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Umweltausschuss winkt höhere Zuwendungen für Feuerwehr durch
"Treueprämie" für die Kameraden

Der Umweltausschuss winkte höhere Zuwendungen für Freiwillige Feuerwehr Freudenberg durch.
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cs Freudenberg. „Eigentlich sollten wir eine Fete machen“, frohlockte Ausschussvorsitzender Arno Krämer (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gremiums für Umwelt, Energie, Natur und Feuerschutz. Mit einstimmigem Votum winkten die Politiker Anpassungen und Ergänzungen der Zuwendungen an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Freudenberg durch. „Das ist eine ganz wichtige Richtung, ein toller Schritt, der gemacht wird“, verlieh Krämer seiner Begeisterung Nachdruck. Feuerwehr-Chef Rainald Thiemann richtete ein „ganz großes Dankeschön“ an das Gremium und bezeichnete den Beschluss als „sehr gute Entscheidung“.
Deutlicher Anstieg der AufwandsentschädigungenVor einigen Wochen beantragten die Grünen die Einführung einer „Feuerwehrrente“.

cs Freudenberg. „Eigentlich sollten wir eine Fete machen“, frohlockte Ausschussvorsitzender Arno Krämer (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gremiums für Umwelt, Energie, Natur und Feuerschutz. Mit einstimmigem Votum winkten die Politiker Anpassungen und Ergänzungen der Zuwendungen an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Freudenberg durch. „Das ist eine ganz wichtige Richtung, ein toller Schritt, der gemacht wird“, verlieh Krämer seiner Begeisterung Nachdruck. Feuerwehr-Chef Rainald Thiemann richtete ein „ganz großes Dankeschön“ an das Gremium und bezeichnete den Beschluss als „sehr gute Entscheidung“.

Deutlicher Anstieg der Aufwandsentschädigungen

Vor einigen Wochen beantragten die Grünen die Einführung einer „Feuerwehrrente“. Die Verwaltung schlug jedoch vor, stattdessen die Zuwendungen anzupassen und um eine „Treueprämie“ zu ergänzen (die SZ berichtete). Fachausschuss und Rat winkten den Beschluss schnell durch – jetzt lieferte die Stadtverwaltung bereits Fakten. Die Aufwandsentschädigungen etwa werden deutlich steigen. Künftig soll der Leiter der Feuerwehr jährlich 5258,40 Euro statt wie bisher 2040 Euro bekommen. Der Stellvertreter bezieht demnach in Zukunft 2629,20 Euro (bisher: 1200 Euro). Aufwandsentschädigungen orientieren sich übrigens an denen der kommunalpolitisch Tätigen. Grundlage ist das 2016 in Kraft getretene Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz. In der jüngeren Vergangenheit hatten andere Kommunen des Kreisgebietes entsprechende Anpassungen vorgenommen, vor einem Jahr etwa die Gemeinde Neunkirchen (die SZ berichtete).

Entschädigung für den Stadtkinderfeuerwehrwart

Auch Löscheinheitsführer, die jeweiligen Gerätewarte in den Einheiten, der zentrale Atemschutzgerätewart, der Stadtjugendfeuerwehrwart sowie der Pressesprecher der Blauröcke können sich auf höhere Zahlungen freuen – die Steigerungsrate der Aufwandsentschädigungen beträgt mindestens 50 Prozent des bisherigen Satzes, bei den Gerätewarten in Abhängigkeit von Einheitsgröße und Einsatzhäufigkeit. Der Stadtkinderfeuerwehrwart habe bislang keine Entschädigung erhalten, solle aber künftig ebenfalls entsprechend seiner Funktion entschädigt werden, erklärt die Verwaltung in der Vorlage. Auch die Übungsgelder (aktivitätsabhängige Pauschale an die jeweilige Löscheinheit für jedes aktive Feuerwehrmitglied, das an mindestens zehn Übungen der jeweiligen Löscheinheit pro Jahr teilgenommen hat) werden angehoben, hier beträgt die Steigerungsrate 100 Prozent. Löscheinheiten bekommen in Zukunft etwa 15 Euro je Mitglied (bisher 7,67 Euro). Für die Mitglieder der Kinderfeuerwehr soll ebenfalls ein Übungsgeld gezahlt werden, unabhängig von der Übungshäufigkeit. Anhebungen der Schlussübungszuwendungen, der Zuschüsse zur Feuerwehrwehrschlussübung, der Gästepauschalen (als Zuwendung an die jeweilige Löscheinheit zur Bewirtung ihrer Gäste im Rahmen der Abschlussübung) sowie der Pauschalen an die jeweiligen Löscheinheiten runden die Anpassungen ab.

Einführung einer "Treueprämie"

Ganz neu ist die „Treueprämie“: Für ihre langjährige Mitgliedschaft erhalten Kameraden künftig eine finanzielle Anerkennung, gerechnet wird ab dem Eintritt in die aktive Wehr oder die Unterstützungsabteilung. 250 Euro fließen nach 15 Jahren im Dienst, 500 Euro nach 25 Jahren. Nach 35 Jahren steigt die Prämie auf 1000 Euro, 1500 Euro gibt es für 45-jährige Mitgliedschaft. Wer der Freiwilligen Feuerwehr 50 Jahre die Treue hält, bekommt 2000 Euro. 20 Jubilare sind die ersten Nutznießer der „Treueprämie“ und erhalten insgesamt 14 250 Euro.
Im Zuge der Anpassungen rechnet das Rathaus mit einem Mehraufwand in Höhe von 28 000 Euro, die für die kommenden Haushaltsjahre eingeplant werden müssen. Das letzte Wort hat der Rat – das Stadtparlament kommt am Donnerstag, 5. Dezember, zur letzten Sitzung für das Jahr 2019 zusammen.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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