Obelix »marschierte« am Himmel über Elkenroth

Kuriosum beim Flugplatzfest der Modellflieger

rai Elkenroth. »Take off!«, das Startsignal für Flugpiloten, gab es am vergangenen Sonntag auch beim zweitägigen Flugplatzfest des Modellflugclubs (MFC) Betzdorf/Kirchen pausenlos zu hören: Danach schraubten sich die teilweise bis ins kleinste Detail nachgebauten Flugzeugmodelle in den blauen Himmel über Elkenroth.

Einmal in der Luft, ließen sich die Modelle kaum noch vom Original unterscheiden, beispielsweise auch eine gelb lackierte Bücker. Diese so genannte »Jungmeister«, eine einsitzige Maschine für den Kunstflug, aus der Hobbywerkstatt des Vorsitzenden Friedhelm Pledt war alles andere als von der Stange. In rund 500 Stunden hatte der MFC-Chef den Flieger in Einzelanfertigung gebaut. Ausgestattet ist der Nachbau mit einem 120-Kubikzentimeter-Boxermotor, die nachgebauten Zylinder sind Attrappe. Die Leistung liegt bei 11,5 PS. »Höchstens 100 Stundenkilometer fliegt die Bücker«, berichtete Pledt, denn der Stirnwiderstand sei groß. 3,20 Meter misst die Spannweite des Eigenbaus.

Da konnten die Flugmodelle des gebürtigen Wisseners Horst Fenchel (Marburg) nicht mithalten. In der Welt der Miniatur haben es Fenchel die kleinsten Flieger angetan. Sein kleinstes Modell, der »Micro Dancer«, wiegt bei einer Spannweite von 12,5 Zentimetern gerade mal 47 Gramm. »Über die beiden Motoren wird es auch gelenkt«, erzählte Fenchel, der sich mit seinen Bonsai-Flugzeugen bereits mehrfach im Guinness-Buch der Rekord verewigte. »Die Miniatur-Flieger sind ein kleiner, schöner Gag«, antwortete er auf die Frage nach der Faszination der Zwerg-Modelle.

Wie eine Rakete ging dagegen Fenchels Shuttle ab: Zwei Raketenantriebe katapultierten den Segler senkrecht und mit 100 Sachen in die Höhe, bevor der Pilot vom Boden aus mit dem Freiflugmodell Loopings und ähnliche Kapriolen am Himmel vorführte. Das war auch Pledts Metier, der mit der Bücker Rückenflug, Loopings und Rollen den zahlreichen Zuschauern demonstrierte.

Das Hobby Modellflugbau bietet ein breites Spektrum an Betätigungsmöglichkeiten, wie auch der Schleppflug von Segelflugzeugen verdeutlichte. Damit die Flieger bei der Vielzahl an Starts und Landungen sich auf der Landebahn nicht gegenseitig behinderten oder gar kollidierten, wachte Axel Karmann als Flugleiter und Koordinator an der Landebahn. Rund 50 Piloten mit weit mehr als 100 Modellen beteiligten sich an dem Flugplatzfest, darunter auch Vereine aus dem Siegerland und einer sogar aus dem Nordschwarzwald.

Sicherlich das originellste Modell war ein fliegender Obelix. Der Gag dabei: Der vom Propeller erzeugte Wind treibt ein Schaufelrad an, und Obelix' Beine bewegen sich und treiben einen weiteren Propeller an. Beim Flug sah es dann aus, als ob sich der berühmte Gallier auf seiner ulkigen Konstruktion aus eigener Kraft fortbewegen würde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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