz 2. Mit der Dänin Melanie Vestergaard auf »Reape's Pride« auf Platz 3 deutete sich skandinavische Konkurrenz an, denn unter den »Top Ten« dieser Prüfung platzierten sich gleich vier Dänen.

Anders die Lage im Dressur-Viereck. Hier dürfte die Dominanz der deutschen Reiterinnen kaum zu brechen sein, die in bester Dressur-Tradition an die großen Erfolge deutscher Reiter anzuknüpfen scheinen und auch für den heutigen »Preis der Nationen« favorisiert sind. Die gestrige internationale Einlaufprüfung der Klasse L sah gleich acht deutsche Amazonen auf den ersten Rängen. Entsprechend lautstark gefeiert von ihren jeweiligen Landsleuten wurden daher bei der Siegerehrung die Plätze 9 und 10, belegt von einer schwedischen und einer holländischen Reiterin. Siegerin dieser Prüfung war die Bonnerin Katharina Winkelhues auf »Dressman« mit 982 Punkten.

Schöllhorn drückte aufs Tempo

Gegen die geballte Konkurrenz der besten deutschen (und internationalen) Pony-Reiter haben es die Lokalmatadoren besonders schwer. Um so mutiger ihr Einsatz auf der Hube. Am gestrigen Tage konzentrierte sich das Augenmerk zunächst auf die beiden Giebelwälder Geschwister Nina und Tim Mielke. Zwei Konzentrationsfehler an den letzten Hindernissen vermasselten Tim Mielke auf »Tony Stone« eine ordentliche Platzierung in einer L-Pony-Springprüfung. »Zufrieden« zeigte sich hingegen Schwester Nina, die altersbedingt in diesem Jahr erstmals auf Großpferden startet. Beim Heimturnier sattelt sie ausschließlich »Josephine« und verpasste hier in einer M/B-Springprüfung nur aufgrund einer Zeitüberschreitung eine Platzierung. Nicht so gut lief es in der letzten Prüfung des gestrigen Tages, wo sie gleich drei Springfehler erritt. »Es war für mein Pferd das erste schwere Springen dieser Art. Deshalb bin ich recht zufrieden«, meinte die Niederndorfer Reitamazone. Besser erging es im besagten letzten Springen Philipp Schöllhorn vom Reitverein Hollekusse, der gleich zwei Pferde sattelte und sich mit seiner »Black Lady« als Siebter so eben noch platzierte Ein Fehler beim immerhin zweitschnellsten Ritt der gesamten Konkurrenz waren seine Bilanz.

Die Plätze 8 und 6 in zwei A-Dressuren waren die respektablen Ergebnisse für Friederike Klöckner vom RFV Netphen auf »Canada«. Dagegen kam Petra Nippgen jun. vom Siegener Reitverein auf »Mr. President« nach einem Springfehler in einem weiteren L-Springen nicht mehr für eine vordere Platzierung in Frage.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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