Programm "Kultur im Hüttenhaus Herdorf"
La Signora und Beethovens Neunte

Nur echt mit Haarnetz, Akkordeon und hochgeschlossen ganz in Schwarz: Carmela de Feo ist La Signora. Die Kabarettistin gastiert mit ihrem Programm „Die Schablone, in der ich wohne“ am 27. September im Hüttenhaus Herdorf.
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  • Nur echt mit Haarnetz, Akkordeon und hochgeschlossen ganz in Schwarz: Carmela de Feo ist La Signora. Die Kabarettistin gastiert mit ihrem Programm „Die Schablone, in der ich wohne“ am 27. September im Hüttenhaus Herdorf.
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zel Herdorf. „Zum ersten Mal“, „eine Premiere“ und „noch eine Premiere“: Man hört nicht oft so viel Neues wie bei der Vorstellung des Programms „Kultur im Hüttenhaus Herdorf“ für die Spielzeit 2019/20, das die Verantwortlichen am Montag im sogenannten Herrenzimmer des Theater-Schmuckstücks aus den 50er-Jahren vorstellten. Die drei Anbieter Stadt (Kulturherbst), Kulturring und Kreis der Kulturfreunde, die seit einigen Jahren unter der Dachmarke „Kultur im Hüttenhaus Herdorf“ zusammengefunden haben, haben sorgfältig geprüft und eingekauft und können jetzt allen, für die Kleinkunst, Theater und klassische Musik Mittel zum Leben sind, ein abwechslungsreiches Angebot machen.

Macher und Sponsoren stellten am Montag im Hüttenhaus Herdorf das neue Kulturprogramm vor.
  • Macher und Sponsoren stellten am Montag im Hüttenhaus Herdorf das neue Kulturprogramm vor.
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Das Programm des Kulturrings und des Kulturherbsts stellte 1. Vorsitzende Christine Lück vor, für den Kreis der Kulturfreunde sprach Norbert Buschmann. Johannes Schmidt, 2. Vorsitzender des Kulturrings, hat wieder ehrenamtlich das Programmheft erstellt, das in 20 000er-Auflage frei Haus geliefert wird. Wie gewohnt, sind die drei Anbieter farblich unterschieden. 

La Signora, Varieté und Poetry-Slam

Fangen wir blau an – blau wie der Kulturherbst Herdorf.

  • La Signora singt, tanzt und spielt am 27. September ihr Programm „Die Schablone, in der ich wohne“. Dahinter steckt Multitalent Carmela de Feo.
  • Das Traumstundenvarieté am 24. Oktober ist die erste der zahlreichen Premieren im Hüttenhaus. Zum ersten Mal in 20 Jahren Kulturherbst wird Varieté geboten – mit allem, was das Herz begehrt: Musical-Tanz und Gesang, Akrobatik, Bauchredner und Clown Rudi. Hier ist der Kulturring mit im Boot.
  • Der erste Poetry-Slam im Hüttenhaus geht am 15. November über die Bühne. Sponsor rhenag ermöglicht das Wortgefecht mit Teilnehmern, die der Kölner Künstler mario el toro mitbringt.
  • „Only In Sleep“ heißt das Konzert mit Abend- und Nachtmusik, das Peter Scholls Kammerchor accentus vocalis am 16. November, in der kath. Kirche Herdorf gibt – auch das eine Neuerung.

Mariella Arens feiert in Herdorf Premiere

Schwarz unterlegt sind die Theaterveranstaltungen. Geboten wird Folgendes:

