MGV Grünebach feiert 140-Jähriges mit einem Konzert
Chorleiter Andreas Risse ist seit fast 20 Jahren dabei

1904, zum 25-Jährigen des MGV Grünebach, gab es eine Fahnenweihe. Nun, zum 140-Jährigen, gibt es ein Konzert.

dach Grünebach.  13 sangesfreudige Herren, so steht es in der Chronik geschrieben, kamen an Christi Himmelfahrt 1879 zusammen, um den Männergesangverein Grünebach aus der Taufe zu heben. Es war eine Zeit, in der überall Vereine entstanden, kulturelle wie sportliche. Das gesellschaftliche Leben erfuhr eine bis dato einzigartige Aufwertung, gerade auch auf den Dörfern.
Auf Anfänge in dieser spannenden Epoche vermag der MGV Grünebach dieser Tage zurückzublicken, und zwar nach 140 Jahren. Indes: Es war und ist nicht immer eitel Sonnenschein. Denn die demografische Entwicklung macht auch um den Günebacher MGV keinen Bogen. „Wir sind froh, dass wir noch da sind“, so der Vorsitzende Markus Lück im Gespräch mit der SZ. Schriftführer Stephan Euteneuer bekräftigt: „Da sind wir auch stolz drauf.“ Schließlich würden es stetig weniger reine Männerchöre im AK-Land.

Immerhin 25 Stimmen stark ist der MGV 

Aber immerhin: Sind alle Mann an Bord, verfügt der Grünebacher Chor über 25 Stimmen. „Wir haben auch schon mal Zugänge U-50“, berichtet Euteneuer. Die beiden jüngsten Sänger sind Mitte 20. Am anderen Ende der Altersskala steht Norbert Schmitt mit seinen 92 Jahren. Der erste Tenor war sogar 1948 schon dabei, als der Verein wieder auflebte.

Wirtschaftliche Not und Krieg unterbrachen das Vereinsleben

1939 hatte man das Singen vorerst drangegeben: der Krieg. Und auch 1932, infolge der massiven Arbeitslosigkeit, hatte das Vereinsleben geruht, wie es in der Chronik heißt. Noch 1929, zum 50-jährigen Bestehen, waren in Grünebach 13 Vereine zum Wettsingen angetreten. Und auch 1953 war ein eher erfreuliches Jahr, sind hier doch 43 aktive Sänger vermerkt. Eines wird beim Schmökern deutlich: Die Vereinshistorie ist geprägt von Höhen und Tiefen.
Als positiv zu werten ist eine Personalentscheidung vor fast 20 Jahren. Da wurde Andreas Risse Chorleiter – und ist es bis heute geblieben. „Da haben wir damals absolut den richtigen Griff getan“, ist sich Lück sicher.

MGV ist für das kleine Örtchen Grünebach wichtig

Aus dem Leben in den kleinen Ort im Hellertal mit rund 500 Einwohnern ist der MGV nicht wegzudenken. Da wird die jährliche Maiandacht ebenso musikalisch begleitet wie die Gräbersegnung an Allerheiligen und die Seniorenfeier. Sind Mitglieder verstorbenen, erklingen die MGV-Stimmen zum Sechswochenamt, ebenso bei runden Geburtstagen oder Goldhochzeiten. Höhepunkt im Vereinskalender ist das vom MGV ausgerichtete Waldfest, immer am ersten Augustwochenende. Und wenn alle Ortsvereine an einem Strang ziehen (Karnevalssitzung, Weihnachtsmärktchen), ist der Gesangverein zur Stelle. Warum das so ist? „Uns liegt was am Dorf, und dann engagiert man sich da, wo man reingewachsen ist“, erklärt Markus Lück.

Gefeiert wird mit einem Konzert

Gefeiert wird nun mit einem Konzert im Saal der Gaststätte „Bürgerstube“, und zwar am kommenden Samstag, 29. Juni, um 19 Uhr. Neben den Lokalmatadoren, die Traditionelles und Volkslieder zum Besten geben möchten, stehen die Basalt-Singers aus Beilstein auf der Bühne, die mit modernem Liedgut sowie Schlagern beim Publikum punkten wollen. Karten gibt es an der Abendkasse.

Autor:

Achim Dörner (Redakteur) aus Betzdorf

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