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Anlagen in Büschergrund vorerst wieder in Betrieb
Windräder auf dem Knippen laufen rund

Seit September vergangenen Jahres befanden sich die drei Windräder auf dem Knippen im sogenannten Trudelbetrieb. Seit einigen Tagen laufen sie nun wieder rund – zumindest bis zum 29. Februar.
  • Seit September vergangenen Jahres befanden sich die drei Windräder auf dem Knippen im sogenannten Trudelbetrieb. Seit einigen Tagen laufen sie nun wieder rund – zumindest bis zum 29. Februar.
  • Foto: Christian Schwermer (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

cs Büschergrund. Im September vergangenen Jahres sorgte das Oberverwaltungsgericht NRW für einen echten Paukenschlag, als es entschied, dass die Windräder auf dem Knippen bei Büschergrund vorerst nicht weiter betrieben werden dürfen. Der Senat bemängelte, dass die Zeiträume für die Untersuchungen zum Vorkommen des Rotmilans nicht ausreichten (die SZ berichtete ausführlich). Was Naturschützer als großen Erfolg feierten – die Naturschutzinitiative etwa sprach von einem erneuten „Rüffel“ für die Genehmigungsbehörde –, wurde sowohl bei der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein als auch bei dem Betreiberunternehmen mit Kopfschütteln registriert. Seit vergangenem Freitag (17. Januar) ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

cs Büschergrund. Im September vergangenen Jahres sorgte das Oberverwaltungsgericht NRW für einen echten Paukenschlag, als es entschied, dass die Windräder auf dem Knippen bei Büschergrund vorerst nicht weiter betrieben werden dürfen. Der Senat bemängelte, dass die Zeiträume für die Untersuchungen zum Vorkommen des Rotmilans nicht ausreichten (die SZ berichtete ausführlich). Was Naturschützer als großen Erfolg feierten – die Naturschutzinitiative etwa sprach von einem erneuten „Rüffel“ für die Genehmigungsbehörde –, wurde sowohl bei der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein als auch bei dem Betreiberunternehmen mit Kopfschütteln registriert. Seit vergangenem Freitag (17. Januar) ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Videos kursierten bei Facebook

Im sozialen Netzwerk Facebook berichteten Nutzer, dass sich die drei mächtigen Anlagen wieder drehten, nachdem diese zuvor für Monate in den sogenannten Trudelbetrieb versetzt worden waren. Entsprechende Videos von den munter rotierenden Blättern bestätigten diese Angaben. Tatsächlich habe man am vergangenen Freitag einen Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Arnsberg zugestellt bekommen, dass sich die Windräder bis zum 29. Februar drehen und Strom erzeugen dürften. „Danach entscheidet dann erst mal wieder das Gericht“, schrieb die Pressestelle des Kreishauses am Montag auf SZ-Anfrage. Hintergrund sei, dass sich die rechtliche Auseinandersetzung vor allem um die Umweltverträglichkeitsprüfung drehe und Vögel im Winter naturgemäß nicht sonderlich bedroht seien.

CPC Germania fürchtet die Insolvenz

Nähere Informationen lieferte Silke Camen. Die Pressedezernentin des Arnsberger Verwaltungsgerichts führte im SZ-Gespräch aus, dass der Betreiber – das Unternehmen CPC Germania – einen entsprechenden Antrag gestellt habe. Demnach habe der Betrieb mit Sitz in Rheine angegeben, dass die Insolvenz drohe, falls die Anlagen weiterhin nicht betrieben werden dürften. Daraufhin habe das Gericht eine „Grundsatzentscheidung“ gefällt und erst einmal beschlossen, dass die Windräder bis Ende Februar wieder Strom erzeugen dürfen. Ornithologische Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Rotmilan – der im Mittelpunkt der Umweltverträglichkeitsprüfung steht – nicht vor dem 1. März im Gebiet rund um den Knippen aufschlage. Für Mitte Mai sei die mündliche Verhandlung im Hauptsacheverfahren anberaumt, verriet Silke Camen.

Wie geht es ab dem 1. März weiter?

Offen sei, ob die Windräder vom 1. März bis Mai in Betrieb bleiben dürften – oder bis zur endgültigen Entscheidungen erneut in den Trudelbetrieb versetzt werden müssen. Zur Erklärung: Windenergieanlagen sollten nicht über Monate hinweg stillstehen, da dies zu Schäden an der Mechanik führen könnte. Im Trudelbetrieb drehen sich die Anlagen in reduziertem Maße weiter und speisen dabei durchaus Strom ins Netz ein, was rein rechtlich aber eben nicht als „echter“ Betrieb anzusehen ist.
CPC Germania war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Am Dienstag bestätigte das Unternehmen den Sachverhalt kurz und knapp.

Autor:

Christian Schwermer (Redakteur) aus Siegen

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