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Radtour des Vereins „Menschen für Kinder“ machte Station in Elkenroth
Der gute Zweck trotzte dem schlechten Wetter

500 Fahrradfahrer aus ganz Deutschland ließen sich am Samstag die gute Stimmung nicht durch das Wetter vermiesen. Eine Station war dabei auch Elkenroth. Fotos: just
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  • 500 Fahrradfahrer aus ganz Deutschland ließen sich am Samstag die gute Stimmung nicht durch das Wetter vermiesen. Eine Station war dabei auch Elkenroth. Fotos: just
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just Elkenroth. Schon Erich Kästner wusste: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“ Und am Samstag wurde Gutes getan. Bei der 23. Spenden-Radtour des Vereins „Menschen für Kinder“ traten 500 Radfahrer ordentlich in die Pedale und ließen sich weder vom Regen noch von den teils herbstlichen Temperaturen abschrecken, um für krebskranke und in Not geratene Kinder Spenden zu sammeln.

Start und Ziel war Haiger, morgens um 8 Uhr erklang der Startschuss. Nach einer Morgenandacht und dem Reisesegen setzte sich das große Teilnehmerfeld über Burbach, Neunkirchen, Herdorf und Daaden in Bewegung. Auch in Elkenroth fand ein Zwischenstopp auf dem Festplatz statt.

just Elkenroth. Schon Erich Kästner wusste: „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.“ Und am Samstag wurde Gutes getan. Bei der 23. Spenden-Radtour des Vereins „Menschen für Kinder“ traten 500 Radfahrer ordentlich in die Pedale und ließen sich weder vom Regen noch von den teils herbstlichen Temperaturen abschrecken, um für krebskranke und in Not geratene Kinder Spenden zu sammeln.

Start und Ziel war Haiger, morgens um 8 Uhr erklang der Startschuss. Nach einer Morgenandacht und dem Reisesegen setzte sich das große Teilnehmerfeld über Burbach, Neunkirchen, Herdorf und Daaden in Bewegung. Auch in Elkenroth fand ein Zwischenstopp auf dem Festplatz statt. Dort wurde die Fahrradschar mit Klängen des Musikvereins „Harmonie“ Elkenroth begrüßt, viele Schaulustige und die Kinder und Eltern der „Hildburg“-Kindertagesstätte trotzten dem Nieselregen und begrüßten alle mit einem großen Hallo. Die Mädchen und Jungen stimmten gemeinsam mit Schauspielerin Maja Hieke (bekannt u.a. aus der Serie „Schloss Einstein“) das Lied „Menschen für Kinder“ an, Hieke selber bekam von den Elkenrothern dann noch ein Ständchen gesungen, ließ sie es sich doch nicht nehmen, auch an ihrem Geburtstag die über 100 km lange Strecke mit über 1400 Höhenmetern für den guten Zweck zu absolvieren.

Der Verein „Menschen für Kinder“ unterstützt seit über 20 Jahren langzeiterkrankte, im Schwerpunkt krebskranke Kinder, in vielfältiger Art und Weise. Die jährliche Benefiz-Radtour gehört ebenso zur gemeinnützigen Arbeit wie die Organisation eines Segeltörns mit gesunden und krebskranken Jugendlichen, Spendensammlungen und Besuche verschiedener Kinderkliniken, insbesondere zur Weihnachtszeit. Mit den Spendengeldern werden etwa Onkologie-Stationen diverser Kinderkliniken in ganz Deutschland unterstützt, entweder bei der Anschaffung von kostspieligen medizinischen Spezialgeräten, der Förderung von Forschungsprojekten oder bei der Versorgung chronisch kranker Patienten in Bezug auf die Rehabilitation. Der Verein fördert gezielte Behandlungen im Einzelfall ebenso wie allgemeine Typisierungsaktionen. Dabei kann auf die Unterstützung von mehr als 2000 Mitglieder zurückgegriffen werden.

„Es gibt nichts Schrecklicheres, als kranke Kinder zu sehen. Das ist ein hartes Los. Und daraus erwächst eine unbeschreibliche Motivation, Gutes zu tun“, beschrieb Vorstandsmitglied Wolfgang Grommet die Idee und Grundlage sämtlicher Anstrengungen. Immer mehr Leute wollten beispielsweise an der Radtour teilnehmen, man könne locker auch 1000 Menschen auf die Straße bringen, doch dann würde die Polizei nicht mehr mitspielen. Die Spendenbereitschaft sei enorm, ältere Menschen mit E-Bikes, sogar Tretroller würden an der Radtour teilnehmen, um zu helfen.

Dass die komplette Organisation ein „Mordsaufwand“ ist, wie Grommet es nannte, wurde in Elkenroth schnell klar: Rettungsfahrzeuge, Polizei und ein Motorradtross als Vorkommando, um die Strecke zu sichern und abzufahren, sind die unverzichtbaren Begleiterscheinungen.

Auch der Elkenrother Ortsbürgermeister Peter Schwan dankte für die große Unterstützung und hob hervor, dass auch bei Regen der Einsatz wichtig sei: „Es berührt uns sehr, wenn schon Kinder von schlimmen Krankheiten betroffen sind. Sie können sich nicht selbst helfen, deswegen müssen wir es tun.“ Auf der Bühne konnte dieses Mal Extremsportler Guido Löhr als Kapitän des Fahrradfeldes begrüßt werden, ebenso wie der ehemalige Handball-Nationalspieler Eckhard Mack.

Mit dabei sind auch immer Menschen, denen die Spendengelder zugute kommen, wie etwa Prof. Dr. Hermann Girschick, der als Chefarzt einer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Berlin-Friedrichshain nicht nur selber mitradelte, sondern auch erläuterte, dass die eingesetzten Gelder bereits mit der Anschaffung eines Fiberendoskopes zur Positionierung der Luftzufuhr bei seinen kleinen Patienten wertvolle Dienste geleistet hätten. Girschick kritisierte die unzureichende Förderung und Beachtung der Kinderkliniken, Effizienzsteigerung und Personaleinsparung seien gefährliche Worte und Schritte in die falsche Richtung.

Die anschließende Spendenübergabe war der Höhepunkt des Zwischenstopps, so konnte allein Ortsbürgermeister Schwan einen Scheck über 1000 Euro von Elkenrother Firmen und Gewerbetreibenden überreichen.

Bevor es über Hachenburg und Bad Marienberg wieder nach Haiger ging, wo alle Teilnehmer gegen 18 Uhr erwartet wurden, versprach der Moderator des Spendenstopps, „Mister Hessenschau“ Andreas Hieke, den Elkenrothern: „Wir kommen gerne mal bei schönem Wetter wieder!“

Autor:

just (Kulturredaktion) aus Siegen

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