Judo-Ass aus Oberfischbach
Jonas Schreiber sammelt "wertvolle Erfahrungen" bei WM

Der Oberfischbacher Jonas Schreiber (Archivbild, rechts) kämpfte bei der Judo-WM in Budapest im Teamwettbewerb für Deutschland.
  • Der Oberfischbacher Jonas Schreiber (Archivbild, rechts) kämpfte bei der Judo-WM in Budapest im Teamwettbewerb für Deutschland.
  • Foto: imago
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Budapest. Eigentlich wollte sich Jonas Schreiber „ein paar ruhige Tage“ machen, doch zwei Wochen vor der Judo-WM in Budapest erhielt er seitens des Deutschen Judo-Bundes (DJB) die offizielle Nominierung für den Teamwettbewerb. Ergo warf der Oberfischbacher seine Planungen über den Haufen und bereitete sich so akribisch, wie es unter diesen Umständen möglich war, auf die Titelkämpfe in der ungarischen Hauptstadt vor.

Ursprünglich war geplant, dass die Olympia-Starter im Teamwettbewerb antreten, um einen möglichst guten Setzplatz für Tokio zu erreichen. Doch von dieser Strategie wich der Verband ab und schickte stattdessen – auch aufgrund von Verletzungen einiger arrivierter Judoka – eine junge Mannschaft auf die Matte. Davon profitierte auch Schreiber, für den es die erste WM im Männer-Bereich war. „Es ist immer eine Ehre, Deutschland bei internationalen Wettkämpfen zu vertreten. Aber die WM ist eben die ganz große Bühne – dementsprechend groß war meine Freude, dass ich in Budapest dabei sein durfte“, sagte der 20-Jährige.

Großer Kampfgeist und tolle Moral nicht belohnt

In der ersten Runde standen Schreiber und Co. gleich vor einer hohen Hürde. Im Duell mit Südkorea war das deutsche Perspektivteam klarer Außenseiter. Doch die DJV-Kämpfer verlangten den Asiaten alles ab – vor allem zeigten sie neben großem Kampfgeist auch eine tolle Moral. Denn nach einem 0:3-Rückstand glich das deutsche Team noch zum 3:3 aus. Um eine Entscheidung herbeizuführen wurde dann eine Gewichtsklasse ausgelost, in der im Golden-Score-System der Sieg bringende vierte Punkt ausgekämpft wurde. Das Los fiel auf die Klasse bis 57 kg – und hier zog Amelie Stoll erneut den Kürzeren gegen Kim Jan-Di, sodass Deutschland das Duell mit Südkorea trotz guter Leistung mit 3:4 verlor und frühzeitig ausschied.

Knappe Niederlage für Schreiber

Schwergewichtler Jonas Schreiber war zuvor in der Klasse über 100 kg auf den erfahrenen Kim Sung-Min getroffen. Nach rund dreiminütiger Kampfzeit musste sich der Oberfischbacher dem favorisierten Südkoreaner mit Ippon geschlagen geben. Nach zwei Minuten war der Koreaner mit Waza-ari in Front gezogen. Die Entscheidung fiel durch nochmaligen Waza-ari.

"Eine wertvolle Erfahrung für mich"

„In den ersten eineinhalb Minuten habe ich noch ganz gut Dampf gemacht und mein Konzept umsetzen können. Doch dann ist mir ein Fehler unterlaufen, sodass ich in Rückstand geraten bin. Ich habe danach zwar nochmal alles probiert und bin am Ende ,All In’ gegangen, aber da bin dann ausgekontert worden“, analysierte Schreiber, der aber trotz der Niederlage keineswegs unzufrieden war mit seiner Leistung. „Natürlich war ich angefressen, dass ich den Kampf verloren habe, aber das war ein deutlich besserer Auftritt von mir als zuletzt bei der EM gegen den Niederländer Henk Grol.“

Sein Fazit: „Für mich war es wichtig für die Zukunft, die Atmosphäre und das ganze Procedere bei einer Männer-WM erlebt zu haben. Das war eine wertvolle Erfahrung.“

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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