Jugendfeuerwehren im Ballfieber

Jubiläum der Elkenrother Feuerwehr/Großer Festkommers zum 50-jährigen Bestehen

fram Elkenroth. Verschwitzte Gestalten und schlammverkrustete Torhüter bevölkerten am Samstag ab 8.30 Uhr den Sportplatz. Hart umkämpft war wieder das jährliche Fußballturnier der Jugendfeuerwehren im Kreis. Diesmal trafen sich 15 der insgesamt 18 Jugendwehren.

Die Feuerwehr Elkenroth war im Rahmen ihrer Feier zum 50-jährigen Bestehen Ausrichter. Die Mannschaften von je fünf Feldspielern und einem Torwart bestritten Spiele zu zweimal 20 Minuten, und der Feuerwehrnachwuchs erwies sich als ausdauernd. Schließlich steht alle 14 Tage neben der Ausbildung auch die ein oder andere sportliche Aktion auf dem Programm. Ins Viertelfinale schafften es schließlich die Teams aus Wissen, Daaden, Siegtal, Herdorf, Steinebach, Elkenroth, Kausen und Dauersberg. Und den Sieg im spannenden Endspiel konnte Dauersberg mit 3:1 gegen die Siegtal-Kicker davontragen. Ausgewandert hat es sich damit für den von Landrat Dr. Alfred Beth gestifteten Siegerpokal, der nach ’97 und ’99 nun zum dritten Mal und damit fest in den Händen der Dauersberger ist. »Ich werde dem Landrat erklären müssen, dass er einen neuen Pokal anschaffen muss«, sagte Kreisjugendwart Hans Peter Fries bei der Siegerehrung. Sein Stellvertreter Achim Schlosser händigte an alle Mannschaften die begehrten Trophäen aus. Herdorf errang mit 2:0 gegen Kausen den dritten Platz. Fünfte Mannschaft wurde Elkenroth. Und Betzdorf? Die Vorjahressieger mischten diesmal nicht in den hohen Rängen mit. Das läge daran, so Fries, dass eingespielte Teams in einem bestimmten Alter geschlossen die Jugendfeuerwehr verließen.

Die neue Mannschaft muss sich erst mal einspielen. Bei den unterschiedlichen Leistungsstärken der Fußballmannschaften kamen da auch schon mal zweistellige Torbilanzen heraus. Gepfiffen wurden die Spiele von Profischiedsrichtern: Volker Best aus Daaden, Wolfgang Hammer aus Elkenroth und Timo Weber aus Kausen überwachten die durchweg fairen, temporeichen Begegnungen. Auch Mädchen zeigten, was sie am runden Leder so alles drauf haben, etwa in den Manschaften Katzwinkel und Herdorf. Unter den rund 330 Mitgliedern der Kreisjugendfeuerwehr seien bereits 45 Mädchen – und es würden mehr, erklärte Fries.

Am Abend dann lud die Freiwillige Feuerwehr Elkenroth/Nauroth zum großen Festkommers in das Festzelt auf der Elkenrother Festwiese. Wehrleiter Willibald Schuhen begrüßte zahlreiche Gäste, darunter den Schirmherren, Bürgermeister Günter Schneider, Kreisfeuerwehrinspekteur Eckhard Müller, seinen Stellvertreter und Wehrleiter von Kirchen, Dietmar Urrigshardt, sowie Peter Benner, Wehrleiter von Gebardshain, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und Schriftführer des Landesfeuerwehrverbandes. Ebenfalls der Einladung gefolgt waren der Wehrleiter von Betzdorf, Jürgen Nocker, der ehemalige Wehrleiter der Verbandsgemeinde Gebardshain, Heribert Diedershagen, der Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Elkenroth/Nauroth, Wolfgang Wierny und zahlreiche Ortsbürgermeister der Verbandsgemeinde. Auch die Ortsvereine, Vertreter der Kirchen und Banken und viele andere Löschzüge feierten mit.

1952 gründeten 13 Männer aus Elkenroth, allen voran Schmiedemeister Willi Fasel, die Freiwillige Feuerwehr. Vier hielten ihr bis zur vorgeschriebenen Altersgrenze die Treue und wurden am Samstag herzlich empfangen: Gerhard Alhäuser, Erwin Kutsch, Hermann Mockenhaput und Kunibert Pfeiffer.

»Ich hoffe«, eröffnete Schuhen die Feierlichkeiten, »dass wir uns auch in Zukunft öfter bei festlichen Anlässen treffen als bei brennenden Häusern.« Bürgermeister Schneider sprach der jüngsten Freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Gebhardshain einen hohen Wert zu. Gerade bei der hochspezialisierten Hilfeleistung im modernen Aufgabenfeld leistet der Löschzug III seiner Meinung nach eine qualifizierte Ausbildung. Mit der Beschaffung eines modernen Löschgruppenfahrzeugs und dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses will die Verbandsgemeinde diese Leistung unterstützen. Schneider verlieh Peter Benner und Michael Kutsch für 25 Jahre Mitgliedschaft das Silberne Feuerwehrehrenzeichen. Ein besonderes Geschenk für die Jubilar-Feuerwehr hatten sich die Feuerwehrfrauen ausgedacht. Sie überreichten einen holzgeschnitzten heiligen Florian, der zukünftig die neue Bleibe der Feuerwehr schmücken und beschützen soll.

Musikalisch setzten die Musikkapelle »Harmonie« Elkenroth mit dem Eröffnungsmarsch »Die Sonne geht auf«, der »New York Ouvertüre« und den »Sommergeschichten«, die Gesangsabteilung »Harmonie« Elkenroth, der Musikverein »Rot-Weiß« Nauroth und der Spielmannszug Steinebach Akzente. Mit einem großen Zapfenstreich ließen die Musikkapelle »Harmonie«, der Spielmannszug Steinebach und die Freiwillige Feuerwehr Elkenroth/Nauroth den offiziellen Teil stimmungsvoll ausklingen. Gelöscht werden musste bei dem feurigen Schauspiel nichts.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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