Ausstellung lädt zum Schmökern ein

Heimatfreunde erinnern im Bürgerforum an früheren Handel in Gebhardshain

bise Gebhardshain. Es sei eine Daueraufgabe, etwas für das eigene Lebensumfeld zu tun, so Ortsbürgermeister Heiner Kölzer am Freitagabend zum Auftakt der Ausstellung »Handel, Handwerk und Gewerbe in und um Gebhardshain im 20. Jahrhundert, dargestellt an Beispielen aus der Zeit von 1925 bis 1932 und von 1951 bis 1962« im Bürgerforum in Gebhardshain. Die Präsentation, die viele historische Bilder und Dokumente umfasst, kann noch bis zum 1. Februar bewundert werden und läutet das Jubiläumsjahr »250 Jahre Marktrechte in Gebhardshain« ein.

Der Verein der Gebhardshainer Heimatfreunde hat eine beeindruckende Sammlung zusammen getragen, die darstellt, dass es schon immer regen Handel in Gebhardshain gegeben hat. Annoncen in kirchlichen Festschriften und im »Paulinus«-Blatt belegen, wie sich das Gewerbe in Gebhardshain entwickelte. Der 1. Vorsitzende der Heimatfreunde, Max Reifenhäuser, erklärte, dass solche Ausstellungen und auch der Museumsbetrieb im Gebäude ohne die Unterstützung der Ortsgemeinde nicht möglich seien. Sein Dank ging an die vielen Gebhardshainer Bürger sowie die Kirchengemeinden, die Fotos, Zeitschriften und Festschriften zur Verfügung gestellt hatten.

Besucher der Ausstellung können so in diversen Exponaten blättern und Fotos bewundern, die z.B. an die Zeit erinnern, als in Gebhardshain die ersten Stromleitungen gezogen wurden. Auch die Bedeutung des Vinzenzhauses ist durch Bilder dokumentiert. Die Einrichtung beherbergte u.a. ein Waisenhaus und eine Näh- und Flickschule und war maßgeblich für Kinderbetreuung und Krankenpflege zuständig. Reifenhäuser resümierte: »Hier hat man die Muße, sich hinzusetzen und zu schmökern.« Die Exponate wurden nicht – wie so oft – hinter Glasvitrinen »versteckt«, sondern können in die Hand genommen werden. Reifenhäuser stellte im Rahmen der kleinen Feierstunde das Heft »Gebhardshainer Geschichten – Was Oma und Opa noch wussten« vor, in dem man Wissenswertes über den Ort erfahren kann. »Die Chronik liest kaum jemand«, meinte der Vorsitzende, und so sei die Idee zu diesem »Lesebuch« über Gebhardhain entstanden, dem noch weitere Ausgaben folgen sollen. In seiner Ansprache würdigte er die Arbeit der Theatergruppe der Heimatfreunde, durch deren Aufführungen die finanzielle Basis des Vereins gesichert sei.

Auch Ortsbürgermeister Heiner Kölzer lobte den Einsatz der Theatergruppe und des gesamten Vereines. Ein solches Engagement für den eigenen Ort habe erst dazu geführt, dass Gebhardshain die Marktrechte verliehen worden seien. Er erinnerte daran, dass sich im Jahre 1754 eine Abordnung aus dem Ort in Richtung Amtsverwaltung Freusburg aufgemacht hatte, um Marktrechte für Gebhardshain zu beantragen. Diese wurden noch im gleichen Jahr gewährt.

Seitdem, so Kölzer, hätten die Gebhardshainer Bürger zwar öfters um die Existenz des traditionellen Herbstmarktes bangen müssen, doch trotz der beiden Weltkriege, der Weltwirtschaftskrise und den Bestrebungen Anfang der 80er Jahre, den Markt abzuschaffen, sei die Veranstaltung weiterhin eine feste Institution im Ort. Dies sei auch ein Verdienst der jüngeren Vereine, so z.B. der Kultur- und Festgemeinschaft und die Werbegemeinschaft.

Die Präsentation im Bürgerforum ist nur die erste von insgesamt drei Ausstellungen, die dokumentieren sollen, was das Leben im Ort früher maßgeblich geprägt hat. So findet im Frühjahr eine Ausstellung zum Thema »Landwirtschaft und Hauberg« statt, im Herbst folgt das Thema »Basalt und Eisenerz«.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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