TSV Steinbach Haiger
Kring: „Neuer Angriff auf Spitzengruppe“

Mit dieser Mannschaft möchte der TSV Steinbach Haiger die Spitzenteams der Regionalliga Südwest in der Fußball-Saison 2019/2020 so lange wie möglich ärgern. Vierte Reihe (v.l.): Tino Bradara, Dennis Wegner, Dino Bisanovic, Moritz Göttel, Marcel Damaschek, Sasa Strujic, Christopher Kramer, Gani Sevim, Serhat Ilhan. Dritte Reihe: Raphael Herrmann (Physiotherapeut), Peter Kovacs (Physiotherapeut), Jannik Mause, Sascha Marquet, David Haider Kamm Al-Azzawe, Benjamin Kirchhoff, Björn Franz (Betreuer), John Schwehn (Zeugwart). Zweite Reihe: Matthias Georg (Geschäftsführer), Sascha Rausch (TW-Trainer), Adrian Alipour (Cheftrainer), Nico Herzig, Nikola Trkulja, Sören Eismann, Frank Döpper (Co-Trainer), Johannes Sander (Athletik-Trainer), Jörg Engel (Leiter Spielbetrieb Senioren). Vordere Reihe: Philipp Hanke, Johannes Bender, Tim Paterok, Matay Birol, Raphael Koczor, Manuel Hoffmann, Gian Maria Olizzo. Es fehlt, der erst nach dem Fototermin verpflichtete Sascha Wenninger.	Foto: Verein
  • Mit dieser Mannschaft möchte der TSV Steinbach Haiger die Spitzenteams der Regionalliga Südwest in der Fußball-Saison 2019/2020 so lange wie möglich ärgern. Vierte Reihe (v.l.): Tino Bradara, Dennis Wegner, Dino Bisanovic, Moritz Göttel, Marcel Damaschek, Sasa Strujic, Christopher Kramer, Gani Sevim, Serhat Ilhan. Dritte Reihe: Raphael Herrmann (Physiotherapeut), Peter Kovacs (Physiotherapeut), Jannik Mause, Sascha Marquet, David Haider Kamm Al-Azzawe, Benjamin Kirchhoff, Björn Franz (Betreuer), John Schwehn (Zeugwart). Zweite Reihe: Matthias Georg (Geschäftsführer), Sascha Rausch (TW-Trainer), Adrian Alipour (Cheftrainer), Nico Herzig, Nikola Trkulja, Sören Eismann, Frank Döpper (Co-Trainer), Johannes Sander (Athletik-Trainer), Jörg Engel (Leiter Spielbetrieb Senioren). Vordere Reihe: Philipp Hanke, Johannes Bender, Tim Paterok, Matay Birol, Raphael Koczor, Manuel Hoffmann, Gian Maria Olizzo. Es fehlt, der erst nach dem Fototermin verpflichtete Sascha Wenninger. Foto: Verein
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