  • „Falsche Schlange“ heißt der Thriller u. a. mit Gerit Kling, der am 22. November zum Straßenfeger werden soll.
  • „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens ist Theater mit Musik für die ganze Familie. Wird aus dem geizigen Scrooge noch ein mitfühlender Mensch? Zu erfahren am 8. Dezember!
  • „Das Himmelbett“ feiert am 1. Februar 2020 Premiere in Herdorf. Mariella Arens und Tobias Herrmann würden schon ein paar Tage vorher anreisen und im Hüttenhaus die Komödie proben, erzählte Christine Lück. Das kuschelige Theater punktet bei den Theatergastspielen Fürth mit seiner Schönheit und der guten Akustik.
  • „Vom Winde verweht … echt jetzt?!“ ist eine Komödie nach dem berühmten Roman von Margaret Mitchell u. a. mit Manon Straché, Andreas Werth und David Imper, die am 13. März 2020 aufgeführt wird.
  • „Harold And Maude“ ist ein Filmklassiker aus dem Jahr 1971. Live und in Farbe, u. a. mit Kathrin Ackermann („Hotel Heidelberg“), ist die Komödie von Colin Higgins am 3. April 2020 zu sehen.
  • „Willkommen bei den Hartmanns“ ist auch ein Film, aber ein moderner, aus dem Jahr 2016. Das Tourneetheater Thespiskarren kommt mit der Theaterversion der Komödie über einen Flüchtling, der bei einer deutschen Familie einzieht, am 27. April 2020. Regie führt übrigens Michael Bleiziffer, der schon viele Eigeninszenierungen im Siegener Apollo-Theater besorgt hat. 

Konzerte mit Stipendiaten der Villa Musica 

Und jetzt zur klassischen Musik, zu erkennen an der Farbe Braun. Wie seit vielen Jahren arbeitet der Kreis der Kulturfreunde beim Programm oft mit jungen Musikern und ihren Lehrmeistern von der rheinland-pfälzischen Landesstiftung Villa Musica zusammen; das Hüttenhaus ist ein Spielort von 60 in ganz Rheinland-Pfalz – und ein sehr beliebter.

  • „Mozart und Italien“ sieht das Konzert am 11. Oktober vor. Johannes Pramsohler (Violine) kommt mit jungen Villa-Musica- Streichern; erstmals mit dabei: junge Sänger von Barock Vokal, die italienische Opernarien singen.
  • Die Queenz Of Piano kommen am 30. Dezember zum Vorsilvesterkonzert für Freunde, Mitarbeiter und langjährige Konzertbesucher, hierfür gibt es keine Karten im Vorverkauf.
  • „Das Wunder der Weihnacht klingt nach“ heißt das Konzert, das Kantor Torsten Stendenbach zusammen mit den Chören Cäcilia Herdorf und Cäcilia Rosenheim sowie Schola St. Aloisius Herdorf am 12. Januar 2020 in der kath. Kirche Herdorf auf die Beine stellt. Weitere Mitwirkende sind der Siegener Bariton Achim Rück und die Herdorfer Sopranistin Kristin Knautz.
  • „Violina geht verloren“ ist ein Kinderstück mit Violine und Klavier von der Villa Musica, das viele, viele Grundschulkinder am 13. März 2020 besuchen werden.
  • Beethovens Neunte erklingt allen Ernstes am 15. August 2020 im Hüttenhaus! Allerdings in einer Kammermusik-Version von Pedro Halffter, die der spanische Dirigent für die Stipendiaten der Villa Musica verfasst. Im Beethoven-Jahr lässt es sich Stiftungsleiter Alexander Hülshoff (Cello) nicht nehmen, selbst mit dabei zu sein. Die „Ode an die Freude“ singen die Jungen Stimmen der Musikhochschule Mainz.

Bürgermeister Uwe Erner dankte für die „geballte Kompetenz der Kulturarbeit“ und wies mehrfach darauf hin, dass diese ehrenamtlich geleistet werde: von der Programmgestaltung bis zur Schlepperei der Bühnenhelfer – und der Bürgermeister weiß, wovon er redet, denn er hat nach eigener Aussage auch schon mal mit angepackt. Den Ball gab Norbert Buschmann sogleich zurück und betonte, wie schön sich die Zusammenarbeit der beiden Vereine mit der Stadt gestalte. „Nur mit Eintrittsgeldern kriegt man’s nicht hin“ (Buschmann), deshalb braucht es auch Unterstützer und Sponsoren: Das Land Rheinland-Pfalz ist großzügig beteiligt, wie erwähnt rhenag und – wieder dabei – innogy.
Der Vorverkauf beginnt am 1. September, u. a. im Rathaus Herdorf und an den Konzertkassen der Siegener Zeitung. Weitere Infos im Internet unter www.kulturring-herdorf.de.

Autor:

Regine Wenzel (Redakteurin) aus Siegen

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