Initiative zum Erhalt des Ischeroth
"Unangemessene Planung"

sz Freudenberg. „Wann endlich merkt die Freudenberger Bürgermeisterin (Nicole Reschke, Anm. d. Red.), dass sie so nicht mehr durchregieren kann“, fragt sich Peter Künstler aus Bühl von der Initiative zum Erhalt des Ischeroth. Für die Bevölkerung sei klar, dass eine stabile Umwelt unabdingbar für die menschliche Existenz sei, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. „Die NRW-Umweltministerin hat Recht, wenn sie die aktuellen Zahlen über das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Artensterbens als beängstigend und als ‚Weckruf‘ bezeichnet“, äußert sich Friedhelm Höfer aus Bühl und bezieht sich damit auf Äußerungen von Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zu aktuellen Zahlen des Weltbiodiversitätsrates.
Die Politikerin hatte bei den Gründen für den Artenschwund den Waldverlust ausdrücklich genannt. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sage, dass die Menschheit an dem Ast säge, auf dem sie sitze und man sei dabei, die eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören.

"Lageeinschätzung scheint im Rathaus nicht anzukommen"

„Diese Lageeinschätzung scheint in der Führungsetage des Freudenberger Rathauses noch nicht angekommen zu sein“, so Rolf Kolb. Geradezu bleibendes Unverständnis bestehe in weiten Teilen der Bevölkerung, dass der „Luftkurort Freudenberg“ an exponiertester und weithin sichtbarer Stelle – dem Ischeroth – ein großes Gewerbegebiet schaffen will.
Wie artenreich sich die Vogelwelt dort gestaltet, hätten zahlreiche Mitglieder der Initiativen aus Bühl und Büschergrund jetzt vor Ort erleben können. Bei einer mehrstündigen Wanderung mit dem Vogelexperten Markus Ising aus Alchen sei erkennbar geworden, welche Vielzahl von heimischen Singvögeln hier entdeckt werden könnten. „Wer mit offenen Augen und Ohren durch dieses Gebiet geht, erkennt immer mehr, wie wichtig der Erhalt des Ischeroth für Flora und Fauna, wie für die gesamte Stadt Freudenberg ist,“ so Jörg Bruland aus Büschergrund.

Positionierung von CDU und SPD gefordert

„Zugleich erwartet die Initiative, dass sich nun auch die Freudenberger Fraktionen von CDU und SPD angesichts dieser Sachlage eindeutig gegen die völlig unangemessene Planung ,Wilhelmshöhe-Nord’ aussprechen“, fordert die Initiative abschließend mit Bezug auf die Aussagen der beiden Umweltministerinnen.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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