Spielplatz und Tempo 30 gefordert

Elbens Bürgerinnen und Bürger befürchten Probleme durch HTS/A-4-Baustellenverkehr

win Elben. Kein Platz war mehr frei, als am Dienstagabend Bürgermeister Peter Brüser im Elbener Jugendheim die Bürgerversammlung für Elben und Scheiderwald eröffnete. Trotz harter »Konkurrenz«–(Fußball-Fernsehübertragung und Gottesdienst) waren zahlreiche Elbener und Scheiderwälder gekommen, um über Probleme der Ortschaft zu diskutieren.

Den Auftakt gaben mehrere junge Mütter, die sich mit der Bitte an Bürgermeister Brüser wandten, der Ortschaft einen neuen Kinderspielplatz einzurichten. Zum einen genüge die alte Anlage den Ansprüchen nicht mehr, zum anderen laufe der künftige Verkehr zur Baustelle der HTS/Autobahn 4 direkt am alten Kinderspielplatz entlang. Brüser sagte zu, vor allem, weil eine Lösung greifbar scheint. Denn die Bürger haben schon ein Grundstück im Visier: Es handelt sich um eine Fläche, die der Kreis Olpe vor Jahren erwarb, um die Kreisstraße verlegen zu können.

Diese Maßnahme ist inzwischen ad acta gelegt, so dass das Grundstück zur Verfügung steht. Brüser erklärte, er habe Signale von der Kreisverwaltung erhalten, dass ein Tausch oder Kauf machbar sei. Eine endgültige Entscheidung müsse aber der Gemeinderat treffen. Baudezernent Reiner Jung ergänzte, dass die Gemeinde bei der Verlegung eines vorhandenen Kinderspielplatzes erwarte, dass die Eltern beim Neubau Hand anlegten. Die Anwesenden ließen erkennen, dass die dazu willens seien.

Der Verkehr zur bevorstehenden Großbaustelle bildete den Zentralpunkt der übrigen Diskussionen. Mehrere Bürger forderten, dass zumindest während der Bauphase auf der Ortsdurchfahrt eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 eingerichtet werden sollte. Diese und andere Forderungen, etwa nach einem Fußgängerüberweg, verwies Brüser weiter zur Kreisverwaltung, da die Gemeinde hier keine Zuständigkeit besitze.

Mehrere Bürger forderten, dass die Bushaltestelle in der Ortsmitte mit einem so genannten »roten Reiter«–versehen werden solle. Dieser weist die Schulbusfahrer an, beim Halt die Warnblinkanlage einzuschalten. Dies bedeutet für den Autofahrer, dass er, so lange der Bus rollt, warten muss und er am stehenden Bus nur mit Schritttempo vorbei fahren darf. Angesichts der Tatsache, dass bei der ursprünglichen Überprüfung der Bushaltestellen noch keine Gelenkbusse eingesetzt worden seien, diese weit längeren Fahrzeuge aber nun in Elben im Einsatz seien, sagte Brüser zumindest zu, dass eine Überprüfung der Situation stattfinden solle.

Länger wurde über ein angeblich für Elben spezifisches Problem diskutiert: die häufige Verstopfung von Gullys. Vom Elberscheid kämen solche Wassermassen herunter, dass die beauftragte Firma nicht nachkomme, die Einläufe von Sand, Schotter und Blättern freizuhalten, so mehrere Bürger. Auch hier wurde seitens Brüser und Jung zugesagt, zu prüfen, ob eine solche Reinigung häufiger erfolgen könne – verbunden mit der Aufforderung, dass die Anlieger nicht bei jeder Verstopfung den Bauhof rufen müsse, sondern auch selbst Abhilfe schaffen könne.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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