Der Funke ist übergesprungen

Klingspor profitiert von Konjunkturbelebung / Volle Auftragsbücher und Vollauslastung

ch Haiger. Haiger, Frühschicht, ein Blick in die Fertigungshalle: Erst die Papierunterlage, dann Klebstoff und Körnung aufgetragen und ab mit dem Schleifmittel in den Trockenofen. Nach der Nachlackierung, welche Stabilität und mechanische Eigenschaften des modernen »Schmirgelpapiers« bestimmt, und erneutem Trockengang wird das Produkt in die Rollenschneiderei des mittelständischen Unternehmens übergeben. So produziert Klingspor derzeit Schleifmittel am laufenden Band. Kilometer für Kilometer, Quadratmeter für Quadratmeter. »Es brummt«, bestätigt Klingspor-Geschäftsführer Dr. Steffen Neu der SZ.

Die 640 Mitarbeiter des Werkes – hessischer Stammsitz der Unternehmensgruppe, die über 100 Jahre alt und in der vierten Generation im Familienbesitz ist – haben gut zu tun. Die Auftragsbücher sind voll. Die Produktion ist voll ausgelastet. In bis zu vier Schichten wird gefertigt. Neu: »Unsere Kunden in Industrie, Handwerk und Handel profitieren von der Konjunkturbelebung mit ihrem Auftragsplus und ordern deshalb kräftig. Selbst die Inlandsnachfrage hat angezogen!« Das merken die mehr als 2000 Klingspor-Beschäftigten an den 36 Standorten weltweit. Pro Tag stellt die Gruppe u.a. 135000 Quadratmeter Schleifmittel auf Unterlage, 240000 so genannte Fiberscheiben und 150000 Trenn- und Schruppscheiben her. Dazu jede Menge Schleifmopteller.

Aufgrund dieses Ausstoßes erwartet der Mittelständler einen erneuten Umsatzanstieg. 2004 erwirtschaftete Klingspor 185 Mill. Euro Umsatz konsolidiert, im vergangenen Jahr waren es 200 Mill. Euro. Und in diesem Jahr »werden wir ungefähr 208 Mill. Euro umsetzen«, so ein zufriedener Geschäftsführer Neu. Auch die Ertragssituation werde sich entsprechend verbessern. Dies sei wichtig für die Zukunft der Gruppe: Klingspor investiere in der Regel einen großen Teil des Gewinns wieder ins Unternehmen.

Zum einen: Jährlich die Hälfte dieses Gewinnes werde in Forschung- und Entwicklung gesteckt; damit treibe das firmeneigene Technikum – etwa 50 Mitarbeiter sorgen in Haiger zentral für den Fortschritt der kompletten Gruppe – Innovationen voran. Zum anderen: Größere Beträge werden ebenfalls in Rationalisierung und Automatisierung investiert. Derzeit werde z.B. der Arbeitsfluss in der Bänderproduktion neu oranisiert und mit Automaten ausgerüstet – um die Durchlaufzeiten in der Produktion um die Hälfte zu verkürzen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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