Verluste bei Stadtwerken

pebe Freudenberg. Geschäftsbericht, Jahresbericht und Lagebericht des Gesamtbetriebs Stadtwerke 2008 und seiner Betriebszweige Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung standen gestern Abend im Rat der Stadt Freudenberg zur Diskussion. Der Gesamtbetrieb schließt nach der Verwaltungsvorlage mit einem Verlust von 121 812,63 Euro ab. Die Verluste verteilen sich mit 85 362, 25 Euro auf die Wasserversorgung und mit 36 450,38 Euro auf die Abwasserentsorgung.

Das Verlustergebnis beim Betriebszweig Wasserversorgung begründete die Verwaltung mit „sinkenden Wasserverkäufen“. So seien im Wirtschaftsjahr 2008 in Freudenberg lediglich 778 000 Kubikmeter Wasser verkauft worden. Der Umstand sei „nicht förderlich“, hatte der kaufmännische Betriebsleiter Hans-Jürgen Rowald schon am Mittwoch im Betriebsausschuss erklärt. Die Tendenz zum Wassersparen habe sich bereits im vorherigen Jahr abgezeichnet (2006 noch 807 000 Kubikmeter, 2007 rund 780 000 Kubikmeter). Dem habe der Planansatz für 2009 mit einem Verkauf von 800 000 Kubikmeter Rechnung getragen. Dieser Weg, so Rowald, nicht mehr von hohen Wassermengen auszugehen, müsse weiter beschritten werden – ein Problem, denn „der Apparat muss ja weiter vorgehalten werden“.

Ein ähnliches Bild zeichnete die Verwaltung beim Betriebszweig Abwasserbeseitigung. Die abgerechnete Abwassermenge habe im Vergleich zum Vorjahr „stagniert“. Der Planansatz für 2008 (740 000 Kubikmeter) sei um 20 000 Kubikmeter unterschritten worden. Die Diskussion im Stadtparlament, das sich gestern in der bisherigen Zusammensetzung zu seiner letzten Sitzung der ablaufenden Wahlperiode traf, blieb indes aus. Das Gremium stellte das Ergebnis so fest und „winkte es durch“.

Auf den Ernst der Lage hatte jedoch schon am Mittwoch Herbert Hainke als Vorsitzender des Betriebsausschusses hingewiesen. Im Ausschuss bemerkte er, er habe überschlägig nachgerechnet und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der „Schuldenstand in beiden Zweigen sich in den vergangenen fünf Jahren um 33 Prozent erhöht habe. Hainke: „So kann es nicht weitergehen.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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