sq Haiger. Der TSV Steinbach Haiger startet nun schon in seine fünfte Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest. Nachdem der Dorfclub aus Mittelhessen in der Premierensaison nach dem Aufstieg aus der fünftklassigen Hessenliga zunächst Probleme hatte, sich in der vierthöchsten Spielklasse zurechtzufinden, ehe er den Klassenerhalt im ersten Jahr durch eine furiose Rückrunde letzten Endes doch noch „eintütete“, stabilisierte sich der Verein in den drei Folgejahren. Der TSV landete immer auf einem einstelligen Tabellenplatz. Einem starken 5. Rang im zweiten Spieljahr folgten zwei eher ernüchternde 8. Plätze in den beiden vergangenen Jahren – zu wenig für die gewachsenen Ansprüche der Haigerer.
Wie schon in den Vorjahren gab es auch in dieser Sommerpause wieder einige Veränderungen rund um den Verein. Eine davon ist der neue Cheftrainer Adrian Alipour, der vom West-Regionalligisten Wuppertaler SV nach Haiger wechselte. Der 40-Jährige besitzt die A-Lizenz und hat einen Vertrag für zwei Spielzeiten unterschrieben. Seine ersten Schritte im Trainerbereich machte der gebürtige Dortmunder im Jahre 2009, wo er den Posten beim Kirchhörder SC übertragen bekam und den Verein in seiner siebenjährigen Amtszeit von der Bezirks- bis in die Westfalenliga führte. 2016 arbeitete Adrian Alipour für einige Partien beim Wuppertaler SV als Co-Trainer unter Cheftrainer Stefan Vollmerhausen. Im September desselben Jahres übernahm Alipour den abstiegsbedrohten ASC 09 Dortmund, den er vor dem Abstieg aus der Oberliga Westfalen bewahrte, ehe in der zweiten Spielzeit beinahe der sensationelle Aufstieg in die Regionalliga West gelang. Im September 2018 kam es zum Wechsel auf die Kommandobrücke des Wuppertaler SV, bevor im Winter ein finanziell bedingter personeller Umbruch anstand.

Alipour: "Ein Unentschieden reicht mir nicht"

„Ich freue mich riesig auf die Aufgabe in Steinbach. Ich bin jemand, der jedes Spiel gewinnen will und sich nie vor die Mannschaft stellen wird und sagt, dass ein Unentschieden reicht“, kündigte der neue Coach bei seiner Vorstellung an. „Adrian Alipour hat sicherlich nicht die Erfahrung wie viele andere Bewerber. Doch das hatten andere Top-Trainer vor einigen Jahren auch nicht. Entscheidend sind neben seinem Fußballsachverstand sein unbedingter Siegeswille und seine Führungsqualitäten. Wir glauben, dass er ein enormes Talent für seinen Beruf besitzt, und freuen uns auf einen neuen Angriff auf die Spitzengruppe in der kommenden Saison“, so Vorstandsmitglied Roland Kring.
Im Gegensatz zu Kring wollte sich Alipour im Hinblick auf die anstehende Spielzeit nicht auf eine genaue Leistungseinordnung festlegen. „Wir müssen gut in die Saison starten, müssen schauen, dass wir keine Verletzten haben und unnötige Sperren vermeiden. Wir wollen uns von Woche zu Woche steigern und unsere Punkte holen.“ Als Favoriten um den Aufstieg machte der neue Übungsleiter den 1. FC Saarbrücken, die SpVg Elversberg, den FC Homburg und die Kickers Offenbach aus.

Sander arbeitet parallel für die Sportfr. Siegen

Das Trainerteam komplettierten Sascha Rausch (zuletzt Nachwuchs TSG 1899 Hoffenheim) und Athletik-Trainer Johannes Sander, der von den Sportfr. Siegen kommt und auch dort weiterhin parallel arbeiten wird. Co-Trainer bleibt Frank Döpper, der nach der Demission von Matthias Mink in den letzten neun Spielen der vergangenen Saison interimsweise das Sagen an der Seitenlinie hatte.
Auch das Spielerkarussell drehte sich in diesem Sommer weiter. 14 Akteure verließen den Verein, zum jetzigen Stand tragen zwölf neue Spieler von nun an das rot-weiße Trikot. Zu ersetzen gilt es vor allem die Abgänge der beiden Leistungsträger Florian Heister (SSV Jahn Regensburg) und Arnold Budimbu (MSV Duisburg), die durch ihre Auftritte höherklassiges Interesse geweckt haben. Überraschenderweise musste auch Rechtsverteidiger Timo Kunert (FSV Frankfurt) den TSV verlassen. In die Liste der Neuzugänge reihen sich Torwart Raphael Koczor, Mittelfeldmann Sören Eismann (beide FC Carl Zeiss Jena), die Rechtsverteidiger Tino Bradara (SSV Ulm), Philipp Hanke (Borussia Dortmund 2.) und Sascha Wenninger (1. FC Saarbrücken), Linksverteidiger Marcel Damascheck (1. FC Köln 2.), Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff (Kickers Offenbach), die Flügelspieler Serhat Ilhan (Bahlinger SC), Manuel Hoffmann (SV Babelsberg 03) und Gian Maria Olizzo (Sportfreunde Siegen), Mittelfeldakteur Johannes Bender (TSG Hoffenheim 2.) sowie Stürmer Jannik Mause (FSV Mainz 05 2.) ein. Auf die schwere Verletzung von Moritz Göttel, der sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zuzog, soll noch reagiert werden. „Wir wollen den Kader noch in der Breite qualitativ verstärken“, so Alipour.

