Der »Eiskeller« bleibt in der Kritik

SPD fragt nach dem Planungsstand für Flammersbacher Wohngebiet »Auf dem Damm«

sz Flammersbach. Auf Grund der massiven Bedenken, die von nahezu allen Teilnehmern der Bürgerversammlung bereits im Frühjahr 2000 gegen den Bebauungsplan »Auf dem Damm« vorgetragen wurden, beschäftigte sich die Wilnsdorfer SPD-Fraktion unter dem Vorsitz von Petra Weskamp erneut mit diesem geplanten Baugebiet, welches im Flammersbacher Volksmund die wenig attraktive Bezeichnung »Der Eiskeller« erhalten hat.

Probleme sehen die Flammersbacher Einwohner vor allem in den klimatisch unwirtlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen sowie in der bergseitig ansteigenden Nordhanglage. Zudem wurde schon vor zweieinhalb Jahren moniert, dass auch ein naturgeschützter Landschaftsteil, der im Biotopkataster enthalten ist, in das Plangebiet miteinbezogen wurde. Der denkbar schlechte Zustand der Erschließungsstraßen wird nach Ansicht der Dorfbewohner die schon allein auf Grund der Geländebeschaffenheit hohen Erschließungskosten noch weiter vergrößern. Sorgen bereiten auch die schmalen Fahrbahnen im Ort, die schon jetzt dazu führen, dass im Bereich des Kindergartens beim Begegnungsverkehr die großen Gelenkbusse häufig über den Gehweg fahren.

Nach Ansicht des Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Klaus-Dieter Schneider haben die Einwände vieler Bürger deutlich gemacht, dass noch ein erheblicher Beratungsbedarf hinsichtlich dieses Bebauungsplanes besteht. Die Sozialdemokraten sind jedoch über einen weiteren Umstand sehr besorgt: Sie sind nicht damit einverstanden, wie die Anwohner, die Gemeindevertreter und Bauauschussmitglieder von der Gemeindeverwaltung über den aktuellen Planungsstand informiert werden. Anfang Juni wurde in der Siegerländer Presse über eine Ortsbegehung der CDU in Flammersbach -und hier besonders in dem geplanten Baugebiet »Auf dem Damm« - berichtet. In den Berichten wurde detailliert die Zahl der Baugrundstücke und die Anzahl der Straßen genannt sowie die Tatsache vermerkt, dass ein Wendeplatz geplant sei.

Da in der Juni-Sitzung des Bauausschusses trotz zeitlicher Nähe zu dieser Begehung der Planungsstand nicht als Tagesordnungspunkt behandelt wurde und zahlreiche Einwohner in Flammersbach - und hier überwiegend die betroffenen Anlieger des geplanten Baugebietes - sich darüber gewundert haben, dass sie über die Presse derartige - sie selbst betreffende - Informationen erfuhren, bittet die SPD-Fraktion den Bürgermeister, in der kommenden Ratssitzung am 11. Juli bezüglich des Bebauungsplanes »Auf dem Damm« folgende Fragen zu beantworten:

1. Wie weit ist die Planung diese Baugebietes fortgeschritten?

2. Wo sollen die geplanten Straßen verlaufen?

3. Wo liegt der geplante Wendeplatz?

4. Wann soll in den Zeitungsmeldungen angekündigte »baldige Information der Anlieger« stattfinden?

5. Ist die auf der Bürgerversammlung vor zweieinhalb Jahren zugesagte »Verkleinerung des Baugebietes aus ökologischen Gründen« in die Planung miteinbezogen worden?

Zusammenfassend schreibt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johannes Bottländer an den Bürgermeister: »Gerade weil bereits in der lang zurückliegenden Bürgerversammlung in Flammersbach im Frühjahr 2000 bezüglich des geplanten Baugebietes »Auf dem Damm« von einer großen Mehrheit der anwesenden Bürger massiven Bedenken gegen das Baugebiet geäußert wurden, halten wir eine rechtzeitige Information der Anlieger sowie der vom Volk gewählten Ratsvertreter in den öffentlichen Sitzungen für angemessener als die Vorabinformation in einer Parteiveranstaltung und bitten Sie daher um die Beantwortung der o.a. Fragen.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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