Verschiedene Blickwinkel auf Land und Leute

Rund 200 Zuschauer sahen in Steinebach den ersten Film über das Gebhardshainer Land

juli Steinebach. Der Bürgersaal im »Steinebacher Hof« wurde am Samstag kurzfristig zum Kino umfunktioniert. Das »Gebhardshainer Land. Menschen – Brauchtum – Landschaften« sahen dort über 200 Zuschauer auf der Leinwand. Gastgeber der Premiere waren Drehbuchautor und Bürgermeister Konrad Schwan sowie Produzent Willi Eckhardt.

In diesem großen Stil wurde der Film nur bei seiner ersten Vorstellung gezeigt. Er ist als DVD für 16 Euro im Rathaus in Gebhardshain und in verschiedenen Geschäften erhältlich. Ebenfalls frisch erschienen ist die neue topographische Karte »Gebhardshainer Ferienland«.

Die Historie, die Entwicklung der früher leicht spöttisch »Haferländchen« genannten Region und das heutige Leben im Alltag und bei Festlichkeiten sind abwechslungsreich und informativ umgesetzt worden. Unter Tage, auf Augenhöhe mit den Menschen und aus der Luft gibt der Film verschiedene Perspektiven auf das Gebhardshainer Land.

Alte Fotos und Aufnahmen aus dem Besucherbergwerk »Grube Bindweide« dokumentieren den Basaltabbau und die Förderung von Eisenerz, die wesentlich zur Entwicklung der Region beigetragen haben. Wie sehr der Bergbau mit der Gemeinde verschmolzen ist, zeigt das Beispiel der Grubenschmiede in Steinebach, die heute als Kirche genutzt wird und der heiligen Barbara gewidmet ist, der Schutzpatronin der Bergleute. Die katholische Prägung kommt deutlich zum Ausdruck: Den Fronleichnamszügen in den Dörfern und den Wallfahrten ins benachbarte Marienstatt wird großer Raum zugestanden. Detailliert werden auch das Backhaus und die Mühle in Dickendorf in Wort und laufenden Bildern beschrieben. »Das Gebhardshainer Land« erzählt auch viel vom gesellschaftlichen und alltäglichen Leben in Schulen, Kindergärten, Sportvereinen und bei der Feuerwehr. Schöne Panoramablicke über das waldreiche, hügelige Land bieten die Luftaufnahmen. Trotz einiger Längen bei sehr detaillierten Beschreibungen ist der Film insgesamt sehenswert und verschafft dem Zuschauer einen umfassenden Überblick über das Gebhardshainer Land. Ein Jahr lang haben Schwan und Eckhardt an dem Film gearbeitet. »Die Menschen stehen an erster Stelle, danach kommt die Landschaft, deshalb ist die Reihenfolge des Untertitels wichtig«, erläuterte Eckhardt die Schwerpunktsetzung. Der Bürgermeister hatte zwei Drehbücher geschrieben. »Das erste habe ich nach einem Drehtag weggeschmissen und dann ein völlig neues geschrieben«, erinnere er sich an die Startschwierigkeiten. Danach scheint die Arbeit gut gelaufen zu sein, jedenfalls ist ein zweiter Teil bereits in Planung.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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