Serhat Ilhan überrascht bisher positiv

Mit dem Verlauf der Vorbereitung zeigte sich der Steinbacher Trainer dennoch zufrieden: „Die Vorbereitung lief sehr gut. Es ging darum, die vielen neuen Spieler zu integrieren. Wir haben ein super Klima, eine super Stimmung in der Mannschaft. Aber auch von der spielerischen Umsetzung wurde das von Woche zu Woche besser. Ich ziehe ein positives Fazit.“ Als positive Überraschung der Vorbereitung nannte der neue Linienchef vor allem Serhat Ilhan, der vom Bahlinger SC an den Haarwasen wechselte. „Wenn ich den Jungen sehe, der aus der Oberliga kommt und hier wirklich rockt, dann ist das schon beeindruckend.“ Aber auch die Neuverpflichtungen Jannik Mause, Sören Eismann, Manuel Hoffmann, Benjamin Kirchhoff und Raphael Koczor bekamen Lob. „Das sind super Verstärkungen, die alle in die erste Elf reindrängen.“
Ob die Startelf aus dem letzten Testspiel gegen RW Erfurt identisch mit der Anfangsformation im ersten Ligaspiel am Samstag gegen den FSV Mainz 05 2. wird, ließ der neue Übungsleiter offen. „Wir sind in der Breite gut aufgestellt und werden die letzten Entscheidungen kurzfristig treffen“, so Alipour. Das gilt auch für die Torwartposition – obwohl Tim Paterok im letzten Test den Kasten hütete, wird die Auswahl zwischen Paterok und Neuzugang Raphael Koczor erst kurzfristig getroffen. Die TSV-Fans dürfen allemal gespannt darauf sein, wer sich letztlich in die Anfangself gespielt hat. Gegen Erfurt standen, abgesehen von Torhüter Paterok, Kapitän Nico Herzig, Sasa Strujic und Sascha Marquet, ausschließlich Neuzugänge von Beginn an auf dem Feld.

Sieben Vorbereitungsspiele, sechs Siege

Den neu zusammengewürfelten Kader sieht Alipour bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf einem guten Stand. „Dass wir schon gut zusammengefunden haben, hat man in den bisherigen Spielen in der Vorbereitung bereits gesehen. Wir haben nur ein Spiel unglücklich gegen Stadtallendorf verloren, wo wir einen starken Auftritt hingelegt haben. Vor allem das Match gegen Dortmund war spielerisch top. Von daher sind wir auf einem guten Weg, aber das ist alles nur Training. Entscheidend wird der Saisonauftakt, denn das wird was ganz anderes als ein Freundschaftsspiel.“ Von den sieben Vorbereitungsspielen entschied der TSV sechs Partien zu seinen Gunsten und zeigte sich in einer guten Frühform.
Auch infrastrukturell soll sich der Verein im kommenden Jahr weiterentwickeln. Derzeit wird hinter der Haupttribüne ein neuer Kabinentrakt errichtet. Im Laufe der Saison soll zudem der Gästebereich ausgebaut und teilweise überdacht werden. Auf Dauer soll ein drittliga-taugliches Stadion entstehen.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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