Schulzeit wurde wieder lebendig

103 ehemalige Volksschüler aus Flammersbach und Anzhausen trafen sich zum Schulfest

sz Flammersbach. Mit der altehrwürdigen Ortsschelle läutete Ortsvorsteher Helmut Berg am Samstagnachmittag ein besonderes »Schulfest« in der ehemaligen Volksschule ein. Das Gebäude wurde bis 1968 als Volksschule genutzt und dient seit 1981 als Bürgerhaus. Entstanden war die Idee bereits im Jahre 2002, als die ehemalige Schule auf ein 100-jähriges Bestehen zurückblicken konnte.

In aufwendiger Kleinarbeit hatten Ortsvorsteher Helmut Berg und der Heimatwart des SGV Flammersbach, Manfred Berg, mit ihrem Team die Namen und Adressen der noch lebenden ehemaligen Schülerinnen und Schüler ausfindig gemacht, die bis 1950 in Flammersbach oder in Anzhausen eingeschult worden waren. 147 Einladungen zu einem Wiedersehenstreffen hatte man im Vorfeld abgeschickt. Die Resonanz war großartig. 137 ehemalige Schüler reagierten auf die Einladung. »Mit 103 Erschienenen hatten wir nicht gerechnet«, war Helmut Berg von der Resonanz überwältigt. Bereits auf dem Vorplatz gab es schon einmal ein herzliches Händeschütteln und eine Begrüßung: »Ach der Friedrich und die Hanni, wie heißest du noch, wo wohnst du denn?«. Man lag sich regelrecht in den Armen, die Wiedersehensfreude war Allen anzumerken. Lange hatte man sich nicht mehr gesehen.

Die Jahre waren nicht spurlos vorübergegangen. 42 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wohnen außerhalb von Flammersbach. Sie reisten zum Beispiel aus dem Raum Köln und Düsseldorf nach Flammersbach. Mit 90 Jahren war Thekla Bender die älteste Teilnehmerin, die jüngste war gerade einmal 62 Jahre alt. »Alles nette Leute«, freuten sich die Initiatoren. Eine Bildergalerie mit den Schulbildern zu Zeiten des Lehrers Richard Wetter von 1904 bis 1938 erinnerte an die Vergangenheit der Schulzeit.

Nach der Begrüßung durch Helmut Berg kamen die Kindergartenkinder und brachten den Gästen ein Ständchen mit einem bunten Melodienstrauß. Die Kaffeepause läutete man mit dem gemeinsamen Lied »Wer recht in Freuden wandern will« ein. Die 84-jährige Johanna Honig begleitete den Gesang auf der »Knutsch« zur Freude der Gäste. Dieses Lied hatte der Schülerchor 1949 bei der neuen Schuleinweihung – aufgrund Zerstörung im Kriege war der Schulbetrieb zwischenzeitlich nach Anzhausen verlegt worden – gesungen. Einige erinnerten sich noch daran.

Anekdoten machten die Runde

Die Zeit für Erinnerungen, Begegnungen und Gespräche wurde lebendig durch einen Film über Flammersbach, den Manfred Berg zeigte. Schulgeschichten und Anekdoten machten die Runde. Dazwischen immer einmal die Frage: »Weißt Du noch?«. Mit dem gemeinsamen Lied »Kein schöner Land« nahm man die Erinnerung an dieses gemeinsame Erlebnis mit auf den Nachhauseweg. Aus Platzgründen konnte man die ab 1951 eingeschulten Flammersbacher nicht einladen. Dieses Treffen soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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