»Ein Beitrag zur Dorferneuerung«

Offizielle Abnahme der Ortsdurchfahrt Molzhain erfolgt/Viel Lob für die Umsetzung der Ausbaumaßnahme

dima Molzhain. Ein wesentlicher Beitrag zur Dorferneuerung sei mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Molzhain geleistet worden, lobten Landrat Dr. Alfred Beth, Bürgermeister Konrad Schwan, Ortsbürgermeister Hubert Adler und Peter Moritz, Chef des Landesbetriebes Straßen und Verkehr Koblenz. Gemeint waren die 500 Meter der K 117, die gestern zur offiziellen Abnahme gemeinsam mit Dipl.-Ingenieur Franz Martin Willwacher von der Firma IBS-Ingenieurbau begutachtet wurden.

Über ihren bloßen verkehrstechnischen Nutzen hinaus bedeute die Baumaßnahme auch eine Motivation für die Anwohner. Und zwar für die Gestaltung der an die Straße angrenzenden Grundstücke. Überall, so scheint es, wird an der Optik des Ortes »gebastelt«. Ziel des Straßenausbaus war die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse. Notwenig wurde die Maßnahme aufgrund fehlender Gehwege und erheblicher Fahrbahnschäden. Die Ausbaubreite beträgt nun 5,50 Meter. Busse haben hier keinerlei Probleme mehr. Selbst die »Backeskurve« in der Ortsmitte lässt nun keine Kraftfahrerwünsche mehr offen, wie man auf dem gestrigen Abnahmetermin gleich mehrfach demonstriert bekam. Elegant schwingt sich die Serpentine talwärts. Beidseitig wurden 1,50 Meter breite Gehwege angelegt. Kanal- und Wasserleitungen kamen im Rahmen der Bauarbeiten hinzu. Und einige Anwohner können jetzt über prächtige Natursteinmauern auf ihre neue Ortsdurchfahrt blicken.

Endlich Klarheit hätten die Molzhainer nun was die Führung der Straße und die Lage der angrenzenden Parzellen angeht. Teilweise sei in der Planungsphase um Zentimeter gefeilscht worden, berichtet Ortsürgermeister Hubert Adler. Zum guten Schluss konnte man sich dennoch einigen. Bereits sein Vor-Vorgänger habe die ersten Überlegungen zum Ausbau der K 117 angestellt, erklärt Adler. In den 70er Jahren war das. In die konkrete Planungsphase sei man 1993 eingestiegen. Dass es dann noch einmal zehn Jahre dauerte, bis die ersten Reifen über den frischen Asphalt rollen konnten, erklärt Peter Moritz vom Landesbetrieb mit planerischen Hindernissen, wie der schwierigen Topografie. Steile Hänge mussten berücksichtigt werden. Die langwierige Beschaffung von Planungsmitteln sorgte für weitere Verzögerungen. Schließlich musste sogar ein Haus weichen. Peter Moritz: »Die Gemeinde hat sich mächtig ins Zeug gelegt.

Mit der neuen Straße sei die Bereitschaft der Anwohner zur Renovierung und zu Investitionen gestiegen, beobachtete Moritz. Und Landrat Dr. Alfred Beth fand mit Blick auf die neue K 117: »Das ist einfach schön geworden.« Rund 1200000 Euro wurden investiert. 600000 Euro steuerte der Landkreis bei, 200000 Euro die Ortsgemeinde und 400000 Euro die VG-Werke. Die Leistungen des Kreises wurden mit 70 Prozent und die der Ortsgemeinde mit 75 Prozent vom Land bezuschusst. Angesichts der beschränkten Mittel sei die Realisierung des Ausbaues eine bedeutende Maßnahme im Landkreis, sagte Dr. Beth gestern.

Vom Februar des vergangenen Jahres bis zum April diesen Jahres dauerten die Bauarbeiten. An den planerischen Vorbereitungen für den Ausbau des zweiten Bauabschnittes in Richtung der L288 arbeitet der Landesbetrieb Straßen und Verkehr bereits. In Koblenz will man sich auf den Bautermin allerdings nicht festlegen.

Mutiger zeigte sich da Landrat Dr. Beth und stellte einen Beginn der Arbeiten für 2004 in Aussicht. »Unser Ziel ist es, dass es nächstes Jahr weitergeht«, sagte Beth und fügte hinzu: »Wenn der Haushalt dann nicht noch schlechter wird.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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