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Mädchen von Fortuna Freudenberg steigen nicht auf
Bundesliga-Traum geplatzt

Marco Pfennig und seine Co-Trainerin Mareike Schildt hätten das „Abenteuer Bundesliga“ gern in Angriff genommen – der Traum ist aber geplatzt.
  • Marco Pfennig und seine Co-Trainerin Mareike Schildt hätten das „Abenteuer Bundesliga“ gern in Angriff genommen – der Traum ist aber geplatzt.
  • Foto: Foto: Verein
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

krup Freudenberg. Für die B-Juniorinnen von Fortuna Freudenberg hätte sich in der kommenden Fußball-Saison ein sportlicher Traum erfüllen können: der Aufstieg in die Bundesliga! Doch dieser schöne Traum ist geplatzt.
Zur Faktenlage: In der abgebrochenen Saison 2020/21 spielten die Fortuna-Mädchen unter der Regie von Trainer Marco Pfennig in der zweigeteilten Regionalliga West und hatten ihre ersten drei Punktspiele gegen den SV Menden (3:1), beim 1. FC Köln U 16 (1:0) und gegen die DJK Südwest Köln (7:1) allesamt gewonnen – macht einen optimalen Punktequotienten von 3,0. Auf den gleichen Wert können die B-Juniorinnen von Arminia Bielefeld verweisen, die in der Parallelstaffel 2 schon vier Begegnungen ausgetragen hatten, die sie ebenfalls alle für sich entschieden.

krup Freudenberg. Für die B-Juniorinnen von Fortuna Freudenberg hätte sich in der kommenden Fußball-Saison ein sportlicher Traum erfüllen können: der Aufstieg in die Bundesliga! Doch dieser schöne Traum ist geplatzt.
Zur Faktenlage: In der abgebrochenen Saison 2020/21 spielten die Fortuna-Mädchen unter der Regie von Trainer Marco Pfennig in der zweigeteilten Regionalliga West und hatten ihre ersten drei Punktspiele gegen den SV Menden (3:1), beim 1. FC Köln U 16 (1:0) und gegen die DJK Südwest Köln (7:1) allesamt gewonnen – macht einen optimalen Punktequotienten von 3,0. Auf den gleichen Wert können die B-Juniorinnen von Arminia Bielefeld verweisen, die in der Parallelstaffel 2 schon vier Begegnungen ausgetragen hatten, die sie ebenfalls alle für sich entschieden.

B-Juniorinnen-Bundesliga werden aufgestockt

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nun beschlossen, die insgesamt drei B-Juniorinnen-Bundesligen (West/Südwest, Süd und Nord/Nordost) um jeweils zwei Vereine auf maximal 14 Teams aufzustocken. Absteiger aus den Bundesligen gibt es keine.
Die untergeordneten Regional- oder Landesverbände sind allerdings in der Pflicht, entsprechend Mannschaft „hochzumelden“ – im Falle des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (WDFV) kämen eben Fortuna Freudenberg oder Arminia Bielefeld in Frage, aus der Regionalliga Südwest die SG 99 Andernach (genau wie Bielefeld 12 Punkte aus vier Partien).
Genau hier liegt aber die Crux: Der Fußball-Regionalverband Südwest hat in nahezu seherischer Vorausplanung seiner Spielordnung einen Passus verankert, der besagt, dass man selbst dann nach der Quotientenregelung einen Aufsteiger zur Bundesliga melden könne, wenn die Saison 2020/21 abgebrochen werden sollte – was ja auch genau geschah.

Passus in WDFV-Spielordnung nicht verankert

Von dieser Regelung profitiert nun die SG 99 Andernach, die ihr so geschaffenes Aufstiegsrecht auch wahrnehmen will. Einen solchen Passus gibt in es jedoch in der Spielordnung des Westdeutschen Fußball-Verbandes nicht – und jetzt, nach der bereits beendeten Spielzeit die Spielordnung zu ändern, ist schlichtweg nicht möglich.
„Ich habe mit Marianne Finke-Holtz vom Verband telefoniert, und danach ist die Faktenlage sehr klar: Der Regionalverband Westfalen hat sich im gesamten Jugendbereich dagegen entschieden, so dass es keine Aufsteiger geben wird – weder bei den Jungen noch bei den Mädchen. Begründet wird dies auch damit, dass z. B. bei uns drei gespielte Partien nicht aussagekräftig sind, ob eine Mannschaft in der Bundesliga konkurrenzfähig wäre oder nicht, zumal bei uns ja noch eine Aufstiegsrunde dazu gekommen wäre. Die Entscheidung ist auf jeden Fall schon rechtskräftig. Zwar könnte man als Verein eventuell dagegen klagen – ob man damit aber Erfolg hat und ob das überhaupt Sinn macht, ist eine andere Frage“, erklärte Franziska Menn, die Sportliche Leiterin Frauen bei Fortuna Freudenberg.

Bewerbungsunterlagen fristgerecht eingereicht

Die entsprechenden Bewerbungsunterlagen für die B-Juniorinnen-Bundesliga hatte der SV Fortuna Freudenberg bereits fristgerecht eingereicht, und auch personell hätten sich die „Flecker“ für den Fall der Fälle gerüstet gesehen: „Unser Kader wird in der kommenden Saison aller Voraussicht nach jünger, also körperlich nicht mehr ganz so robust, aber fußballerisch deutlich stärker. Der Kader ist eigentlich dafür ausgelegt, um in der Regionalliga oben mitspielen zu können – aber mit einer Kaderplanung ist man nie so ganz fertig, und Überraschungen gibt es immer wieder“, sagt B-Lizenz-Trainer Pfennig vielsagend.

Zwei Spielerinnen von Bundesligisten umworben

Diese Überraschungen freilich könnten nun durchaus negativer Natur sein, da zwei seiner Spielerinnen intensiv von Bundesligisten umworben werden. „Wenn sie bei uns Bundesliga hätten spielen können, wären sie sehr wahrscheinlich in Freudenberg geblieben – nun müssen sie eben genau abwägen, was für sie im Gesamtpaket – sportliche Perspektive, Fahraufwand und so weiter – die beste Lösung ist“, sagt Marco Pfennig.
Gleichwohl strahlt der Fortuna-Coach im Hinblick auf die kommende Saison viel Zuversicht aus: „Es wäre natürlich schön gewesen, unseren Mädchen mal die Chance zu bieten, in der höchsten deutschen Klasse zu spielen, und auch für mich als Trainer wäre das etwas Besonderes gewesen. Nun aber gehen wir wieder in der Regionalliga an den Start und werden dort unser Bestes geben!“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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