Friedenshort benötigt Fläche ab Sommer selbst
Zirkus Trumpf sucht neue Bleibe

Wer hat einen Platz für die Familien, ihre Tiere und Fahrzeuge? Juliette, Rebecca und Silvana Trumpf (v. l.) hoffen, dass sie bald auf einer neuen Fläche im Siegerland ihre Zelte aufschlagen können.
  • Wer hat einen Platz für die Familien, ihre Tiere und Fahrzeuge? Juliette, Rebecca und Silvana Trumpf (v. l.) hoffen, dass sie bald auf einer neuen Fläche im Siegerland ihre Zelte aufschlagen können.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sp Freudenberg. Fünf Jahre lang war die Schotterfläche gegenüber dem Bethesda-Krankenhaus in Freudenberg das Winterquartier des Zirkus Trumpf. Auch in der kalten Jahreszeit hieß es dort für die Besucher „Manege frei“. Normalerweise räumen die drei Familien mit ihren 20 Tieren und zahlreichen Fahrzeugen den Platz im Frühjahr, seit über einem Jahr sitzen sie dort aber fest. Die Corona-Pandemie hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht, gezwungenermaßen sind sie sesshaft geworden. Das Weiterziehen in andere Orte ist unmöglich geworden, Auftritte gibt es nicht.

Lage wird langsam prekär

Langsam wird die Lage prekär, jetzt muss der Zirkus den Platz der Stiftung des Diakonissenhauses Friedenshort räumen – ab Sommer benötigt die Eigentümerin die Fläche für eigene Baumaßnahmen. Gleich neben dem Gelände soll eine Altenhilfe-Einrichtung mit 80 Plätzen entstehen, das hatte der Friedenshort vergangenes Jahr angekündigt. Wo jetzt noch der Zirkus seine Zelte aufgeschlagen hat, müssen Material und Maschinen für die Baumaßnahmen gelagert werden. In Zukunft sind auf der Fläche außerdem eine Kita und eine Tagespflege geplant.

Familie Trumpf ist sehr dankbar

„Wir wollen nicht, dass die Leute denken, der Zirkus wird weggejagt, das ist auf keinen Fall so“, versichert Silvana Trumpf. Im Gegenteil, die Familie sei sehr dankbar, dass sie so lange dort bleiben durfte. „Jetzt geht es leider nicht mehr. Im Juni/Juli müssen wir hier weg. Aus diesem Grund suchen wir dringend einen neuen Stellplatz.“ Etwa 800 bis 1000 Quadratmeter groß sollte dieser sein. „Wir können auch alles eng zusammenstellen. Das ist kein Problem“, so Silvana Trumpf. Wasser- und Stromanschlüsse sollten allerdings vorhanden sein.

So gut wie keine Einnahmen

Einnahmen hat der Zirkus im Moment so gut wie keine, Geld- und Sachspenden gehen ein. Die Miete für den Platz übernehme im Moment das Jobcenter, die Familienmitglieder bekämen Hartz IV, erklärt Silvana Trumpf. Eine Vorstellung, wie hoch die Miete des neuen Platzes sein könne bzw. dürfe, hat sie auch: zwischen 400 und 700 Euro pro Monat.
Silvana Trumpf betont: „Wir kommen nicht mit einem Riesen-Zoo.“ Der Zirkus hat keine Raub- oder Wildtiere. Die größten Vierbeiner sind Alpakas. Außerdem ist der Familie wichtig, dass die zukünftige Fläche im Siegerland oder in der Umgebung ist. „Weil hier unsere Heimat ist“, betont die Familie.
Wer dem Zirkus weiterhelfen kann, kann sich unter der folgenden Nummer melden: (01 51) 25 89 13 65.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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