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Kleine Feierstunde statt 800-Jahr-Feier
Nur ein Vorgeschmack

Die lebensgroße Kuh der Gebhardshainer Heimatfreunde war ein Blickfang. Dem Nachbau waren Stirnjoch, Kuhgespann und -geschirr angelegt.
  • Die lebensgroße Kuh der Gebhardshainer Heimatfreunde war ein Blickfang. Dem Nachbau waren Stirnjoch, Kuhgespann und -geschirr angelegt.
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  • hochgeladen von Daniel Montanus (Redakteur)

rai Gebhardshain. „Verschoben ist nicht aufgehoben“: Das sagte Ortsbürgermeister Jürgen Giehl am Samstagnachmittag in einer kleinen Runde am Bürgerforum. Eigentlich wollte Gebhardshain an diesem Wochenende ein besonderes Ereignis feiern: 800 Jahre.

Daraus wurde nichts: Lange schon sind an den Ortseinfahrten die Jubiläumsschilder mit dem Wörtchen „verschoben“ überklebt. Mitte April habe man entschieden, die viertägige Feier am ersten September-Wochenende zu verschieben, so Giehl.

Samstags und sonntags war ein stehender Festzug geplant. Die Vorbereitungen liefen schon lange, auch im Organisationsteam. Diesem gehört Rudi Rödder an. In der Vorwoche hatte er mit Jens Geimer, dem Geschäftsführer der Westerwald-Brauerei, telefoniert.

rai Gebhardshain. „Verschoben ist nicht aufgehoben“: Das sagte Ortsbürgermeister Jürgen Giehl am Samstagnachmittag in einer kleinen Runde am Bürgerforum. Eigentlich wollte Gebhardshain an diesem Wochenende ein besonderes Ereignis feiern: 800 Jahre.

Daraus wurde nichts: Lange schon sind an den Ortseinfahrten die Jubiläumsschilder mit dem Wörtchen „verschoben“ überklebt. Mitte April habe man entschieden, die viertägige Feier am ersten September-Wochenende zu verschieben, so Giehl.

Samstags und sonntags war ein stehender Festzug geplant. Die Vorbereitungen liefen schon lange, auch im Organisationsteam. Diesem gehört Rudi Rödder an. In der Vorwoche hatte er mit Jens Geimer, dem Geschäftsführer der Westerwald-Brauerei, telefoniert. In dem Telefonat entwickelte sich die Idee, etwas Kleines zu machen, um zumindest an das Datum zu erinnern. Von der Idee war auch Giehl angetan. So waren nun zwischen dem Bürgerforum und der Museumsscheune der Heimatfreunde ein paar Tische und Bänke aufgestellt. Blickfang war ein lebensgroßes Kuh-Modell der Heimatfreunde. Es waren Kuhgespann mit Stirnjoch und Geschirr angelegt.

In diesem Rahmen begrüßte Giehl am Samstag die Gäste. Dass sich ein paar bleigraue Wolken am Horizont zeigten, kommentierte er schmunzelnd: „Eigentlich hatten wir schönes Wetter für dieses Wochenende bestellt.“ Es blieb trocken, als er Mitglieder des Ortsgemeinderates sowie Orga-Teams begrüßte. Auch Vertreter der Vereine und der Werbegemeinschaft sowie Vertragspartner waren eingeladen.

Natürlich wird die kleine Feier das eigentliche Jubiläumsfest nicht ersetzen: Das wurde um zwei Jahre auf das erste September-Wochenende 2022 verschoben. Giehl spannte den Bogen zwischen dem neuen Termin und dem kleinen Treffen am Samstag: „Solche Aktionen werden wir in der Zwischenzeit wiederholen.“ Es sei schließlich viel Herzblut in die Vorbereitungen gesteckt worden, und so sei es wichtig, die Zeit bis zum neuen Termin mit kleineren Aktionen zu füllen. An dem Konzept, das dieses Wochenende das Geschehen in Gebhardshain hätte bestimmen sollen, werde man festhalten. Und für die Zwischenzeit seien z. B. Vorträge denkbar. Das soll beim nächste Treffen des Organisationsteams besprochen werden.

In diese Kerbe schlug auch Joachim Brenner, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain. „Als Verbandsgemeinde ist es uns ganz wichtig, dass es nach dieser Phase weitergeht und die Feste nachgeholt werden“, motivierte er. Er erinnerte an die Gastronomen und Schausteller: Diese seien alle nicht im Regen stehengelassen worden. Rudi Rödder habe mit allen telefoniert. Man sei froh, ein solches Engagement in der Gemeinde zu haben, dankte er.

800 Jahre: Es fühle sich an, als sei die Brauerei von Anfang an dabei, sagte Geimer. Es seien viele Ideen entwickelt worden, sagte er und ermunterte: „Macht weiter so und bleibt eine so rühriger Gemeinde.“ Rödder berichtete, dass Norbert Lorsbach das Urkundenbuch mit 1000 Seiten für das Jubiläum erstellt.

In „Aus der Gebhardshainer Geschichte“ notierte Lorsbach: „Zur Zeit des Eintretens von Gebhardshain in die geschriebene Geschichte begegnet uns im Jahr 1216 mit Rorich de Gevardeshagen der Stammvater des niederadeligen Rittergeschlechtes derer von Gebhardshain als Truchseß des Grafen von Sayn.“ Weiter schreibt er: „Um das Jahr 1220 wird Rorich in einem Vertrag zwischen Siegfried von Runkel und Heinrich, Vogt von Westerburg, Dominus Roricus de Gebeharteshain, also Herr von Gebhardshain, genannt.“

Autor:

Rainer Schmitt (Freier Mitarbeiter) aus Betzdorf

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