»Das Ding hat einfach Charakter«

Viele Teilnehmer folgten der Einladung zum 14. Elbener Moto-Guzzi-Treffen

sib Elben. Unter der Ägide einer ganz besonderen »Sportart« stand am Wochenende der Elbener Sportplatz. Hier gaben sich nämlich die Fans und stolzen Besitzer von Motorrädern italienischer Bauart ein Stelldichein. Bereits zum 14. Mal hatte der Moto-Guzzi-Club Olpe-Biggesee dorthin eingeladen.

Wegen des miesen Wetters im vergangenen Sommer konnten seinerzeit nur rund 80 Teilnehmer gezählt werden. Ganz anders das Bild in diesem Jahr: Bereits am Freitagabend konnte man den Blick über ein Heer von Motorrädern gleiten lassen, die Veranstalter rechneten mit gut 200 Teilnehmern. Auf dem Sportplatz tummelte sich alles, was auf dem italienischen motorisierten Zweiradsektor Rang und Namen hat: Geschosse von Laverda, Morini, Ducati, Benelli, Aprilia und natürlich Moto Guzzi standen traut Fußraste an Fußraste.

Der immense Hang zum »Zweizylinder-Motorrad mit Herz« ist es, der Moto-Guzzi-Fans zu unbedingter Markentreue und Fahrspaß animiert. Das wussten nicht nur die Herrschaften vom Veranstalter-Club, sondern auch die Fünfergruppe aus dem Kreuztaler Raum, die sich im Partnerlook mit ihren Moto Guzzis erstmals zum Treffen in Elben bewegt hatten. Den Sound ihrer Maschinen lieben sie, und das Schrauben – böse Zungen behaupten, es käme bei Motorrädern italienischer Bauart häufiger dazu – ist eben ein Teil der Leidenschaft für die Motorräder mit den imposanten V2-Motoren mit den nach außen ragenden Zylindern.

Kessen Mut mag man beim Treffen-Teilnehmer Kay aus Hölingen vermuten, denn er war auf seiner Harley Davidson nach Elben gekommen. »Ich wollte eigentlich mit meiner Guzzi kommen, doch die leckt seit gestern unwahrscheinlich viel Öl«, zuckte er bedauernd die Achseln. Aber auch seine Harley macht Eindruck, sie kommt nämlich im Polizei-Stil daher, mit entsprechendem Aufdruck und Blinkanlage. »Das ist sehr praktisch im Stau, da machen immer alle artig Platz«, grinst der begeisterte Biker. Dennoch hängt auch sein Herz an der Moto Guzzi: »Das Ding hat einfach Charakter.«

Soviel Charakter schreit natürlich nach Auslauf, und so starteten die Treffen-Teilnehmer am Samstag zu einer Rundfahrt durch das Wildenburger Land. Dabei stand auch ein Besuch des Technik-Museums in Freudenberg auf dem Programm. Am Abend im Festzelt wurden Pokale vergeben von Bernd Runge. Tanz bei entsprechender Musik und jede Menge leckere Sachen gegen einen ordentlichen Biker-Hunger gab es natürlich auch. Und am Sonntag nach dem Frühstück ging es allmählich wieder ans Einpacken.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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