Rat kann sich für neues Rathaus erwärmen

Rudolf Sauerland stellte Pläne vor / FWG bleibt bei Ablehnung / Tag der offenen Tür

goeb Gebhardshain. Der Verbandsgemeinderat Gebhardshain, betonte Bürgermeister Konrad Schwan in der Sitzung am Donnerstag vor dem Gremium, habe richtigerweise Millionen in die Schulen investiert und die Feuerwehren gut ausgestattet. Die Sanierung des Rathauses, seit Jahren angemahnt, sei überfällig. Jeder Hausbesitzer pflege sein Eigentum. Schwan wörtlich: »Klar und deutlich: Dies ist nicht das Rathaus des Bürgermeisters, es ist das Rathaus des Bürgers.« In erster Linie für die Bürger solle es vernünftig hergerichtet werden.

Über die lange Mängelliste des 1965 gebauten Hauses hatte die Siegener Zeitung bereits im Vorfeld berichtet. Schwan machte noch einmal deutlich, dass auch die Bediensteten ein Recht auf einen Arbeitsplatz hätten, an dem ihre Gesundheit nicht gefährdet sei. Wenn man weiterhin aufschiebe, werde das Rathaus zur Dauerbaustelle. Er plädiere deshalb für einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn. Auch er wisse, so Schwan weiter, dass 2,2 Mill. e keine Kleinigkeit seien. »Aber wir haben in dieser Verbandsgemeinde wesentlich größere Investitionen getätigt und haben dennoch in der VG und den Ortsgemeinden unsere Aufgaben erfüllt.« Man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Maßnahme vertretbar sei. Schwan sprach davon, dass die VG-Umlage vorübergehend um 2 Prozentpunkte steigen könne. Doch mit der Förderung des Landes könne dieser Wert auch wieder zurückgeführt werden. Skeptikern aus der Bürgerschaft bot der Bürgermeister an, ihn bzw. Rathausbedienstete am Samstag, 18. Oktober, im Rathaus zu besuchen. Der Tag des Gebhardshainer Hebrstfestes ist auch Tag der offenen Tür im Rathaus.

Während von der CDU-Fraktion und auch von der SPD volle Zustimmung für die Pläne signalisiert wurde, stimmte die FWG-Fraktion zwar für die Erneuerung der Heiztechnik, votierte aber gegen die Sanierung insgesamt. Auch die Einsparung von 80000 e durch die Verkleinerung des Sitzungssaals von ursprünglich angepeilten 146 Qudratmetern auf 106 qm mochte Sprecher Josef Bäcker nicht überzeugen. Bei insgesamt fünf Gegenstimmen der FWG bekam das Projekt Rathaus jedoch eine große Mehrheit.

Vom alten Rathaus wird nicht viel mehr als der Rohbau übrig bleiben, so verdeutlichte Architekt Rudolf Sauerland (Hachenburg). Zuvor hatte Peter Frings (Haustechnik) kaum ein gutes Haar am technischen Stand des Gebäudes gelassen. Schiefe Heizkörper, zum Teil verrostete Leitungen, eine 20 Jahre alte Heizung, deren Kessel leckt: Dies ist das düstere Bild. Auch die Elektroverteilung darf – nach dem Brand im Düsseldorfer Flughafen – nicht an Fluchtwegen verlegt werden, ergo fällt das Treppenhaus, wo sie sich jetzt befindet, für die Verteilung weg.

Einen Überblick über die Pläne verschaffte noch einmal Rudolf Sauerland den Ratsmitgliedern. So grenzt das Trauzimmer an den Sitzungssaal. Eine mobile Wand schafft im Verbund die Möglichkeit einer Örtlichkeit für kleinere Veranstaltungen. Über den Haupteingang mit Windfang gelangt man barrierefrei ins Bürgerbüro (drei Arbeitsplätze). Der Neubau soll architektonisch den starren Altbau auflockern. Sauerland will trotz der fast 50 notwendigen Parkplätze die prägenden Bäume erhalten. Weitere Akzente im Haus setzen eine Behindertentoilette und ein Aufzug.

Raum gewinnen wird das Dachgeschoss (mit Lichtbändern) und gestreckter Deckenhöhe. Darauf sitzen Pultdächer, die Fassaden erhalten Stukturputz, zum Teil farbig.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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