Kult-Party auf der Pferdeweide in Weiselstein
Vier Headliner beim 14. Rock am Hang

Seit über 20 Jahren ist die Brucher Blues Band eine eingeschworene musikalische Gemeinschaft. Sie wurde beim 14. Rock am Hang in Weiselstein sehnlichst von ihren Fans erwartet.
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  • Seit über 20 Jahren ist die Brucher Blues Band eine eingeschworene musikalische Gemeinschaft. Sie wurde beim 14. Rock am Hang in Weiselstein sehnlichst von ihren Fans erwartet.
  • Foto: Simone Jurisch
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

sib Weiselstein. Wochenlang hatten die Fans ihrem Highlight des Jahres entgegen gefiebert, am Samstag war es endlich wieder so weit: Das 14. Rock am Hang in Weiselstein kurz hinter Betzdorf-Dauersberg brachte Pferdekoppel wie Gehörknöchelchen zum Beben. Das kultige Festival, veranstaltet von der Brucher Blues Band, war trotz immer wieder einsetzender Regenschauer wieder einmal ein echter Publikumsmagnet .

Alle packen mit an - das funktioniert

Alles begann vor 15 Jahren, als die Brucher Blues Band auf einer Privatfeier an der Unterführung in Weiselstein spielte. Im Jahr darauf buchte man sich schon auf besagter Pferdeweide ein und lud die ersten Bands ein. Die Brucher Blues Band setzt seitdem darauf, jedes mal ein anderes Line-up zu präsentieren und gerade neuen Bands, die ihre eigenen Songs schreiben, ein Forum zu bieten. Alle spielen pro bono, der Eintritt ist frei. Überschüsse aus Getränke- und Speisenverkäufen werden regelmäßig für soziale Zwecke gespendet. Das ganze Dorf und der Bekanntenkreis packen mit an, wenn es gilt, die Weide partytauglich zu machen.

7play kann funky und schmusig

Moderatorin Anne Weber, eine Bekannte der Brucher Blues Band und im Siegerland in der Kulturarbeit sehr umtriebig, konnte als erste Band des Abends 7play begrüßen. Das überregionale Projekt mit Musikern aus dem Westerwald, dem Oberbergischen Kreis und dem Siegerland lieferte von funky bis schmusig alles ab, was das Musiker- und Fanherz so begehrt. Bei „Summer In The City“ setzt bei ihren Live-Auftritten normalerweise der Regen ein, diesmal fiel mitten im Song kurz die Technik aus. Großes Aufatmen bei allen Beteiligten, als es nach kurzer Unterbrechung weitergehen konnte.

Die Straight Necks sind eine "All Star Band"

Komplett auf eigene Kompositionen setzten die Straight Necks als zweiter von vier Headlinern, denn bei Rock am Hang gibt es keine Vorbands. Sie spielen zwar erst seit zwei Jahren in dieser Formation zusammen, vereinen aber als Siegener „All Star Band“ (Anne Weber) viele gestandene Musiker, die sich im Blues- und Rockmetier schon ihre Meriten erworben haben, beispielsweise bei The Sticky Fingers Band oder bei der Falconz Blues Band, die im vergangenen Jahr in Weiselstein spielten. Die Straight Necks servierten einen erdigen Musik-Mix, der sich übers Gehör ohne Umwege seinen Weg in die Hüften und in die Beine schmuggelte, um dort wohlige Zuckungen auszulösen.

Brucher Blues Band arbeitet an neuem Album

Als Nummer drei im Line-up gaben sich die Jungs von der Brucher Blues Band die Ehre, die natürlich als Gastgeber bei jedem Rock am Hang auftreten und die auch diesmal von ihrer stetig wachsenden Fangemeinde kraftvoll abgefeiert wurden.
Neben kultigen Band-Klassikern wie „Frühschoppen“ oder „Aufgewacht im Baggerschacht“ servierten die Brucher auch drei neue Songs. Sie arbeiten derzeit an ihrem dritten Studioalbum, der Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt, man steckt noch mitten im Songwriting. Sie stiegen mit „Story“ in ihr Set ein, ein neuer Song, der mit sehr pointierter Gitarrenlinie und eingängiger Melodik besticht. Auch „Mach mich fertig“ und „Annerscht“ kamen beim Publikum super an und fügten sich nahtlos ins knackig-humorvolle Brucher Gesamtpaket ein.
Sänger „Eddie“ Edgar Vierbuchen performte in seiner gewohnt „rampensauigen“ Weise, suchte immer wieder das Bad in der Menge und konnte mit seiner knarzigen Bluesröhren-Stimme einmal mehr für zahlreiche prickelnde Live-Momente sorgen. Seine Jungs, als da sind Heribert Kirschey (Bluesharp), Georg Hammer und Georg Euteneuer (Gitarren), Heinz Euteneuer (Schlagzeug) sowie Manfred Piechulek (Bass), standen dem in nichts nach und machten den Hang zum frisch-fröhlichen Tollhaus.

Rockklassiker bis spätnachts mit den Red Igelz

Open End hieß es bei der letzten Band des Abends. Die 2013 gegründete Coverband Red Igelz aus Morsbach machte bei inzwischen recht knackigen Außentemperaturen, aber immerhin regenfrei, zu vorgerückter Stunde einen Bombenjob und animierte mit Rockklassikern auf Deutsch und Englisch zum Tanzbeinschwingen. Von BAP über die Toten Hosen bis hin zu Manfred Mann und Toto kreiste der Partyhammer, und auch das Publikum harrte aus und feierte fast zwei Stunden lang mit den Red Igelz. Da darf man sich schon mal auf Rock am Hang 2020 freuen.

Autor:

Simone Jurisch (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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