Kommunalpolitik stand im Mittelpunkt

Jahreshauptversammlung des SPD-Gemeindeverbands Wilnsdorf im Bürgerhaus Flammersbach

Flammersbach. Kommunalpolitische Angelegenheiten standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung, zu der der SPD-Gemeindeverband Wilnsdorf seine Mitglieder in das Flammersbacher Bürgerhaus eingeladen hatte. In seiner Begrüßung ging Vorsitzender Michael Paar auf die Notwendigkeit ein, die vielfältigen Probleme in der Gemeinde Wilnsdorf gemeinsam zu lösen. Die Bürger hätten durchaus die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren und ihre Interessen wahrzunehmen. Als positive Beispiele könnten der neu gegründete Agenda-21-Arbeitskreis »Ökologisches Bauen« sowie das Wilnsdorfer Diskussionsforum im Internet betrachtet werden. Dazu konnte Vor-standsmitglied Volker Bell den Teilnehmern die erfreuliche Feststellung mitteilen, dass allein in den ersten vier Wochen über 1600 Zugriffe auf die Internet-Seiten des Bürgerforums registriert wurden. Ein Schwerpunkt des Rechenschaftsberichts war die Gründung des Ortsvereins Weißtal. Michael Paar teilte hierzu mit, dass Johannes Bottländer (Anzhausen) und Eva-Maria Schneider-Heimel (Rudersdorf) den Vorsitz innehaben und von Günter Kölsch (Kassenwart) und Friedrich Solbach (Schriftführer) unterstützt werden. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde besonders der Kampf um die Erhaltung der Universität Siegen erörtert. Willi Brase, Mitglied des Deutschen Bundestags, betonte ausdrücklich die Notwendigkeit, dass an der heimischen Universität die neuen Qualifikationsmöglichkeiten auch rasch in die Tat umgesetzt würden. Die neuen Master-Studiengänge sollten schon in diesem Jahr in das vielfältige Angebot der Hochschule aufgenommen werden. Abschließend beschäftigte sich der Gemeindeverband mit der finanziellen Lage der Gemeinde Wilnsdorf. Hierzu erläuterte Hermann Fries, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Wilnsdorfer Rat, die wesentlichen finanziellen Daten dieses umfangreichen Zahlenwerks: Die Gemeinde Wilnsdorf lebe noch immer über ihre Verhältnisse. Besonders die Entwicklung der Kassenkredite in den letzten drei Jahren (von 22 Mill. DM im Jahre 1999 bis zu 29 Mill. DM im Jahre 2001) gebe Anlass zu großer Sorge. Von einem »kontinuierlichen Schuldenabbau«, wie der Bürgermeister den Haushaltsplan charakterisiert habe, könne nicht die Rede sein. Fries stellte die Frage, ob Kassenkredite keine Schulden seien. Für die Finanzierung der Kassenkredite seien im Jahre 2001 fast 1,5 Mill. DM Zinsen aufzubringen, was eine Steigerung von 50 Prozent des Vorjahresaufwands bedeute; somit werde der Verwaltungshaushalt nicht entlastet, sondern mit ca. 500000 DM mehr belastet. Die Höhe der Verschuldung werde noch deutlicher, wenn man die positive Tatsache berücksichtige, dass die Gemeinde Wilnsdorf im Jahre 2001 durch Kreisumlage und Gewerbesteuerumlage um ca. 2,5 Mill. DM entlastet werde. In den anschließenden Diskussionsbeiträgen wurde besonders der schlechte Zustand der Gemeindestraßen kritisiert. Angesichts der enormen Rückzahlungsverpflichtungen seitens der Gemeinde konnten hierzu die anwesenden Ratsmitglieder den anwesenden Bürgern keine Hoffnung auf eine Verbesserung des Straßenzustands machen; im Gegenteil: Johannes Bottländer sprach von einer dramatischen Entwicklung, die auf den Bürger zukommen und auch vor höheren Gebühren keinen Halt machen werde.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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