Baum und Geschenke zur Geburt
Gebhardshain will familienfreundlicher werden

Gebhardshain will Neugeborene freundlich auf der Erde begrüßen.

rai Gebhardshain. Zur 825-Jahrfeier – das ist im Jahr 2044 – könnte in der Höhengemeinde eine schöne Allee gewachsen sein, mit 25 Geburtsjahrgangsbäumen: Der Haupt- und Finanzausschuss beschäftigte sich mit dem Thema, wie Neugeborene in Gebhardshain begrüßt werden können. Die gemeinsame Fraktion von FDP und Wählergruppe Birk hatte vorgeschlagen, möglichst unbürokratisch 250 Euro den Eltern zukommen zu lassen und einen Baum für jeden Säugling zu pflanzen.

Das sei eine freiwillige Sozialleistung, begründete Sebastian Birk den Antrag seiner Fraktion am Mittwoch. Gebhardshain werde so ein Stück familienfreundlicher, meinte Birk, der auf die hohen Anschaffungskosten bei einem Neugeborenen verwies. Der Haushalt sei solide genug, um das zu finanzieren.

"Man muss vorsichtig sein, wenn Politiker Geschenke machen, denn die zahlt der Steuerzahler."Joachim Brenner
CDU-Sprecher

Es sei schön, einen ausgeglichenen Haushalt zu haben, sagte CDU-Sprecher Joachim Brenner, und listete einige Sachen auf, mit denen sich die Kommune engagiert. Beispielsweise sei die Vereinsförderung nach oben geschraubt und ein Kleinspielfeld beschafft worden. „Man muss vorsichtig sein, wenn Politiker Geschenke machen, denn die zahlt der Steuerzahler“, sagte er. Es solle kein Überbietungswettbewerb entstehen.

Die Verbandsgemeinde mache Neugeborenen bzw. deren Eltern eine Aufmerksamkeit. Lätzchen, Mobile und Gutschein, dazu ein Anschreiben. Vielleicht reiche ja auch ein 50-Euro-Gutschein, den die Ortsgemeinde bei der Werbegemeinschaft und damit beim Einzelhandel besorgt, meinte der Christdemokrat.

Ein Baum pro Jahrgang statt pro Kind

Ein Baum sei etwas schönes. Ob ausreichend Fläche vorhanden sei, das sei etwas ganz Anderes. Als Kompromiss schlug er vor, einen Baum für einen ganzen Jahrgang zu pflanzen. Mit Einwilligung der Eltern könnten die Namen der Kinder auf einer Tafel verewigt werden. Peu à peu entstehe so eine Allee. Als Argument führte er an, dass dies nicht gestrichen werden kann, falls sich die Haushaltslage verändern sollte – und: „Es werden die Jahre kommen, in denen es nicht mehr so rosig ist.“

Aus seiner Sicht ist der Bevölkerung mehr geholfen, wenn die Steuerhebesätze nicht erhöht werden müssen. Er sprach auch die auf den Weg gebrachten Baugebiete Hege- und Kreuzweg an: Die Kommune verfüge über extrem viele Flächen. Sein Gedanke: jungen Familien Bauland günstiger anzubieten. Das könne von der Kommunalaufsicht nicht beanstandet werden.

Empfehlung an den Rat

Die Geburtsjahrgangsbäume befand FWG-Sprecher Wolfgang Gerhards für gut. Die FWG tendiere auch zu Gutscheinen. „Ich kann gut mit den Vorschlägen leben“, ließ sich Birk ein. Vielleicht gewinne man die Werbegemeinschaft dafür, ein Scherflein über die 50 Euro hinaus beizusteuern.
Es wurde angeregt, mit den Neugeborenen aus dem Jubiläumsjahr zu beginnen und für jeden Jahrgang dann immer einen „Baum des Jahres“ zu pflanzen. Der Ausschuss hat einen 50-Euro-Gutschein für jedes Neugeborene und einen Jahresbaum mit Tafel für einen Jahrgang dem Gemeinderat empfohlen, der darüber befinden muss.

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen