Funkeln und Brummen unter blauem Himmel

Nur am Samstag »klebte« die Wiese beim Flugplatzfest/Viele Besucher in Elkenroth

rai Elkenroth. Das Steuerpult in der Hand, den Blick nach oben gerichtet, ließen am Wochenende beim Flugplatzfest des Modellflugclubs Betzdorf/Kirchen nicht nur zwei Deutsche Meister ihre Flugzeugmodelle – angefangen beim historischen Doppeldecker über Segelflugzeuge und Slowflyer bis zu Kunstflugmaschinen – am Himmel kreisen. Während sich das Wetter zum Auftakt am Samstag nicht so schön zeigte und immer wieder mal starke Regenschauer herunter kamen, war die Lage am Sonntag ganz anders: Bei strahlend blauem Himmel glänzten die Modelle in der Sonne und die Besucher bevölkerten das Flugplatzfest in großer Zahl. Vorsitzender Friedhelm Pledt und seine Vereinskollegen schätzen die Resonanz auf 1000 Besucher und sprachen von der bislang besten Zuschauerzahl.

Nachbau einer Legende

»Die Wiese ist wie Klebstoff«, umschrieb Friedhelm Pledt am Samstag die Eigenschaft des regennassen Rollfeldes. Während Maschinen mit größeren Rädern problemlos starten konnten, war es vor allem für das Modell einer Transall schwierig abzuheben. Die kleinen Räder des Fahrwerks des Nachbaus der legendären zweimotorigen Transportmaschine hafteten an dem feuchten Gras. Das im Original 40 Meter lange Flugzeug hatte Wolfgang Heine (Düsseldorf) als Eigenbau im Maßstab 1:10 angefertigt.

Bis zu 315 km/h

Eher gemächlich fliegt eine Transall durch die Lüfte, während Andreas Dehn mit seinem 12 Kilogramm schweren Düsenjet »Lavi« bis zu 315 Kilometer pro Stunde fliegen kann. Dehn beeindruckte daneben mit dem Modell der bulligen »Gee Bee«, die bei einer Spannweite von 2,05 Metern nur eine Rumpflänge von 1,27 Metern vorweist.

Turbinenhubschrauber schwebte

Ob nun Flugschlepp, Segelflug, Düsenjet oder Kunstflug mit dem Hubschrauber: Josef Voss (Paderborn-Salzkotten), ein versierter Kenner der Szene, kommentierte für die Zuschauer Flugmodelle und Flugmanöver. Seinen Turbinenhubschrauber warf Bernd Pöting (Freudenberg) an und ließ ihn für die faszinierten Zuschauer durch die Lüfte schweben.

Der jüngste Pilot war der zwölfjährige Mario Müller (Neitersen). Der Junge beherrscht seinen Hubschrauber im Kunstflug eindrucksvoll. Auch Vereinsmitglied und Nachwuchstalent Markus Rosenthal (Siegen) präsentierte seine feuerrrote einmotorige »Giles 202«, der Nachbau eines amerikanischen Kunstflugzeugs im Maßstab 1:1,8, im gekonnten Kunstflug. Bei einer Spannweite von 3,50 Meter zeigte er mit der Maschine Flugkünste vom Feinsten.

»Eine besondere Ehre«

Der meisterschaftserfahrene Pilot, der sich derzeit für die Teilnahme an den Acor-Masters im September vorbereitet, ist für kommendes Wochenende zu einem Event von Peter Hartmann eingeladen. Dem Schweizer gehört die »Klemm 25«, die Pledt gebaut hatte (die SZ berichtete). »Dort mitfliegen zu dürfen, ist eine besondere Ehre«, sagte der Vorsitzende.

Deutsche Meister im Flugschlepp

Er begrüßte unter den Gastpiloten – darunter auch Vereine aus dem Siegerland – die deutschen Meister 2004 im Flugschlepp. Alexander Frisch, der eine »Wilga« steuert, und der Seglerpilot Ulf Reichmann mit einer »Puchacz« zogen mit ihrer Flugschau die Zuschauer ebenfalls in ihren Bann.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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