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Bildband "650 Jahre Elkenroth" vorgestellt
Ehrenbürger Heinrich Arndt hat nun seine Urkunde

Ortsbürgermeister Peter Schwan (r.) überreichte Heinrich Arndt seine Ehrenbürgerurkunde.
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rai Elkenroth. Der erste Ehrenbürger in der Geschichte von Elkenroth ist Heinrich Arndt. Er hat damit nicht nur selbst ein eigenes Kapitel in der Dorfgeschichte verdient, sondern vor elf Jahren bereits viele Kapitel für die von ihm erstellten Chronik geschrieben. Gestern wurde ihm die Urkunde verliehen.

Eigentlich sollte das im vollen Festzelt stattfinden. In diesem Rahmen hätte auch der Bildband präsentiert werden sollen, der mit „650 Jahre Elkenroth“ überschrieben ist. Auf knapp 1000 Fotos wird das Dorf gezeigt und sein Wandel im Laufe der Zeit veranschaulicht.

Groß und würdevoll habe man das Jubiläum feiern wollen, das abgesagt werden musste, so Ortsbürgermeister Peter Schwan gestern im Landhaus Krombach.

rai Elkenroth. Der erste Ehrenbürger in der Geschichte von Elkenroth ist Heinrich Arndt. Er hat damit nicht nur selbst ein eigenes Kapitel in der Dorfgeschichte verdient, sondern vor elf Jahren bereits viele Kapitel für die von ihm erstellten Chronik geschrieben. Gestern wurde ihm die Urkunde verliehen.

Eigentlich sollte das im vollen Festzelt stattfinden. In diesem Rahmen hätte auch der Bildband präsentiert werden sollen, der mit „650 Jahre Elkenroth“ überschrieben ist. Auf knapp 1000 Fotos wird das Dorf gezeigt und sein Wandel im Laufe der Zeit veranschaulicht.

Groß und würdevoll habe man das Jubiläum feiern wollen, das abgesagt werden musste, so Ortsbürgermeister Peter Schwan gestern im Landhaus Krombach. Im Juni wollte „Elgert“ sich feiern, vor dem Hintergrund der ersten urkundlichen Erwähnung 1370, als „op der Schotzbach hinder Elkerode“ notiert wurde.

Das geht aus einer im Bildband abgedruckten Facharbeit von Michael Hahmann von 1999 hervor, die als Überblick veröffentlicht worden ist, ebenso ein Vorwort des Ortsbürgermeisters sowie eine Anmerkung von Autor Peter Hahmann. Letzterer wünscht „viel Spaß bei der fotografischen Zeitreise durch das Leben in Elkenroth“.

„Fotografische Zeitreise“: Das trifft es. Fotos aus vergangenen Zeiten und in Gegenüberstellung mit teils aktuellen Ansichten, möglichst aus der Perspektive der alten Aufnahmen, zeigen, wie sich alles gewandelt und verändert hat.

Beim Aufklappen des Buchdeckels ist über zwei DIN-A4-Seiten im Querformat eine Luftbildaufnahme zu sehen, ebenso am Buchende. Zwischen den Deckeln gibt es mit alten und neueren Fotos viel zu sehen. Mal sind es Gebäude, mal Familien. Schulen, Kindergarten, Weiher, Fronleichnamsprozession, Mühle und Eisenbahn sind zu finden. Auch Handel, Gewerbe, Landwirtschaft, Umzüge, Vereine, Kirmes, Karneval und Straßen sind bebildert und thematisch gefasst.

Der Bildband bietet reichlich Einblicke. Da ist der Elkenrother Bahnhof, dort die Arbeiterkolonie 1904. Zum Bau der Elbbachtalbrücke 1975 ist ein Foto von 1983 gestellt – laut Erklärung damals die „höchste Landesstraßenbrücke in Deutschland“. Unter einem Foto ist zu lesen: „Die Betzdorfer Straße mit dem Feldbahngleis zum Bau des Straßendamms.“ Das historische Foto zeigt Gleis mit Feldbahn, Arbeiter und eine kleine Brücke. Aktuell wird hier wieder gebaut.

Hahmann hatte sich bereiterklärt, die Fotos zusammenzustellen. Die Bevölkerung stellte Summa summarum 1000 Stück bereit, dazu der eigene Bestand von Hahmann. Gemeinsam mit Schwiegervater Heinrich Arndt machte er sich ans Werk.

Dies sei einzigartig und gelungen, befand Schwan. Nur ansatzweise könne man erahnen, wie viel Arbeit es gemacht hat, den Bildband zu erstellen. Er dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen beigetragen haben.

Eine große Herausforderung sei es gewesen, die richtigen Standorte für die Vergleichsfotos zu finden, so Hahmann. Der gebürtige Molzhainer lebt seit 40 Jahren in Elkenroth. Wer wo in welchem Haus wohnte, sei ihm nicht bekannt. Deshalb ist er seinem Schwiegervater dankbar, dass dieser Struktur in das Vorhaben brachte.

„Ich bin sehr glücklich mit dem Bildband“, sagte der heute 87-Jährige, dessen Ehefrau Therese und Tochter Jutta Hahmann, Ehefrau von Peter Hahmann, gestern dabei waren, ebenso die Beigeordneten Mario Kempf und Andreas Heidrich. „Ein Werk, das einzigartig ist, ein Glücksfall für die Gemeinde“, so Josef Mockenhaupt, Sprecher der FWG-Fraktion im Ortsgemeinderat.

Der Bildband soll keine Kopie der Chronik von 2009 sein, erläuterte Hahmann: „Es ist eine bildliche Erweiterung.“ Man habe so gut es ging darauf verzichtet, in der Chronik abgebildete Fotos erneut zu verwenden.

Das älteste abgebildete Foto entstand 1890. Es zeigt eine Gruppe Kinder und Erwachsene „vor der Hoh“ mit Blick auf Elkenroth – und weiter heißt es: „Die Kirche hat noch keinen Turm.“ 130 Jahre später machte Hahmann eine Vergleichsaufnahme.

Im Mittelpunkt stand auch die Verleihung der Urkunde, die Arndt offiziell zum Ehrenbürger macht. Wie berichtet, hatte kürzlich der Gemeinderat dies einstimmig beschlossen, erinnerte Schwan, der dessen Verdienste um die Gemeinde erwähnte. Arndt schilderte, wie bei ihm das Interesse an Heimatgeschichte wuchs, und dass es ihm ein Herzensanliegen sei, diese für die Nachwelt zu erhalten.

Der nun veröffentlichte Band gibt mehr als nur ein schönes Bild ab, bringt Vergangenheit und Gegenwart für alle Elkenrother zusammen.

Ortsbürgermeister Peter Schwan (r.) überreichte Heinrich Arndt seine Ehrenbürgerurkunde.
650 Jahre Elkenroth: So lautet der Titel des vorgestellten Bildbands.
Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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