Roter Milan soll in Gebhardshain Windkraftanlagen verhindern

Neues Gutachten zum Vorkommen des seltenen Vogels

sz Gebhardshain. Die Windkraft bleibt das alles beherrschende Thema in der Kommunalpolitik. So befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Bürgerforum im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Gebhardshain mit der Teilfortschreibung Windenergie. Für Gesprächsstoff sorgte der vor gut zwei Wochen gewonnene Rechtsstreit der Gemeinde Weyerbusch gegen den geplanten Windpark bei Hilkhausen vor dem Oberverwaltungsgericht. Ausschlag gebend war das Vorkommen des Roten Milan in dieser Gegend, allerdings liegt eine detaillierte Urteilsbegründung noch nicht vor.

Nun hoffen auch die Gebhardshainer darauf, dass sich der seltene Vogel regelmäßig in ihrer Gemeinde sehen lässt. Deshalb wurde bereits ein ornithologisches Gutachten zum Roten Milan durch Anton Hammes und die Bürgerinitiative gegen Windkraft in Auftrag gegeben. Ein älteres Gutachten wurde zu einer Jahreszeit erstellt, in der die Vögel nicht zu sehen gewesen waren bzw. die Brut die Nester bereits verlassen hatte.

Nach einer intensiven Diskussion und auf Antrag der CDU-Fraktion fordert die Ortsgemeinde nun von der Verbandsgemeinde, dass von privater Seite in Auftrag gegebene Gutachten zum Vorkommen des Roten Milan im Gebiet der Vorrangfläche des Flächennutzungsplans selbst als Auftraggeber zu übernehmen und die Kosten in Höhe von ca. 3000 Euro zu tragen. Sollte die Verbandsgemeinde dies ablehnen, will die Ortsgemeinde den Auftrag übernehmen und für die Kosten aufkommen. Gegen diesen Antrag sprach sich – ohne Erfolg – Jürgen Giehl (FWG) aus. Er fragte sich, warum die Ortsgemeinde für ein Gutachten bezahlen sollte, das bereits von Privatpersonen in Auftrag gegeben worden sei. Was nun tatsächlich auf die Ortsgemeinde Gebhardshain, die Windkraftgegner und eventuell benachbarte Regionen zukommt, bleibt abzuwarten. Eventuell wäre dann die Flächennutzungsplanung der Verbandsgemeinde hinfällig – mit weit reichenden Folgen. Dennoch gab der Ortsgemeinderat seine Zustimmung zur 5. Änderung des Plans.

Weiterhin beschloss der Rat die Widmung eines Teilstücks der Industriestraße, von der Einmündung in die Hachenburger Straße (L281) bis zur Grundstückgrenze der Parzellen 2/40 und 2/41 in der Gemarkung Gebhardshain. Ebenso legte man die Vorausleistungen für die erstmalige Herstellung eines Teilstücks der Industriestraße und das Ausbauprogramm fest. Auch erfolgte die Auftragsvergabe für den Endausbau »Meilerweg, Hegeweg, Alter Fensdorfer Weg« an eine Firma aus Westerburg zum Gesamtpreis von 336000 Euro. Ursprünglich hatte die Gemeinde hierfür 528000 veranschlagt.

Unter Bekanntgaben und Anfragen teilte Ortsbürgermeister Heiner Kölzer mit, dass auch in diesem Jahr wieder eine Waldsäuberungsaktion stattfindet. Treffpunkt ist der Bauhof in Gebhardshain am Samstag, 8. April, um 9 Uhr. Die Arbeiten der rhenag zur Verlegung von Gasversorgungsleitungen und Hausanschlüssen stehen kurz vor dem Abschluss. Bedingt durch die extreme Witterung des Winters konnten bisher nicht alle Deckschichten auf den Straßen aufgebracht werden. Diese Arbeiten sollen jedoch jetzt so schnell wie möglich nachgeholt werden. Die Verwaltung wird die korrekte Durchführung der Arbeiten überwachen und prüfen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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