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Bundesliga-Fußballerin von Turbine Potsdam
Lena Uebach schuftet für ihr Comeback

Nach insgesamt drei Knie-Operationen arbeitet die Freudenbergerin Lena Uebach zurzeit im Kraftraum (großes Bild) für ihr Comeback
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

pm Potsdam. Es hat Symbolcharakter: Zwei Mal pro Woche ist Lena Uebach derzeit auf dem Trainingsgelände des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam und kämpft mit den Wasserkräften der Gegenstromanlage. Gegen alle Widerstände, das ist gewissermaßen das Motto der Freudenbergerin, die nach drei Knie-Operationen und mittlerweile fast eineinhalb Jahren Zwangspause noch weitere Monate auf ihr Comeback hinarbeiten muss.

„Ich bin mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Ich habe die beiden OPs am rechten Knie genau so gut überstanden wie die OP am linken Knie und ein erstes MRT-Bild zeigte ein sehr gutes Ergebnis.

pm Potsdam. Es hat Symbolcharakter: Zwei Mal pro Woche ist Lena Uebach derzeit auf dem Trainingsgelände des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam und kämpft mit den Wasserkräften der Gegenstromanlage. Gegen alle Widerstände, das ist gewissermaßen das Motto der Freudenbergerin, die nach drei Knie-Operationen und mittlerweile fast eineinhalb Jahren Zwangspause noch weitere Monate auf ihr Comeback hinarbeiten muss.

„Ich bin mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Ich habe die beiden OPs am rechten Knie genau so gut überstanden wie die OP am linken Knie und ein erstes MRT-Bild zeigte ein sehr gutes Ergebnis. Ich befinde mich voll im Zeitplan und kann so langsam meinen Trainingsumfang steigern“, zeigt sich die U-17-Europameisterin positiv gestimmt – dabei böte ihr Schicksal reichlich Grund zur Frustration.

Rückblick: Im Sommer 2020 wechselt Lena Uebach von Bayer Leverkusen zum sechsfachen Deutschen Meister Potsdam. Seitdem geht quasi alles schief: Im Trainingslager in Österreich bricht eine alte Verletzung im linken Knie wieder auf, eine OP ist unumgänglich. Die heute 21-Jährige arbeitet sich wieder heran, doch im April 2021 folgt ein „riesiger Schock“, wie Uebach zugibt. Knorpelschaden und Meniskusausriss lautet die niederschmetternde Diagnose, diesmal ist das rechte Knie betroffen. In einer ersten Operation werden in der Berliner Charité Knorpelzellen entnommen, sechs Wochen später neu gezüchtete Zellen wieder eingebracht.

„Ich sehe das als meine eigene Challenge, die ich zu bewältigen habe“, gab sich Uebach schon damals kämpferisch. Seitdem bestimmen die Reha-Maßnahmen ihren Alltag. Krafttraining steht im Vordergrund, auch um weiteren Verletzungen vorzubeugen. „Laufen ist leider noch nicht drin, deswegen gehe ich ab und zu auf das Fahrrad oder auf den Crosstrainer, um dort etwas für die Ausdauer zu tun“, erzählt die Mittelfeldspielerin, die seit ihrem Wechsel an die Havel mehr Operationen als Spiele hinter sich hat.

Doch im Herbst zeigt die Tendenz endlich in die richtige Richtung. „Zum Jahreswechsel sollte ich nach über 17 Monaten endlich wieder joggen gehen können“, so Uebach. Der weitere Zeitplan: Anfang Februar sollen die ersten Einheiten auf dem Rasen möglich sein, ohne Ball zwar, aber immerhin. Das runde Leder soll ab März wieder ins Spiel kommen, ein Comeback im Turbine-Trikot, das sie erst in einem einzigen Testspiel getragen hat, ist für April oder Mai ins Auge gefasst. „Das ist alles nicht in Stein gemeißelt, aber das ist Plan A“, erklärt die Freudenbergerin.

Noch immer trennt Uebach also ungefähr ein halbes Jahr von ihrem ersten Pflichtspiel-Einsatz für den ehemaligen Champions-League-Sieger. Dabei hat die 21-Jährige das Warten mittlerweile längst satt. „Bei den Heimspielen fällt es mir gefühlt von Spiel zu Spiel schwieriger. Das ,Karli’ ist immer gut besucht und die Fans sind lautstark mit dabei. Das ist nach so vielen Monaten ohne Fußball nicht immer ganz so einfach! Trotzdem gucke ich natürlich gerne zu und unterstütze die Mannschaft“, erzählt Uebach mit Blick auf die Partien im altehrwürdigen Karl-Liebknecht-Stadion, knapp 11 000 Zuschauer fassende Heimstätte der Turbine und des Männer-Regionalligisten SV Babelsberg, das die ehemalige Junioren-Nationalspielerin bisher nur von der Tribüne aus kennt.

Am vergangenen Sonntag gab es dort ein 3:3-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim, in der eng zusammengerückten oberen Tabellenhälfte hat Potsdam zurzeit als Fünfter nur drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg.

Duelle mit den Besten der Besten, sich mit zahlreichen Weltklasse-Spielerinnen zu messen und auch aktiv noch ihren Teil zu einer erfolgreichen Saison beizutragen, das ist es, was Lena Uebach antreibt. Für ihre Rückkehr auf den Rasen wird sie auch in den kommenden Monaten noch im Kraftraum schuften und mit aller Macht die Gegenstromanlage anschwimmen. Die Freudenbergerin kämpft weiter – gegen alle Widerstände.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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