Kalte Enteignung?

Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative nahmen das Gelände des geplanten Gewerbegebiets Oberschelden/Seelbach in Augenschein.  Foto: BI
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sz Seelbach. Vor kurzem informierte der Vorstand der Waldgenossenschaft Seelbach die Aktivisten der 2001 gegründeten Bürgerinitiative „Pro Wohnen Seelbach“, deren Mitglied die Waldgenossenschaft ist, über den Sachstand zum geplanten Gewerbegebiet Oberschelden/Seelbach. Anlass war ein Besuch des Siegener Bürgermeisters Steffen Mues bei den Waldgenossen.

Steffen Mues habe in dem Gespräch nach Angaben des Waldvorstands den Willen der Stadt Siegen zur Durchsetzung des Plans bekräftigt. Während die Vertreter der Waldgenossenschaft auf die eindeutige Beschlusslage ihrer Mitgliederversammlung verwiesen, die einen Verkauf von Haubergsgelände verbiete, habe der Bürgermeister erklärt, dass die Stadt Siegen auch ohne in den Besitz des Geländes zu kommen, „Oberschelden/Seelbach“ mit Direktanschluss an die A 45 vorwärts bringen werde.

Die Verantwortlichen von „Pro Wohnen Seelbach“ verweisen hierzu auf Aussagen der Stadtführung unter Ex-Bürgermeister Ulf Stötzel, die eine „Enteignung“ der Waldgenossenschaft Seelbach kategorisch ausschlossen. Die nun von Bürgermeister Steffen Mues geäußerte Zielrichtung zur Erschließung komme einer „kalten Enteignung“ gleich, die Interessen der Waldgenossenschaft Seelbach würden übergangen, obwohl gerade sie bisher maßgeblich Gewerbeansiedlung in Seelbach fördere. Weiter fragt „Pro Wohnen Seelbach“, ob so der zukünftige Umgang der Stadtverwaltung mit Siegener Waldgenossenschaften aussehen solle.

Die Verantwortung für die Gewerbeflächenproblematik trügen weder Waldgenossenschaften noch Bürgerinitiativen, sondern allein die jeweilige politische Führung der letzten Jahrzehnte in Siegen, stellen die Bürgerinitiativler fest, die sich auf – nach eigenen Angaben – über 1100 Mitglieder in Seelbach und Oberschelden stützen. Nach wie vor gehe es „Pro Wohnen Seelbach“ um den Erhalt der Wohnqualität und der Naherholungsmöglichkeiten in Seelbach bzw. dem Stoppen des ungezügelten Flächenfraßes im Stadtteil.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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