Westerwaldbahn ist an weiteren Strecken interessiert

Konrad Schwan informierte sich über die nächsten Pläne

Bindweide. Zu einem Informationsbesuch zur Westerwaldbahn GmbH kam der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Konrad Schwan zur Bindweide. Geschäftsführer Horst Klein und Prokurist Martin Mockenhaupt informierten über das Unternehmen, das mit dem Betrieb der Hellertalbahn 56 Personen beschäftigt, die meisten aus der Verbandsgemeinde Gebhardshain. Die Westerwaldbahn, so Klein, sei an der Übernahme weiterer Verkehrsanlagen im Großraum Westerwald interessiert. Allerdings seien solche großen Eisenbahnverkehre, wie sie jetzt vor Ausschreibungen ständen, nur mit leistungsfähigen Partnern zu betreiben.

Bewährt hat sich nach Meinung der Geschäftsführung der Westerwaldbahn der Betrieb auf der Daadetalbahn, mit steigenden Fahrgastzahlen. Die Hellertalbahn habe nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen eine Stabilisierung erreicht. Erfüllt hätten sich auch die Erwartungen auf der Strecke Altenkirchen– Puderbach, auf der Güter transportiert werden. Die Stammstrecke von Scheuerfeld bis Weitefeld lebe beim Gütertransport von einigen Unternehmen, vor allem auch vom Transport von Schrott. Im Busverkehr sei vor allem die Schüler- und Kindergartenbeförderung das Rückgrad des Unternehmens.

Hoffnungen setzt die Westerwaldbahn auf den Verbundtarif der Schienenstrecken im Kreis Altenkirchen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg, erklärte Kreis-beigeordneter Ottmar Haardt. Für das Gebhardshainer Land hat dies im Busverkehr zunächst keine Auswirkungen. Ob der Kreis Altenkirchen endgültig dem Tarifverbund Rhein-Mosel beitritt, hängt von den Kosten ab, auf die die politischen Gremien warten.

Zur Verbesserung der Gesamtsituation will die Westerwaldbahn auf der Bindweide groß investieren. Für einen neuen Betriebshof sollen rund 10 Mill. DM ausgegeben werden. Hieran wird sich das Land mit erheblichen Mitteln beteiligen. Damit werden im Gebhardshainer Land Arbeitsplätze attraktiver und sicherer, betonte Klein. Bei der Westerwaldbahn hofft man, dass im Frühjahr 2002 mit der Baumaßnahme begonnen werden kann.

Geschäftsführer Klein und Prokurist Mockenhaupt erklärten auf Fragen von Konrad Schwan, dass auch im Bus- und Schienenverkehr der Wettbewerb immer härter werde. Es deuteten sich Kooperationen, Konzentrationen und Firmenübernahmen an, wobei – wie im Abfallbereich – auch französische Konzerne eine bedeutende Rolle spielten. Angesichts der hohen Förderungen, die der Bund über die Länder für öffentlichen Personenverkehr bereit stelle, habe sich ein lukratives Betätigungsfeld aufgetan, das Verkehrsunternehmen geradezu anziehe. Die Westerwaldbahn rüste sich aber, um im Konzert der Großen auch weiterhin eine Rolle zu spielen. Schwan wünschte dem Unternehmen für die Zukunft viel Erfolg, vor allem im Interesse der hier Beschäftigten, aber auch der Menschen, für die Busverbindungen sicher gestellt werden müssten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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